Kanarische InselnKreuzfahrten

Kanaren Kreuzfahrt Mein Schiff (inkl. Madeira und Agadir)

Jameos del Agua auf Lanzarote

Dass wir zwischendurch gerne mal eine Kreuzfahrt machen, haben wir ja schon berichtet. Und warum wir die Mein Schiff so lieben, könnt ihr gerne in den folgenden Beiträgen nachlesen:

Kleiner Kreuzfahrtschiffvergleich

Die Mein Schiff 5

 

Diesmal waren also die Kanaren angesagt. Tobias war bis zu dem Zeitpunkt tatsächlich noch nie auf irgendeiner kanarischen Insel. Höchste Zeit das nachzuholen. Die Kanaren sind wunderschön und haben viel zu bieten. Und obwohl sie alle nah bei einander liegen, sind sie doch so unterschiedlich.

Für die Kanaren sind vor allem unsere kalten Monate geeignet. Weil es dann nämlich schön warm ist. Wir waren bspw. im Dezember dort und hatten durchgängig um die 20 – 25 Grad.

Die 14 Tage – Route (man kann die Tour auch nur für eine Woche buchen) lief so ab:

(Wenn ihr auf die Inseln klickt, gelangt ihr direkt zu diesem Abschnitt.)

 

Kanaren Woche 1:

Gran CanariaMadeira (Portugal und keine kanarische Insel) – La PalmaTeneriffaFuerteventuraGran Canaria

Kanaren Woche 2:

Gran CanariaAgadir (Marokko und natürlich auch keine kanarische Insel) – LanzaroteTeneriffaLa GomeraGran Canaria

 

 

Gran Canaria

Start war also auf Gran Canaria. Die wohl bekannteste Insel der Kanaren. Und da wir dort nach einer Woche noch mal hielten, konnten wir eine kleine Tour zusammenstellen.

 

Allgemeines

Gran Canaria ist mit 1.560 km² die drittgrößte Insel der Kanaren. Sie ist sehr kontrastreich: von tollen Stränden über Gebirge und Schluchten bis zu exotischer Natur gibt’s eigentlich fast alles. Hier kann man schon mal seinen Urlaub verbringen.

Mit einem Kreuzfahrtschiff hat man natürlich nur 1-2 Tage Zeit die Insel zu erkunden. Wir entschieden uns für die Hauptstadt Las Palmas (dort hielt auch das Schiff, wie praktisch) und eine kleine Inseltour mit dem Mietwagen.

 

Las Palmas

Las Palmas ist die größte Stadt der kanarischen Inseln. Hier hat man eigentlich alles: einen langen Sandstrand mit Strandpromenade, eine sehr schöne Altstadt (Vegueta) mit einigen tollen Bauten, schöne Plätze, viele Shoppingmöglichkeiten, Cafés und Restaurants ohne Ende, üppige Märkte und zwischendurch kleine grüne Oasen.

Hier kann man es aushalten. Auch mal länger. Auch gerne mal nur für einen Städtetrip.

 

Kleine Inseltour

Die Mietwagenstation liegt direkt am Kreuzfahrthafen. Wir hatten uns einen Seat Ibiza bei Cicar genommen (schon zu Hause gebucht), für 57€ den Tag.

 

Puerto de Mogán

Wir sind ca. 1,25 Stunden nach Puerto de Mogán gefahren. Dieses sehr nette kleine Hafenstädtchen liegt im Südwesten der Insel und wird auch Klein Venedig genannt.

Es gibt ein paar kleine Kanäle mit ebenso kleinen, fast romantischen Brücken, die darüber führen. Alles wirkt total gemütlich und entspannt. Keine Betonburgen, dafür nette Restaurants, Cafés und ein paar Geschäfte. Der Strand liegt geschützt in einer Bucht. Viele, sehr hübsche Häuser mit sehr gepflegten Dachgärten. Wäre perfekt für einen kleinen erholsamen Familienurlaub.

Wer zwischendurch Action braucht, fährt die ca. 20 km nach Maspalomas.

