Neuseeland

Auckland Tipps & Ausflugsmöglichkeiten

Auckland Tipps

Bisher waren wir nur knapp sechs Tage in Neuseeland und haben diese aber sehr intensiv verbracht. Wir sind natürlich nicht extra für sechs Tage dorthin geflogen, sondern es lag während unserer Weltreise auf dem Weg in die Südsee. Und da wir nicht einfach nur an Neuseeland vorbeifliegen wollten, haben wir uns entschlossen zumindest Auckland und Umgebung zu besuchen. Und es hat sich gelohnt! Es war so wunderschön, dass wir uns vorgenommen haben, noch mal wieder zu kommen. Allerdings empfehlen wir im deutschen Winter nach NZ zu fliegen, also wenn dort Sommer ist. Wir haben schon oft gehört, dass es in den übrigen Monaten häufig regnen soll und auch wir hatten von den sechs Tagen drei Tage Regenwetter. Wir waren Mitte April dort, also im neuseeländischen Herbst.

Allgemeines zu Auckland

Auckland liegt im Norden auf der Nordinsel und ist die größte Stadt Neuseelands. Sie ist sogar als drittlebenswerteste Stadt der Welt ausgezeichnet. Das würden wir jetzt nicht unbedingt bestätigen, weil wir schon viele Städte gesehen haben, die wir schöner fanden, aber das ist ja auch Geschmacksache. Das Zentrum ist relativ lebhaft, bunt und man kann gut essen gehen, was allerdings auch ziemlich teuer ist. Aber es gibt zahlreiche Wahlmöglichkeiten und auch viele Imbissstände mit italienischem und asiatischem Essen, was günstiger ist. Generell sind die Lebenshaltungskosten aber schon hoch. Dafür fährst du nur eine knappe Stunde, um an die traumhaften, wilden Strände der Westküste zu gelangen.

Vom internationalen Flughafen bis ins Zentrum kannst du ganz bequem mit Skybus fahren, der direkt am Eingang vom Flughafengebäude hält. Die Kosten liegen bei umgerechnet ca. 9-10€ pro Erwachsener.

Unterkunft

Für uns war es wichtig eine Unterkunft mitten im Zentrum zu haben, was das Ganze nicht gerade günstig gemacht hat. Aber wie gesagt, günstig geht in NZ sowieso kaum. Wir sind im Shakespeare Hotel* untergekommen, in dem sich unten im Keller auch eine Brauerei inkl. Kneipe und im Obergeschoss ein Restaurant befindet. Die Lage ist absolut zentral und die Zimmer shakespearmäßig gemütlich mit Polstersessel und dicken, schweren Gardinen. Aber sehr ok! Wir hatten für ein Dreibett-Zimmer ohne Frühstück 100€/Nacht gezahlt.

Weitere Unterkünfte findest du hier: Unterkünfte in Auckland*

Shakespeare Hotel, Auckland
Shakespeare Hotel, Zimmer

Mietwagen und Parken

Wenn du mehr als nur Auckland Stadt sehen möchtest, brauchst du definitiv einen Mietwagen. Wir haben uns einen bei Avis ausgeliehen. Das liegt direkt um die Ecke vom Shakespeare Hotel und es ging alles sehr unkompliziert.

Das Parken ist so eine Sache, weil es im Parkhaus sehr teuer ist. Es gibt zwar meistens einen Nachttarif, der ca. 10€/Nacht kostet, aber da musst du dann auch schon um 6 Uhr morgens wieder rausfahren, sonst wird es deutlich teurer. Am besten du suchst dir möglichst einen Parkplatz in den Straßen. Es gibt schon einige Parkplätze am Straßenrand und ab 18 Uhr bis zum nächsten Morgen 8 Uhr, ist das Parken frei

Auckland Zentrum – Queen Street

Wenn du gerne shoppen und mal andere Sachen und Marken, als in Deutschland sehen möchtest, dann lauf durch die Queen Street. In dieser langen Einkaufsstraße reiht sich Geschäft an Geschäft. Auch, wenn du Hunger hast, wirst du hier und auch in den Nebenstraßen drumherum in jedem Fall fündig.

