Kopfsache

Das Wort zum Glück

Glück

Mit dem Thema Glück beschäftige ich mich seit 2015 ungefähr. Eine Zeit, in der meine innere Unzufriedenheit immer größer wurde. Aber was ist Glück? Wann ist man glücklich und was bedeutet es für mich persönlich? Mit diesen Fragen hab ich mich einfach mal auseinandergesetzt und aufgeschrieben.

 

 

Was ist Glück?

Ich finde das kann man nicht richtig definieren, weil es zu vielschichtig ist. Und weil es auch jeder anders empfindet.

Auf jeden Fall ist es etwas sehr Positives. Es kann ein Gefühl sein, aber auch ein Umstand oder eine Situation. Es kann ein kurzer Moment sein, aber auch eine längere Phase. Es kann von äußeren Gegebenheiten abhängig sein, aber auch von der persönlichen Einstellung. Es kann materiell, aber auch immateriell sein.

In dem Moment oder in dieser Phase fühlt man sich gut bis fantastisch. Auch bei der Intensität gibt es also Unterschiede.

Und es gibt einen großen Unterschied zu „Glück haben“ und „glücklich sein“.

Ersteres ist meist kurzweilig und meist von der gegebenen Situation abhängig. Und man hat eigentlich wenig Einfluss darauf. Letzteres ist ein Gefühl, das meist über einen längeren Zeitraum anhält. Hier hat man einen großen Einfluss drauf. Und man kann es lernen und üben. Alles eine Sache des Mindsets.

Das Gefühl glücklich zu sein kann man aber nicht non-stop haben. Das funktioniert nicht. Schon deshalb nicht, weil es wie mit allen Dingen irgendwann zur Selbstverständlichkeit gehören würde. Und dann merken wir gar nicht mehr, dass wir eigentlich glücklich sind. Dann brauchen wir einen Dämpfer, um uns dem wieder bewusst zu werden.

Trotzdem ist es aber möglich ein grundsätzlich glückliches Leben zu führen. Herausfinden wie so ein Leben aussehen könnte und es dann auch in die Tat umsetzen, muss allerdings jeder für sich selbst tun.

 

 

Was bedeutet Glück für mich persönlich?

Ich habe eine Weile gebraucht, um das herauszufinden. Die Erkenntnis ist aber eigentlich naheliegend. Glück bedeutet für mich, wenn ich das Leben führen kann, mit dem ich mich grundsätzlich glücklich fühle.

Zu wissen, was das für ein Leben ist, ist gar nicht so einfach. Man muss viel auf sein Inneres hören. Und irgendwann fängt man automatisch an, sich von Dingen, Umständen oder Personen zu trennen, die einem nicht gut tun. Und man konzentriert sich auf das, was einem gut tut.

Dazu gehört bei mir diese Basis (nicht oder nur bedingt beeinflussbar):

  • Gesundheit – für mich, meine Familie und enge Freunde.
  • Keine Existenzängste haben zu müssen.
  • In Freiheit zu leben.

 

Und dann kommen diese Variablen dazu (sind beeinflussbar):

  • Meine Tochter (6 Jahre) glücklich zu sehen.
  • Reisen zu können (Reisen trägt zu meinem Glück bei).
  • Ziele zu haben und mir immer wieder welche setzen.
  • Veränderung zu schaffen. Neues ausprobieren (Alltagsroutine und Langeweile bringen mich richtig runter).
  • Etwas tun, wofür man brennt. Zu wissen, was das ist und die Power aufzubringen das auch zu tun.
  • Etwas dazu beitragen zu können, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.
  • Rückhalt in der Familie, in der Partnerschaft und bei guten Freunden zu haben.
  • Die eigene Komfortzone immer mal wieder zu verlassen. Das motiviert unfassbar.

 

 

Gibt es für mich einen Unterschied zwischen Glück und Zufriedenheit?

„Glück zu haben“ ist oft von Personen, äußeren Dingen oder Umständen abhängig. Zufriedenheit kommt durch einen selbst. Die innere Zufriedenheit ist Grundvoraussetzung dafür ein grundsätzlich glückliches Leben führen zu können. Positives sieht und spürt man so viel eher. Und mit negativen Dingen, die passieren, kann man besser umgehen.

 

 

Wann war ich das letzte Mal glücklich?

Es gibt jeden Tag kleine Dinge, die glücklich machen. Man muss sie nur sehen können. Aber z.B. letzte Woche, als meine Tochter ihre Einschulungsuntersuchung hatte, war ich richtig happy. Sie hat alle Aufgaben und Tests mit Bravur gemeistert und sie war so unglaublich stolz auf sich selbst. Das hat mich glücklich gemacht.