Kanaren

Puerto de Mogan, Gran Canaria

Sicht von einer kleinen Brücke in Puerto de Mogan, Gran Canaria

"Klein Venedig" in Puerto de Mogan, Gran Canaria

Blick auf den Strand in Puerto de Mogan, Gran Canaria

Strand in Puerto de Mogan, Gran Canaria

Maspalomas

Auf der Rückfahrt zum Schiff haben wir natürlich noch in Maspalomas angehalten. Dieser Ort ist ja eigentlich der bekannteste auf Gran Canaria. Hier gibt’s den ewig langen Sandstrand mit den berühmten Sanddünen und dem alten Leuchtturm. Eine riesige Strandpromenade mit vielen, vielen Geschäften, Restaurants und den großen bis sehr großen Hotels im Hintergrund. Für einen Abstecher ganz nett und die Sanddünen sind tatsächlich auch einen Besuch wert. Uns war es aber insgesamt zu trubelig, zu touristisch, zu wenig authentisch. Aber Geschmäcker sind ja verschieden.

Kanaren

Leuchtturm, Maspalomas, Gran Canaria

Madeira

Allgemeines

Madeira gehört nicht zu den Kanaren, sondern zu Portugal und ist mit ihren 741 km² die Hauptinsel der Inselgruppe Madeira (ja, heißt genauso). Die Insel ist so unfassbar grün und es gibt so viele verschiedene Pflanzenarten, dass sie auch die Blumeninsel genannt wird.

Madeira ist außerdem ziemlich gebirgig und auch die Küste fällt steil ins Meer hinab. Für einen Strandurlaub deshalb nicht geeignet. Die meisten Inselbesucher kommen auch zum Wandern dorthin. Sehr beliebt sind die Levada-Wanderungen. Die Levadas sind künstliche Wasserkanäle durch die in der regenarmen Zeit praktisch jedes Feld der Insel bewässert wird. Sie durchziehen die ganze Insel. Für Touristen sind dabei Wanderwege entlang der Levadas entstanden.

Wir haben allerdings keine Wanderung gemacht, sondern uns für eine Inseltour entschieden.

Die MS4 hielt 1,5 Tage in Madeira bzw. Funchal, der Hauptstadt. So hatten wir wieder genügend Zeit alles zu erkunden.

 

Inseltour

Am ersten Tag sind wir morgens mit dem Taxi in die Stadt reingefahren. Dort hatten wir wieder ein Auto gemietet. Genau, schon von zu Hause aus. Und zwar bei Sunny Cars über check24.de. Der örtliche Anbieter war Atlantic Car, R. da Casa Branca 102,9000-113 Funchal. Diesmal einen Renault Clio für nur 29€/Tag.

 

Machico

Unser erster Stopp war Machico (ca. 26 km und 30 min. östliche Richtung von Funchal aus). Dieses süße Städtchen hat einen historischen Wert, da damals die Entdecker Madeiras dort zuerst an Land gegangen sind. Lange aufhalten muss man sich hier allerdings nicht. Es reicht, wenn man ein bisschen durch die Straßen geht.

Bei Interesse: hier steht die älteste Kirche Madeiras, die Capela dos Milagres.

 

Santana

Anschließend lohnt sich die Fahrt nach Santana an der Nordküste (ca. 20 km und 30 min. von Machico aus). Hauptattraktion sind die strohbedeckten kleinen Häuser, die überall im Ort verstreut stehen. Wirklich sehr schön anzusehen. Früher dienten sie als Ställe und Wohnhäuser, aber auch heute sind sie teilweise noch bewohnt. Häufig sind auch kleine Lädchen darin zu finden.

Blick auf ein Strohdachhäuschen in Santana, Madeira

Strohdachhäuschen in Santana, Madeira

Cabo Girão

Nach Santana ging's wieder zurück Richtung Funchal und zwar zum Aussichtspunkt Cabo Girão. Der zweithöchsten Klippe der Welt (ca. 50 km und eine Std. Fahrtzeit von Santana aus). Dieser liegt westlich, nicht weit von Funchal.

Hier durfte ich meine Höhenangst testen, da die Aussichtsplattform nicht nur hoch war, sondern auch einen Glasboden hat. Der Blick ist aber gigantisch. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit. Wir hatten aber Glück. Siehe Fotos 🙂

Madeira
Familie auf der Aussichtsplattform Cabo Girao auf Madeira schaut von unten in die Kamera

Auf der Aussichtsplattform Cabo Girao, Madeira

Aussicht auf die Küste von der Plattform Cabo Girao, Madeira

Aussicht auf die Küste von der Plattform Cabo Girao, Madeira

Câmara de Lobos

Nach dieser spektakulären Aussicht hatten wir erstmal Hunger und sind ins Fischerdorf Câmara de Lobos gefahren.

