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Berlin – Eine Liebeserklärung (und Guide durch die Stadt)

Fernsehturm, Berlin

(Der Beitrag ist laaaaang. Ihr dürft also auch gerne nur das lesen, was euch interessiert 😉 Einfach im hier folgenden Inhaltsverzeichnis auf eine Überschrift klicken und ihr gelangt direkt dorthin.)

 

Inhaltsverzeichnis

Liebeserklärung

     Meine Heimat

Kleiner Kindheitsrückblick (inkl. Tipps)

     Marzahn

     Hohenschönhausen

Kurze Anmerkung

Spaziergänge

     Spaziergänge mit Hotspots

          Spaziergang 1 – Immer an der Spree entlang – Vom Monbijoupark bis zum Hauptbahnhof (Stadtteil Mitte)
          Spaziergang 2 – Vom Alex bis zum Potsdamer Platz (oder bis zur Siegessäule)  (Stadtteil Mitte)
          Spaziergang 3 – Entlang der Eastside-Gallery (Stadtteil Friedrichshain)

     Spaziergänge mit Shopping und Verpflegung

          Spaziergang 1 – Wunderschönes Prenzlberg
          Spaziergang 2 – Chilliges Friedrichshain
          Spaziergang 3 – Gesehen und gesehen werden in Mitte rund um die Alte und Neue Schönhauser Straße
          Spaziergang 4 – Liebling Kreuzberg (in genau, Kreuzberg)

Rooftopbar-Tipp

Fazit

 

Liebeserklärung

„Berlin, Berlin, Berlin ..., Du bist so wunderbar ...“.

Also ich mag dieses Lied. Es drückt genau diese Leichtigkeit, diese Art spröde und simple Coolness aus, die Berlin hat, ist und lebt.

Der Song stammt von Kaiserbase bzw. vom Berliner Musiker Robert Phillip (geb. 11.8.1971 in Kreuzberg). Und das Ganze war eigentlich auch nur ein Zufall. Es war nicht eingeplant, dass dabei ein nun so bekannter Song rauskam. Und auch das passt zu Berlin. Alles ist so ungewollt und ohne Zwang. Und das macht so sehr den Charme aus.

Es gibt diese Städte, die alles tun, um szenig und stylisch zu sein. Und dann gibt es Berlin. Berlin ist es einfach. Es hat sich einfach entwickelt und ist irgendwann zum Selbstläufer geworden.

 

 

Meine Heimat

Berlin ist meine Heimatstadt. Und vermutlich ist diese Stadt auch zum großen Teil deshalb meine Lieblingsstadt. Wobei „Lieblingsstadt“ noch viel zu untertrieben ist. „Herzensstadt“ passt schon besser.

Berlin erinnert mich an frühere Zeiten. An meine Kindheit. Und Berlin hat noch dazu diese Eigenschaften, die so gut tun: locker, lässig, aber vor allem auch ehrlich, einfach und bodenständig.

Das betrifft vor allem das echte Berlin mit den echten Berlinern. Das ist noch mal ein großer Unterschied zum unechten Berlin mit den unechten Berlinern. Also die ganzen neuen Shoppingcenter zum Beispiel, die das Stadtbild nicht immer verschönern. Und die Leute, die sich in Berlin niederlassen und deshalb dann also cool und hip sind (??)

Denn das hat eher etwas mit oberflächlicher Coolness zu tun. Die gibt es in Berlin natürlich auch. Und das nicht wenig. Das sind aber die Leute. Das hat nichts mit der Stadt an sich zu tun. Die bleibt einfach und ehrlich mit trockenem Humor und spröder Coolness.

Ihr merkt schon, das wird kein „normaler“ Berlin-Tipps-Beitrag. Sondern auch etwas über mein persönliches Empfinden für diese Stadt. Tatsächlich werde ich schon wieder wehmütig, wenn ich das hier so schreibe und möchte am liebsten sofort losfahren.

Wann immer ich hinein fahre in die Stadt (mind. 1 x im Jahr), sei es mit dem Zug oder dem Auto, sofort packt mich dieses Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit. Gepaart mit eben ein bisschen Wehmut. (Und wenn ich will, kann ick och noch sehr jut berlinern :-))

Ach, ich liebe diese, meine Stadt!

Kleiner Kindheitsrückblick (inkl. Tipps 🙂 )

Ich komme aus Ost-Berlin. Aufgewachsen bis ich 9 Jahre alt war in Hohenschönhausen und Marzahn. Oh Gott, „Marzahn“ mögen jetzt einige denken. Plattenbau und sozialer Abstieg. Ja, vielleicht in der heutigen Zeit. Aber früher, ich rede von den 80-er Jahren, war es toll. Mal abgesehen von der Berliner Mauer mit dem ganzen Drumherum, hatte ich eine tolle Kindheit. Und wo gibt es heute noch bezahlbare Mietwohnungen, inkl. zwei Badezimmern und drei großen Kinderzimmern (ich habe zwei Brüder)? Dazu ein Riesen-Spielplatz vor der Tür. Schule und Kindergarten quasi direkt hinter dem Haus. Plattenbausiedlungen waren gar nicht so schlecht. Damals.