Queen Street, Auckland

Auckland Domain Park

Der Domain Park ist Aucklands ältester, öffentlicher und mit 75 ha auch mit größter Park. Auf den von Bäumen beschatteten Parkwegen läuft es sich wirklich herrlich. Wenn du gut zu Fuß bist, erreichst du ihn auch ohne Taxi vom Zentrum aus 🙂 Es gibt auch einen tollen Wintergarten und vom War Memorial Museum aus, das auf einem Hügel liegt, hast du einen tollen Blick auf die Stadt.

Weitere Cityparks, in denen wir nicht waren, die aber auch sehr schön sein sollen, sind der Cornwall Park und der Botanische Garten.

Domain Park, Auckland
Domain Park, Auckland
Domain Park, Wintergarten

Auckland – Mount Eden Vulkan

Der erloschene Vulkan, mitten in der Stadt, den man begehen kann, ist wohl die beliebteste Attraktion in Auckland. Du kannst entweder mit dem Auto hinfahren und unten am Fuße auf einem der vielen Parkplätze parken oder du fährst mit dem Bus, der auch dort hält. Wir waren mit dem Auto dort, hatten aber leider keine Zeit um großartig auszusteigen, weil wir unseren Mietwagen wieder abgeben mussten.

Du kannst aber auf jeden Fall bis zum Gipfel des Vulkans laufen , von wo aus du wohl den schönsten Ausblick der ganzen Stadt hast.

Auckland Sky Tower

Eine weitere tolle Aussicht hast du vom Skytower, der auch mitten in der Stadt liegt und mehrere Aussichtsplattformen bietet: auf 182 Meter Höhe, 191 Meter und eine weitere unter freiem Himmel auf 220 Meter Höhe. Die unterste Aussichtsplattform verfügt sogar über einen Glasboden. Für Essen und Trinken ist in dem Drehrestaurant und der Bar gesorgt, die sich in einer Stunde einmal um die eigene Achse drehen.

Auckland Tipps

Auckland Waterfront

Neben dem großen Hafen liegt Aucklands Waterfront. Eine schön angelegte Promenade führt dich an vielen netten Cafés und Restaurants vorbei, den Skytower immer im Hintergrund. Richtig cool fanden wir, relativ am Ende gelegen, das Headquarters. Hier herrschte eine tolle Stimmung mit guter Musik. Und es gibt sehr gute Cocktails.

Waterfront, Auckland, Neuseeland
Café Headquarters, Waterfront, Auckland

Parnell Village

Parnell Village ist Aucklands ältester Vorort und die Häuser sind teilweise noch im Kolonialstil. Es ist ziemlich süß dort, viele kleine Cafés. Und oft sind hinter den Häusern noch versteckte Terrassen von weiteren Cafés oder Boutiquen.

Parnell Village
Parnell Village
Café Wake Up im Parnell Village, Auckland
Café Wake Up im Parnell Village

Ausflug nähere Umgebung – Karekare Beach

In unter einer Stunde kommst du, wenn du in Auckland bist, mit dem Auto an die tollen Westküstenstrände. Da wir nicht alles machen konnten, haben wir uns für Karekare Beach und Piha Beach (siehe nächster Tipp) entschieden.

Der Karekare Beach hat etwas mystisches und zauberhaftes an sich. Ein endlos schwarzer und langer, breiter, fast menschenleerer Sandstrand, an dem du ewig entlang spazieren kannst, erwartet dich. Der Sand glitzert und die weißen Muscheln, die teilweise verstreut dort liegen, runden diese einzigartige Schönheit ab. Vom Parkplatz aus läufst du außerdem einen traumhaft schönen, von hügeligen grünen Wiesen umgebenen Pfad zum Strand. Der Karekare Beach ist übrigens auch Filmkulisse für den Film „Das Piano“ gewesen.