Dieses ist eins der ältesten auf Madeira und liegt in einer Bucht, ca. 5 km von Funchal entfernt. Auf dem Weg zwischen Funchal und Câmara de Lobos hat man übrigens einen weiteren grandiosen Ausblick. Richtig schön.

 

Funchal

Anschließend haben wir den Mietwagen wieder abgegeben und uns von einem Mitarbeiter der Mietstation in die Innenstadt von Funchal bringen lassen.

In Funchal kann man wunderbar rumschlendern. Es gibt eine tolle breite Fußgängerzone und daran anschließend eine schöne Altstadt mit kleinen, engen Gassen und vielen Bars und Cafés. Abends ist dort auch richtig was los.

Wir waren Anfang Dezember dort und am 1. Dezember wird die üppig bunte Weihnachtsbeleuchtung in Funchal „angeknipst“. Die ganze Innenstadt leuchtet in vielen unterschiedlichen Lichtornamenten. Auf den Plätzen sind Krippen aufgebaut und Tagsüber finden Konzerte kleinerer Musikgruppen statt.

 

Korbschlittenfahrt

Was man in Funchal auf jeden Fall ausprobieren sollte, ist eine Korbschlittenfahrt. Die haben wir am zweiten Tag unseres Aufenthalts dort gemacht. Ist zwar mit ca. 30€ nicht ganz billig, aber bringt wirklich Spaß.

Die Korbschlittenfahrten starten von Monte (oberhalb von Funchal) hinunter in die Stadt. Hinkommen kann man mit der Gondelseilbahn Teleférico. Monte liegt auf ca. 700 m Höhe und von oben bietet sich mal wieder ein fantastischer Blick. Diesmal auf die Hafenbucht von Funchal.

Los geht’s unterhalb der Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte, dem Wahrzeichen der Stadt. Es folgt eine ca. 2 km lange, sehr lustige Fahrt in einem altmodischen Korbschlitten, in denen jeweils zwei Fahrgäste Platz finden (plus Kleinkind).

Zwei weiß gekleidete Männer mit Strohhüten, die Carreiros steuern den Schlitten. Auf den Asphaltstraßen geht’s echt steil abwärts. Die Straßen sind teilweise sehr eng und kurvig und auch Autos fahren dort lang. Aber die Fahrt ist dennoch natürlich sehr sicher.

Ein Fuß des Carreiro bleibt immer auf den Kufen, der andere wird zum Lenken, Beschleunigen oder Abbremsen genutzt. Nach etwa 10 min. endet die Fahrt dann.

Bis ins Zentrum muss man dann noch mal ca. eine halbe Stunde den Rest des steilen Berges runterlaufen oder man nimmt sich ein Taxi. Wir sind gelaufen 🙂

Blick in die Innenstadt von Funchal auf Madeira

Innenstadt Funchal, Madeira

Blick in die Altstadt von Funchal auf Madeira

Rand der Altstadt von Funchal, Madeira

Familie im Korbschlitten in Funchal auf Madeira

Korbschlittenfahrt von Monte nach Funchal auf Madeira

La Palma

Allgemeines

La Palma hat man nicht unbedingt gleich im Kopf, wenn man an die Kanaren denkt. Dabei ist die Insel gar nicht klein mit ihren ca. 708 km². Und sie hat einen sehr hohen Waldbestand, weshalb sie auch die Grüne Insel genannt wird. Naturschutz und nachhaltiger Tourismus werden hier ganz groß geschrieben. Bettenburgen wird man nicht finden. Dafür schöne Land- und Ferienhäuser.

Touristen kommen wie auch schon bei Madeira hauptsächlich zum Wandern nach La Palma.

 

Santa Cruz de la Palma

Wir entschlossen uns dort „nur“ die Hauptstadt Santa Cruz de la Palma anzuschauen. Dafür reicht ein halber Tag. (Wir hätten aber einen ganzen gehabt.)

Vom Hafen aus konnten wir zu Fuß in die Stadt laufen, ca. 20 min.

Santa Cruz hat eine wunderschöne Altstadt. Es gibt eine tolle Fußgängerzone, die Calle O'Daly mit vielen schönen historischen Gebäuden, in denen kleine Geschäfte und Cafés zu finden sind.

Am Ende der Fußgängerzone steht ein maßstabsgetreuer Nachbau der Santa Maria. (Mit diesem Schiff machte sich 1492 Christoph Columbus nach Indien auf und entdeckte dabei Amerika.)