Es gibt so viele Dinge, die einen glücklich machen. Leider achten die wenigsten Menschen darauf und übersehen es so. Und oft sind es wie gesagt gerade die kleinen Dinge. (Ich weiß, dieser Spruch ist überall zu lesen, aber er stimmt.)

 

 

Ist Geld für mein Glück ausschlaggebend?

Das kommt darauf an, um welches Geld es sich handelt. Ist es das Geld, was man braucht, um seine Existenz zu sichern? Dann ist es ausschlaggebend, denn sonst kann keine Basis (s.o. "Existenzängste") geschaffen werden. Oder ist es das Geld, was man haben möchte, um sich Statussymbole und Luxusgüter leisten zu können? Das ist für mein Glück nicht ausschlaggebend.

 

 

Haben manche Menschen mehr Glück als andere?

Ja, definitiv. Es fängt ja schon damit an, wo man geboren wird. Land, Familie und Umfeld haben natürlich einen Einfluss auf das eigene Glück. Vor allem auf die Basispunkte (s.o.), die man nur schwer oder gar nicht beeinflussen kann.

Aber, ob diejenigen, die aus guten Verhältnissen kommen, glücklicher sind, als die, die aus ärmlichen Verhältnissen kommen, das ist eine ganz andere Frage.

Denn Glück beginnt im Kopf.

 

 

Finde ich das Wort „Glück“ und deren Bedeutung überbewertet?

Nein, ganz im Gegenteil. Ich finde das Wort „Glück“ wird viel zu sehr missbraucht. Glück ist etwas sehr Wertvolles. Und viele Menschen wissen gar nicht wie viel Glück sie eigentlich haben. Wie schnell sagt man mal „Mist, schon wieder nicht im Lotto gewonnen. Ich habe einfach kein Glück.“ oder „Immer bin ich nur die Nr. 2. Nie habe ich mal Glück.“ oder auch „Ich habe einfach kein Glück bei der Partnersuche.“

Das Glück ist immer schuld.

Ich will allerdings auch nicht behaupten, dass ich sowas noch nie gesagt habe ...

Ich finde aber für diese Negativ-Sätze sollte es für das Wort „Glück“ eine Alternative geben. Sonst wird es total abgewertet.

 

 

Empfinde ich mich glücklicher als andere Menschen?

Das kommt darauf an, mit wem ich mich vergleiche. Das soll man ja eigentlich nicht, aber das passiert oft automatisch. Ich würde sagen ich weiß, was ich tun muss, um glücklich zu sein. Andere wissen es nicht. Ich stecke aber noch immer mitten in diesem Prozess, der vermutlich auch nie endet, da man sich ja auch immer wieder verändert. Aber ich merke, dass ich deutlich zufriedener bin, als ich es noch vor 1-2 Jahren war.

Bei mir stehen große Veränderungen an: eine Weltreise im nächsten Jahr und eine berufliche Neuorientierung im Anschluss. Ich habe noch keine Ahnung wie diese aussehen wird. Ich bin aber dran 😉 Außerdem wird meine Tochter nächstes Jahr eingeschult. Und ein neuer Lebensabschnitt für sie ist auch ein neuer Lebensabschnitt für mich.

All das macht mich gerade glücklich. Stichwort „Reisen, Ziele setzen, Veränderungen schaffen, etwas tun wofür man brennt, die Komfortzone verlassen.“ (siehe die Variablen oben 🙂 )

Mit dieser Veränderung musste ich aber auch erst mal irgendwann beginnen. Und das ist der Punkt, den viele nicht schaffen. Sie leben lieber unzufrieden und unglücklich weiter, weil es ist ja auch bequem. Anstatt mal über die Grenzen ihrer Komfortzone hinauszugehen.

Gegenüber diesen Menschen empfinde ich mich als glücklicher.

Glück

Glück ist, was du daraus machst.

Fazit

Glück hat sehr viel mit einem selbst zu tun. Welche Sichtweisen man auf bestimmte Dinge hat. Die persönliche Einstellung und das eigene Empfinden. Das alles kann man aber selbst beeinflussen. Du bist, was du denkst. Oder: "Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied", "Glück ist, was man daraus macht." usw. Da ist auf jeden Fall was dran.

 

So, das war mein persönliches Wort zum Glück. Es tat gut, das mal so runterzuschreiben.

Und wie sieht es bei dir so aus? Mit dem Glück? Hinterlasse gerne einen Kommentar. Mich würde das wirklich sehr interessieren.

 

Liebe Grüße

Romy

 

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