Weg zum Karekare Beach, Neuseeland
Vater und Tochter bauen Muschelbilder am Karekare Beach, Neuseeland
Karekare Beach, Neuseeland

Ausflug nähere Umgebung – Piha Beach

Vier Kilometer vom Karekare Beach entfernt, liegt der Piha Beach. Und auch hier ein langer breiter, aber gelber Strand. Felsen, die dem Ganzen eine gewisse Mystik verleihen und kleine, mit hohem Gras bewachsene Sanddünen, zwischen denen es sich herrlich umherlaufen lässt. Es gibt auch die Möglichkeit zu Aussichtspunkten hoch oben auf die mit Gras und Büschen bewachsenen Felsberge zu klettern. Vor dem Strand befindet sich noch ein Campingplatz inkl. Spielplatz. Am Piha Beach ist es nicht mehr ganz so menschenleer, aber trotzdem sehr angenehm. Im Sommer wird hier aber vermutlich sehr viel mehr los sein, weil es auch einer der beliebtesten Surferstrände ist.

Auckland Tipps, Piha Beach, Neuseeland
Piha Beach, Neuseeland

Ausflug längere Fahrt – Hobbiton

Für uns hat ein Besuch von Hobbiton, wenn wir schon mal in der Nähe sind, einfach dazugehört. Die Entfernung zu Auckland liegt bei 180 km, was eine ungefähre Fahrtzeit von 2 bis 2,5 Stunden sind. Wir haben auch direkt die erste Tour morgens um 9 Uhr mitgenommen, damit wir noch Fotos, ohne viele Menschen drauf, knipsen konnten 😀

Zumindest die Tour am Morgen war sehr entspannt. Du steigst in einen Reisebus, der dich zur Filmkulisse fährt (ca. 10 Minuten Fahrt vom Parkplatz aus) und dort gehst du mit einem Guide, der ausführlich über die einzelnen Szenen des Films spricht und erklärt, was, wofür, wo und wie lange extra errichtet oder gebaut wurde. Wirklich sehr interessant! Und so wie du es vermutlich schon auf vielen Fotos gesehen hast, ist es tatsächlich auch. Eine absolut bezaubernde und detailverliebte kleine Landschaft. Die Häuschen dürfen natürlich nicht berührt werden, aber in eins darf man sogar mal reingehen. Am Schluss bekommst du noch ein echtes Hobbit-Bier im Dragons Inn, wo auch Frodo und Bilbo Beutlin schon gefeiert haben. Die Tour dauert ca. 1,5 Stunden.

Hobbiton Movie Set, Neuseeland
Auckland Tipps, Hobbiton

Ausflug längere Fahrt – Waitomo Caves

Ungefähr genauso weit von Auckland aus, ist es zu den Waitomo Caves. Wir haben das allerdings mit Hobbiton verbunden, denn von da aus sind es ca. 80 km und 1 bis 1,5 Stunden Fahrtzeit. Beides zusammen also perfekt für einen Tagesausflug.

Die Waitomo Caves sind berühmt für ihre Glowworms. Das sind aber keine Glühwürmchen wie man vielleicht meint, sondern durchsichtige, wurmförmige Pilzmückenlarven, die an den Decken der Höhlen hängen. Die Larven geben ein bläuliches Licht ab und in den dunklen Höhlen sieht das traumhaft schön aus. Durch das Licht werden Insekten angelockt, die sich in den Fäden verfangen. Die Larve holt den Faden dann mit der Beute ein.