Im Bug befindet sich ein Museum. Für Mila war das ganz interessant. Weniger das Museum, mehr, dass sie auf dem Schiff herumklettern konnte 🙂

Parallel zur Fußgängerzone und entlang am Meer führend, liegt die Avenida Maritima. Auch hier stehen viele historische und denkmalgeschützte Häuser. Besonders schön sind die sogenannten chico de los balkones oder auch Blumenbalkone. Typisch kanarische Holzbalkone, geschmückt mit Blumen. Ein heiß begehrtes Fotomotiv.

La Palma, Kanaren

Innenstadt von Santa Cruz de la Palma

Blick auf die nachgebaute Santa Maria in Santa Cruz de la Palma auf La Palma

Nachgebaute Santa Maria in Santa Cruz de la Palma

Blick in die Avenida Maritima in Santa Cruz de la Palma auf La Palma

Avenida Maritima in Santa Cruz de la Palma

Teneriffa

Allgemeines

Teneriffa ist die größte Insel der Kanaren und hat eine Fläche von ca. 2035 km². Schon ziemlich groß.

Auf dieser Insel kann man eigentlich alles machen: Strandurlaub, Wandern, Wassersport, Radfahren oder den Teide besteigen ... Dazu gleich mehr.

Die MS4 hielt auf der Tour zweimal auf Teneriffa. Wir entschieden uns beim ersten Mal die Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife anzuschauen und beim zweiten Mal einen Mietwagen zu nehmen, um die Insel zu erkunden.

 

Santa Cruz de Tenerife

Auditorio de Tenerife

Vom Schiff aus zur Stadt kann man locker laufen. Ca. 10 min. Wir haben uns aber zunächst das Auditorio de Tenerife, die Kongress- und Konzerthalle angeschaut. Das waren dann ungefähr 30 min. (wenn man schnell läuft).

Wir finden das Gebäude sieht ein bisschen so aus wie die Opera in Sydney. Es gilt wohl auch als das Wahrzeichen von Santa Cruz. Es war auf jeden Fall mal interessant sich dieses wirklich imposante Gebilde anzusehen. Je nach Perspektive sieht es aus wie ein Segel im Wind, ein riesiges Auge oder ein Flügel.

Teneriffa, Kanaren

Auditorio de Tenerife in Santa Cruz de Tenerifa

Innenstadt

Santa Cruz gehört auf jeden Fall zu den spanischen Städten, durch die man gemütlich schlendern, shoppen und zwischendurch leckere Tapas essen kann. Außerdem fahren im Innenstadtbereich keine Autos.

Eine schöne Pause kann man in der grünen Lunge der Stadt dem Parque García Sanabria einlegen. Hier gibt’s tolle Bepflanzungen, Brunnen, uralte Bäume und für die Kids auch einige Spielplätze.

Blick in die Innenstadt von Santa Cruz de Tenerife auf Teneriffa

Innenstadt von Santa Cruz de Tenerife

Teneriffa, Kanaren

Parque Garcia Sanabria, Santa Cruz de Tenerife

Inseltour

Für unseren zweiten Aufenthalt hatten wir uns mal wieder ein Mietauto genommen. Einen Seat Leon über Cicar für 55€/Tag.

 

La Orotava

Unser erster Stopp war in La Orotava (ca. 35 km und 30 min. Fahrtzeit).

La Orotava liegt im Norden der Insel und hat einen wunderbar tollen alten Stadtkern. Hier lohnt es sich mal auszusteigen und ein bisschen durch die teilweise engen und steilen Straßen zu laufen.

 

Icod de los vinos

Weiter ging’s Richtung Westen nach Icod de los vinos (ca. 25 km und 30 min. Fahrtzeit von La Orotava). Die Hauptattraktion dort ist ein mehrere Jahrhunderte alter Drachenbaum. Der Drago Milenario. Der Baum ist fast 20 Meter hoch und hat einen Stammumfang von 6 Metern.

Nach diesem Fotostopp und einem kleinen Mittagessen sind wir dann zu unserem Highlight des Tages gefahren.