 

 

Marzahn-Tipp

Wir befinden uns also gerade in Marzahn und da komme ich auch schon zum ersten Tipp:

Ende der 80-er Jahre wurde in Marzahn die Berliner Gartenschau eröffnet.

Eine 21 Hektar große Anlage zwischen Eisenacher Straße und Blumberger Damm (damals Otto-Buchwitz-Straße). Blumen über Blumen, toll angelegt inkl. Streichelzoo und Naturlehrpfad. Dazwischen standen Märchenfiguren und jede Menge Springbrunnen. Meine Eltern sind mit uns Kindern sehr häufig dorthin gegangen.

Mittlerweile ist daraus eine internationale Schau der Gärten entstanden. Und vom 13. April bis 15. Oktober 2017 findet dort die IGA Berlin 2017 unter dem Motto „Ein MEHR aus Farben“ statt. Ganz bestimmt sehr sehenswert!

Ein weiterer Tipp für Marzahn und für alle, die sich für das alte Berlin interessieren, ist Alt-Marzahn. Es ist klein und beschaulich, aber typisch berlinerisch mit schönen (niedrigen :-)) Häusern, dem alten Kopfsteinpflaster und der Bockwindmühle. Das ganze Ensemble steht sogar unter Denkmalschutz. Eine Rast könnt ihr im Marzahner Krug einlegen. Hier gibt’s u.a. auch Berliner Hausmannskost.

Plattenbau in Berlin-Marzahn

Plattenbau in Berlin-Marzahn

Alt-Marzahn mit Bockwindmuehle im Hintergrund

Alt-Marzahn

Hohenschönhausen

In Hohenschönhausen habe ich die ersten vier Jahre meines Lebens verbracht. Wir haben in der Orankestraße gewohnt. Keine Platte, aber ein Villenviertel mit großer Beliebtheit bei der Stasi. Zumindest damals. (Nein, wir hatten damit nichts zu tun.)

 

 

Orankestraße und Orankesee

Die Orankestraße ist heute noch wunderschön mit den vielen tollen Häusern, den Birken, welche die Straße an beiden Seiten säumen, dem Kopfsteinpflaster und dem Orankesee ums Eck. Strandbad inklusive.

Wer das echte Berlin sehen möchte, macht hier einen Spaziergang:

Mit dem Auto bis zur Orankestraße/Ecke Konrad-Wolf-Straße fahren. Dort einen Parkplatz suchen. Zu Fuß die Orankestraße bis zum Ende gehen. Rechts einmal um den Orankesee herum oder mit Stopp im Strandbad (je nach Jahreszeit). Dann weiter um den Obersee herum (liegt direkt daneben) und zurück zur Orankestraße.

Übrigens der Biergarten am Orankesee hat wohl geschlossen, aber ab Sommer 2017 wird neu eröffnet: Die Seeterrassen.

Am Obersee gibt es noch die Bar im Wasserturm. Kann man auch für Hochzeiten, Geburtstage oder andere private Veranstaltungen mieten. Sehr nett.

Blick in die Orankestrasse Berlin Hohenschönhausen

Orankestrasse Berlin Hohenschönhausen

Blick auf das Strandbad Orankesee, Berlin Hohenschönhausen

Strandbad Orankesee, Berlin Hohenschönhausen

So, das war zu Anfang mein ganz persönlicher Ausflug in meine Kindheit und den dazugehörigen Stadtteilen und Erinnerungen. Wer sich jetzt fragt, was danach gekommen ist, also nach den ersten 9 Jahren meines Lebens, dem sei nur kurz gesagt „Da sind wir rüber.“ Das war am 12. Mai 1989. Also ein halbes Jahr vor dem Mauerfall. Aber das ist eine andere Geschichte.

Zurück zu Berlin.

 

 

Kurze Anmerkung

Diese Stadt hat soooo viel zu bieten. Das macht es wirklich schwer darüber zu schreiben. Wer jetzt hofft, dass ich über die typischen Berliner Sehenswürdigkeiten schreibe, der wird leider enttäuscht. Das wird auch kein „Das-sind-die-hippsten-Bars-und-angesagtesten-Clubs-Beitrag“. Zumal das auch Quatsch wäre, da sich das ständig ändert. Nein, das ist ein Beitrag über Mein Berlin. Wie ich es empfinde und was ich an der Stadt so liebe. Und was ich dort mache, wenn ich da bin.