Hier hast du die Wahl zwischen einer ca. 45-minütigen Führung mit den Massen oder einer privaten Tour mit ca. 10 Teilnehmern, bei der du vorher noch über die traumhaft hüglig-grüne Landschaft dort spazierst und dir dann in Ruhe die Höhlen anschaust. Wir hatten uns für letzteres entschieden und haben eine Tour bei Spellbound gebucht. Die ganze Tour ging ca. 3 Stunden. Unsere detaillierten Erlebnisse kannst du übrigens in unserem Weltreise Tagebuch nachlesen: Weltreise Tagebuch – Auckland und Umgebung

In den Glowworm Caves, Neuseeland
In den Glowworm Caves
Stalaktiten Höhle, Auenland, Neuseeland
Stalaktiten Höhle

Ausflug längere Fahrt – Coromandel Driving Creek Railway

Achtung, evtl. nur für Kids interessant. Die Driving Creek Bahn in der Coromandel-Region liegt ca. 170 km von Auckland entfernt und auch hier fährst du ca. 2,5 Stunden mit dem Auto. Diese kleine Schmalspurbahn ist eine Berg- und Talbahn und schraubt sich knapp 3 km einen bewaldeten Berg hinauf und endet oben auf einer Aussichtsplattform. Während der Fahrt fährt sie auch durch Tunnel und über Brücken. Und da das ganze Gelände früher einmal eine riesige Töpferei gewesen ist und die Einnahmen daraus teilweise für die Errichtung dieser Bahn verwendet wurden, stehen deshalb noch überall Vasen und Skulpturen aus Ton an den Gleisen.

Das ganze Erlebnis ist ganz nett, aber wenig spektakulär wie wir fanden. Aber evtl. für kleinere Kids unter 6 Jahre ein Highlight.

Driving Creek Railway, Coromandel, Neuseeland
Auckland Tipps, Driving Creek Railway
Aussichtsplattform

Damit sich die lange Fahrt aber auch lohnt, fährst du am besten weiter zur Cathedral Cove (siehe nächster Tipp). Auf dem Weg dahin lege einen Mittagspausenstop in Lukes Kitchen in Kuaotunu ein (ca. 30 km und eine halbe Stunde von der Railway entfernt). Dort gibt es die beste Pizza in teilweise ungewöhnlichen Varianten. Das kleine gemütliche Café-Restaurant liegt außerdem am Meer.

Luke's Kitchen in Kuaotunu, Neuseeland

Ausflug längere Fahrt – Cathedral Cove

Die Entfernung von Auckland aus beträgt 180 km und ca. 2,5 Stunden Fahrtzeit. Wenn du es mit der Driving Creek Railway verbindest, sind es knapp 60 km und ca. eine Stunde Fahrtzeit.

Die Cathedral Cove ist eine Bucht am Strandabschnitt der Mercury Bay und ist vor allem bekannt für die Cathedral Cave. Dem Höhlenfelsen am Strand, wo auch schon Teile aus den Filmen „Die Chroniken von Narnia“ gedreht wurden. Der Höhlenfelsen bildet eine Art Brücke, unter welcher du herlaufen kannst und auch musst, wenn du auf die andere Seite möchtest. Der Strand dort und generell die Natur ist mal wieder traumhaft schön. Selbst als wir da waren und das Wetter eher weniger gut war. Vom Parkplatz aus, oberhalb der Bucht, läufst du ca. 45 Minuten einen tollen Weg runter zur Bucht.

Cathedral Cave in der Cathedral Cove Bucht Neuseeland
Cathedral Cave
Auckland Tipps, Cathedral Cove

Nur ein paar Kilometer weiter südlich liegt der ebenfalls sehr bekannte Hot Water Beach. Hier tritt an einem kleinen Abschnitt Thermalwasser aus, welches durch die heißen Gesteinsschichten, ca. 2 km unterhalb der Erdoberfläche, die noch Reste vulkanischer Aktivität sind, angenehm warm ist. In der Zeit, wenn Ebbe ist und der Bereich nicht von Meerwasser bedeckt ist, buddeln Einheimische und Touristen kleine Mulden, um in dem warmen Wasser zu baden.

Weitere Ausflugsmöglichkeiten in und um Auckland:

Hast du noch mehr Tipps? Dann schreibe das gerne in die Kommentare unten!

Unser Weltreise Tagebuch zu Auckland kannst du hier nachlesen: Weltreise Tagebuch – Auckland und Umgebung

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