Blick auf den Drago Milenario in Icod de los vinos auf Teneriffa

Der Drago Milenario in Icod de los vinos

El Teide Nationalpark

Der El Teide Nationalpark liegt im Zentrum der Insel mit einer durchschnittlichen Höhe von ca. 2.000 m und ist wohl DIE Hauptattraktion von Teneriffa. Muss man unbedingt gesehen haben. Es sieht dort aus wie in einer anderen Welt. Eigentlich wie auf dem Mond. Zumindest stellt man es sich dort so vor. Steinig, felsig, karg und irgendwie auch unheimlich. Sogar Teile von Star Wars und Planet der Affen wurden hier gedreht. Die Landschaft ist echt einzigartig.

Richtig cool ist es aber auf den Pico del Teide (mit 3.718 m die höchste Erhebung Spaniens und der dritthöchste Vulkan der Welt) hochzufahren. Besonders, wenn man dann noch eine Genehmigung hat, die letzten ca. 150 m hoch auf den Gipfel zu steigen. Und die hatten wir natürlich 😉 (Na klar, schon von Zu Hause aus besorgt.)

Zuerst geht es mit der Seilbahn nach oben. Mit ca. 20€/Person leider etwas teuer. Lohnt sich aber. Oben angekommen hat man die Möglichkeit dort ein bisschen rumzulaufen und die unglaubliche Aussicht zu genießen. Man sollte sich eine Jacke mitnehmen und eine lange Hose anziehen. Die Temperaturen können oben schon mal plötzlich um 20 Grad niedriger sein als unten.

Die Genehmigung für die letzten 150 m könnt ihr euch übrigens hier besorgen (leider nur auf spanisch). Ist kostenfrei. Gilt aber auch nur für einen bestimmten Tag und nehmt euren Reisepass oder Personalausweis mit.

Der Aufstieg ist allerdings nicht ohne. Es führt ein sehr enger und steiler Steinweg kurvig nach oben. Und da die Luft so weit oben echt ziemlich dünn ist, muss man es wirklich langsam angehen lassen. Dazu kommen die Schwefeldämpfe, die einem das Luftholen nochmal erschweren. Stinkt halt ziemlich. Oben angekommen ist es aber der WAHNSINN. Noch nie haben wir solch einen Blick gehabt.

Karge Landschaft im El Teide Nationalpark auf Teneriffa

El Teide Nationalpark

Karge Landschaft im El Teide Nationalpark

El Teide Nationalpark

Seilbahnfahrt auf den El Teide auf Teneriffa

Seilbahnfahrt, El Teide, Teneriffa

El Teide, Kanaren

Oben auf dem El Teide 🙂

Aussicht vom El Teide bei schönstem Wetter

Aussicht vom El Teide bei schönstem Wetter

Mann auf dem Gipfel vom El Teide blickt in die Kamera

Auf dem Gipfel vom El Teide

Fuerteventura

Allgemeines

Fuerteventura ist die zweitgrößte Insel der Kanaren (ca. 1.660 km²) und ist würden wir mal sagen die Strandinsel. Ungefähr 150 km sind nur Strand. Im Süden sogar mit weißem Sand. Fast ein bisschen karibisch. Leider ist es auch sehr windig an Fuerteventuras Stränden. Gut allerdings für die vielen Kitesurfer, die es dort hinzieht. Jedes Jahr findet auf Fuerte auch der Windsurfing- und Kiteboarding Worldcup statt.

Wir hatten einen Tag Zeit für Fuerteventura und beschlossen mal wieder eine kleine Inseltour zu unternehmen.

 

Inseltour

Unseren Mietwagen für diesen Tag hatten wir uns wieder über Cicar gebucht. Einen Seat Ibiza für 57€/Tag.

 

Mirador Morro Velosa

Mirador gilt als schönster Aussichtspukt auf Fuerteventura. Können wir bestätigen. Man hat mal wieder einen Wahnsinnsblick. Von dort aus auf Fuerteventuras Norden mit den Dünen von Corralejo. Bei richtig gutem Wetter kann man sogar bis nach Lanzarote schauen.

Fuerteventura, Kanaren

Aussicht von Mirador Morro Velosa

Betancuria

Betancuria ist die alte Hauptstadt von Fuerteventura und gilt als schönster Ort der Insel. Das können wir zwar nicht beurteilen, aber das kleine Dörfchen, das in einem Tal von Bergen umschlossen liegt, ist wirklich niedlich und einen Stopp wert. Kleine weiße Häuschen zwischen großen Palmen. Souvenirshops und Restaurants sowie sogar ein Spielplatz für die Kids. Alles sehr entspannt und ruhig.

Blick auf eine Kirche in Betancuria, Fuerteventura

Betancuria, Fuerteventura

Corralejo

Corralejo ist ein ehemaliges Fischerdorf und beliebter Urlaubsort. Es liegt genau an den bekannten Dünenstränden Playas de Corralejo. Das war auch der Grund, warum wir dorthin gefahren sind: ein bisschen am Strand liegen zur Abwechslung. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Ausgerechnet an dem Tag zog es sich immer weiter zu, so dass wir unser geplantes Am-Strand-liegen-Vorhaben vorzeitig abbrechen mussten. Der Strand ist aber wirklich wahnsinnig schön. Riesig breit, lang und mit tollem Sand. Wir wären gerne länger geblieben.

Corralejo selbst hat uns nicht so gefallen. Es hatte optisch wie wir finden nicht viel zu bieten und es war eben extrem touristisch.

Strand von Corralejo, Fuerteventura

Strand von Corralejo, Fuerteventura

Fuerteventura, Kanaren

Agadir

Agadir gehört natürlich nicht zu den Kanaren, sondern zu Marokko. Lag aber auch mit auf der Route. Von Agadir aus bot TUI Cruises einen Ausflug mit dem Bus nach Marrakesch an. Hätten wir super gerne gemacht. Allerdings dauert die Fahrt ca. 3 Stunden pro Strecke und das wollten wir Mila (die da gerade erst vier geworden war) nicht zumuten.

 

Allgemeines

Agadir ist ein bekannter Urlaubsort in Marokko. Sehr beliebt bei Europäern und hat aber mit dem typischen Marokko vermutlich nicht viel zu tun. Leider ist die Stadt von einem Erdbeben 1960 vollständig zerstört worden, so dass es heute keine historischen Bauten mehr gibt.

 

Innenstadt

Wir sind ein bisschen durch die Stadt gelaufen, wo allerdings kaum was los war an dem Tag und haben uns anschließend noch den ziemlich großen und breiten Strand angesehen.

 

Marché Central

Der Marché Central ist (wie der Name schon sagt) eine große Markthalle im Zentrum von Agadir, wo es einfach alles zu kaufen gibt, was man so täglich braucht. Es ist schon ziemlich wuselig und laut dort. Und die Nase weiß gar nicht, was sie zuerst riechen soll, so viele verschiedene Gewürze gibt es. Hat aber nicht sehr viel Charme. Wir vermuten mal, dass es in weniger touristischen Orten in Marokko weitaus schönere Märkte oder Souks (wie man sie auch nennt) gibt.

Wir haben uns ein bisschen Argan-Öl mitgenommen (ist ja in Deutschland deutlich teurer) und sind relativ schnell wieder raus aus der Halle.

Wir geben zu, Agadir hat uns insgesamt nicht so überzeugt.

Blick auf den Strand von Agadir, Marokko

Strand von Agadir, Marokko

Lanzarote

Allgemeines

Lanzarote ist ca. 845 km² groß und die viertgrößte Insel der Kanaren. Die ganze Insel ist eigentlich ein Gegensatz: auf der einen Seite ist sie geprägt durch Vulkankrater und Lavafelder. Fast wieder wie eine Mondlandschaft, die sehr geheimnisvoll wirkt. Auf der anderen Seite gibt es tolle Strände und richtig malerische Orte mit kleinen weißen Häusern und grünen Türen.

 

César Manrique

Zum Erscheinungsbild der Insel beigetragen hat vor allem der Künstler und Architekt César Manrique. Viele Ecken auf Lanzarote wurden von ihm gestaltet und ohne ihn würde die Insel nicht so einzigartig aussehen. Außerdem hat er durchgesetzt, dass keine Häuser/Hotels höher als eine ausgewachsene Palme sein dürfen. Alles sollte sich an die Natur anpassen.

 

Inseltour

Dass wir auf Lanzarote eine Inseltour mit einem Mietwagen machen mussten, war klar. So viele wunderschöne Ecken. Wahnsinn. (Mietwagen über Cicar; einen Seat Ibiza für 57€/Tag).

Die MS4 hielt in Arrecife, der Hauptstadt, von wo aus unsere Tour dann auch losging.

 

Jameos del Agua

Unser erster Stopp waren die Jameos del Agua (ca. 30 km und 30 min. von Arrecife aus). Dieser wirklich einzigartige Komplex von Höhlen und Tunneln vulkanischen Urprungs wurde früher ernsthaft als Müllentsorgungsplatz genutzt. Bis César Manrique das entdeckte und es zum Touristenanziehungspunkt umgestalten ließ.

Wir waren allerdings nicht drin, in der begehbaren Grotte, da wir noch viel vor hatten an diesem Tag. Eine Stunde Zeit sollte man laut Empfehlungen auf der Website mitbringen. Wir sind aber ein bisschen herumspaziert, die Landschaft ist wunderschön dort.

In der Grotte gibt es einen See, der mit Meerwasser gefüllt ist. In diesem See leben weiße Albino-Krebse, die normalerweise erst in einer Wassertiefe von 2000 Metern vorkommen.

Wer mehr Zeit hat, sollte auf jeden Fall mal reingehen.

Die Eintrittspreise liegen bei 9€ für Erwachsene und 4,50€ für Kinder von 7-12 Jahre (Stand Sommer 2017).

Weitere Infos findet ihr auf der Website.

Wahrzeichen von Jameos del Agua auf Lanzarote der Albino Krebs

Wahrzeichen von Jameos del Agua auf Lanzarote: der Albino Krebs

Blick aus einem Gebäude heraus auf die Landschaft bei Jameos del Agua auf Lanzarote

Landschaft bei Jameos del Agua

Lanzarote, Kanaren

Landschaft bei Jameos del Agua

Cueva de los Verdes

Cueva de los Verdes ist eine Lavahöhle und quasi der Eingang zu einem 7 km langen vulkanischem Tunnelsystem. Dem längsten der Welt. Etwa 1 km der Höhle ist begehbar. Sie darf aber nur unter Aufsicht betreten werden. Führungen finden täglich statt. Mehr Infos findet ihr hier.

Wir haben uns wieder „nur“ die Landschaft dort angeschaut. Allein das lohnt sich aber schon.

Jameos del Agua und Cueva de los Verdes sind nur ca. 1 km voneinander entfernt. Da bietet sich ein Spaziergang an.

Blick auf das Schild von Cueva de los Verdes auf Lanzarote

Mirador de Río

Für uns ging’s nach diesem Stopp weiter nach Mirador de Río (ca. 10 km und 15 min). Hierfür hatten wir uns dann extra ein bisschen mehr Zeit gegönnt. Zum Glück, denn dieser Aussichtspunkt ganz im Norden der Insel, auf der Anhöhe des Risco de Famara (475 Meter), ist so unglaublich spektakulär und grandios. Der Blick geht von oben auf die Meerenge El Rio und die Insel La Graciosa sowie zu den beiden weiter draußen im Meer liegenden Inseln Montaña Clara und Alegranza.

Auch der Aussichtspunkt selbst ist fantastisch gestaltet und wunderbar an die Natur angepasst. Klar, wurde auch wieder von César Manrique in die Hand genommen.

Das Gebäude ist aus Stein gebaut, in Form eines Halbkreises und hat raumhohe Fenster. Draußen steht man auf einem Felsbalkon. Wirklich der Hammer. Und wieder eine andere Welt.

Ein bisschen fühlt man sich auch in seine Kindheit zurückversetzt, denn das Mirador de Río war einer der Hauptdrehorte der Weihnachtsserie „Timm Thaler“. (Wer kennt sie noch?) Hier war das Hauptquartier des Bösewichts Baron de Lefouet.

Mirador de Rio auf Lanzarote, Kanaren

Aussicht vom Mirador de Rio auf Lanzarote

Aussicht vom Mirador de Rio auf Lanzarote

Haría

Haría (ca. 10 km und 15 min.) ist ein kleines, süßes Dorf im Norden der Insel und ein krasser Gegensatz zu den ganzen Vulkanlandschaften. Haría wird auch das Tal der 1.000 Palmen genannt. Wirklich unzählige stehen dort. Das Klima in Haría ist so anders, als auf dem Rest der Insel, so dass es dort viel, viel grüner ist.

Auch die vielen kleinen weißen Häuser sind geschmückt mit Blumen. Richtig schön. Hier auf jeden Fall aussteigen und ein bisschen spazieren gehen. Bspw. zum Dorfplatz Plaza León y Castillo, der von restaurierten historischen Häusern und noch mehr Palmen umgeben ist.

Haria auf Lanzarote, Kanaren

Tal der 1000 Palmen, Haria

Haus in Haria, Lanzarote

Haria, Lanzarote

Teguise

Teguise (ca. 20 km und 30 min.) ist ein weiterer wunderschöner Ort (ihr seht Lanzarote lohnt sich richtig). Früher (bis Ende des 19. Jhdt.) war es die Hauptstadt von Lanzarote und musste diesen Titel dann aber leider an Arrecife abgeben.

In Teguise stehen sehr viele denkmalgeschützte Bauten und Paläste. Alle Gebäude sind auch wieder weiß, die Türen und Fensterläden grün.

Mittag gegessen haben wir im La Palmera. Können wir empfehlen. Es gibt leckere Paninis und fantastische Tapas.

Blick auf eine Kirche in Teguise, Lanzarote

Teguise, Lanzarote

Teguise, Lanzarote, Kanaren
Tapasteller im La Palmera in Teguise auf Lanzarote

Tapas im La Palmera in Teguise

Puerto del Carmen

Unser letzter Stopp für diesen Tag sollte der bekannte Touristenort Puerto del Carmen sein (ca. 20 km und 30 min.).

Ein Unterschied wie Tag und Nacht im Vergleich zu dem, was wir vorher gesehen hatten. Klar, schöne lange Sandstrände mit unzähligen Urlaubern, Bars, Cafés, Restaurants, Hotels und einer langen Strandpromenade. Ein typischer Badeort eben wie man ihn sich vorstellt. Hier landet man auf jeden Fall wieder in der Realität.

Bestimmt gut geeignet für einen Familienurlaub, wenn man es mag. Aber zum Glück sind die Strecken auf Lanzarote ja nicht so weit und man kann auch schnell in die andere Welt eintauchen 🙂

Küste von Puerto del Carmen, Lanzarote

Puerto del Carmen, Lanzarote

Kanaren

Puerto del Carmen

La Gomera

Allgemeines

Die letzte Insel, auf der die MS4 hielt (bevor es wieder nach Gran Canaria ging), war La Gomera. Diese Insel ist ziemlich klein (die zweitkleinste der Kanaren) und touristisch mal so gar nicht überlaufen. Kann auch daran liegen, dass es auch wieder keine Badeinsel, sondern eher eine Wanderinsel ist. Ganz bestimmt hat sie eine genauso tolle Natur zu bieten wie auch all die anderen Inseln. Wir wollten an dem Tag aber einfach nur relaxen, zumal wir ja auch schon so viele Eindrücke im Kopf hatten und entschlossen uns „nur“ die kleine Hauptstadt San Sebastián zu erkunden.

 

San Sebastián

San Sebastián ist ein entspanntes Städtchen würden wir sagen. Alles so ruhig und friedlich. Eine kleine Fußgängerzone mit ein paar Geschäften, die man aber schnell durch hat.

Haupttreffpunkt ist der am Meer liegende Plaza de las Americas. Hier kann man gemütlich einen Kaffee trinken und ausspannen.

Nicht weit davon entfernt in einem kleinen Park, ist ein Spielplatz zu finden. Dort hatten sich dann auch alle Eltern mit Kindern, die mit der MS4 unterwegs waren, versammelt 🙂

Alter Wehrturm im Park bei San Sebastian, La Gomera

Alter Wehrturm im Park bei San Sebastian, La Gomera

Spielplatz im Park in San Sebastian, La Gomera

Spielplatz im Park in San Sebastian

Fazit

Insgesamt ist die Kanarenkreuzfahrt (mit Madeira und Agadir) sehr zu empfehlen. Man muss nicht weit fliegen, die Entfernungen zwischen den Inseln sind nicht groß, das Klima ist super, die Inseln sind sehr abwechslungsreich, weil sie so verschieden sind und die MS ist sowieso das Beste 😉 (finden wir zumindest).

Wenn man sich zwischen den beiden Wochen entscheiden müsste, würden wir die Woche mit Agadir empfehlen. Zum einen hat man die Chance von Agadir aus nach Marrakesch zu kommen und zum anderen ist bei dieser Strecke Lanzarote mit dabei. Und das war eigentlich die schönste und interessanteste Insel.

Dafür muss man auf Madeira verzichten ... Hhm ...

Ach, entscheidet lieber selbst. Geschmäcker sind ja verschieden (zum Glück).

 

Liebe Grüße

Romy, Toby und Mila

 

 

2 Gedanken zu „Kanaren Kreuzfahrt Mein Schiff (inkl. Madeira und Agadir)

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