Nachmachen erwünscht.

 

Wer zu manchen Dingen genauere Informationen braucht, der informiert sich am besten auf Visit Berlin.

Außerdem gibt es von Visit Berlin die App Going Local Berlin. Auch was für Berlin-Kenner. Dort sind über 700 Kiez-Tipps für alle 12 Bezirke zu finden.

Ach, und Berlin ist auf jeden Fall auch gut mit Kind machbar. So viele Spielplätze und Parks und kinderfreundliche Cafés. Hierzu noch ein App-Tipp: mit der Spielplatztreff-App findet ihr Spielplätze in Berlin und vielen anderen deutschen Städten.

 

 

 

Spaziergänge

Die jetzt folgenden Spaziergänge habe ich schon oft gemacht und sie sind immer wieder schön. Also auch etwas für diejenigen, die nicht zum ersten Mal nach Berlin fahren.

 

 

Spaziergänge mit Hot Spots

 

Spaziergang 1 – Immer an der Spree entlang – Vom Monbijoupark bis zum Hauptbahnhof (Stadtteil Mitte)

Dieser Spaziergang ist ca. 3 km lang. Je nachdem, welche und wie viele Spots man mitnimmt, kann man schon mal den ganzen Tag dafür einplanen. Das ist aber flexibel zu gestalten. Je nachdem wieviel Zeit vorhanden ist und was man sehen bzw. machen möchte. (Und natürlich auch je nach Wetter.)

 

 

Der Monbijoupark

Zum Monbijoupark kommt ihr entweder mit der Trambahn, Ausstieg Monbijouplatz oder mit der S-Bahn, Ausstieg Hackescher Markt.

Der Monbijoupark liegt mitten in Mitte und ist ein beliebter Treffpunkt für Berliner und Touristen. Im Sommer ist der Park eigentlich immer voll. Es gibt viele Liegewiesen und Grillplätze. Einem Picknick steht hier also nichts entgegen.

Auch für Kinder richtig schön, denn neben einem Spielplatz gibt es auch noch ein Kinderbad.

Ich mag diesen Park. Dort herrscht eine chillige Atmosphäre und rundherum gibt es zig Möglichkeiten, für weitere Aktivitäten.

 

 

Strandbar Mitte

Direkt hinter dem Park, an der Spree, liegt die Strandbar Mitte. Das war eine der ersten Strandbars überhaupt in Berlin. Hier kann man auf Bänken, Stühlen, Liegestühlen oder auf Mauer, Treppe und Wiese sitzen und den tollen Blick auf die Spree genießen. Es ist Selbstbedienung angesagt und es ist immer voll. Es geht aber trotzdem schnell. Das Personal ist echt gut drauf. Sogar Palmen sind gepflanzt worden. Urlaubsfeeling pur also.

Für alle Museumfans: direkt gegenüber befindet sich die Museumsinsel.

 

 

Grill Royal

Von der Strandbar Mitte rechts haltend, geht ihr weiter, direkt an der Spree entlang. Rüber über die Ebertbrücke bis zum Grill Royal. Das ist ca. 1 km. Ich selbst war noch nicht im Grill Royal. Ist nicht so mein Ding. Aber der Grill soll ja einer DER Places-to-be sein. Angeblich sollen schon Leonardo DiCaprio, Scarlett Johansson, Samuel L. Jackson usw. da gewesen sein. Ein A-Promi-Treff also. Zum Essen gibt es edle Steaks zu vermutlich nicht gerade günstigen Preisen. Die kleine Schwester Le Petit Royal wurde übrigens letztes Jahr (2016) am Savignyplatz eröffnet.

Wer Lust hat, kann nach dem Grill Royal rechts ein Stück die Friedrichstraße hochgehen und sich den Friedrichstadtpalast anschauen.

 

 

Tränenpalast

DDR-Interessierte gehen über die Brücke auf die andere Seite der Spree und schauen sich den Tränenpalast an. Die ehemalige Ausreisehalle der Grenzübergangsstelle Bahnhof Friedrichstraße. Tränenpalast, weil hier früher zu DDR-Zeiten die Leute, die in den „Westen“ gehen durften oder Freunde und Verwandte, die im Westen wohnten und nur zu Besuch da waren, von ihren Familien und Freunden verabschiedet wurden. Und da gab es eben auch oft viele Tränen. Meine Eltern standen auch häufig dort, deswegen hat es für mich auch noch mal eine besondere Bedeutung.

Die Ausstellung ist aber auch für Nicht-Betroffene sehr interessant. Es wird genau erklärt wie das früher alles abgelaufen ist. Und vor allem ist der Eintritt frei.

 

 

Ständige Vertretung

Ansonsten geht’s weiter die Spree entlang auf dem Schifferbauerdamm. Vorbei an der Kneipe Ständige Vertretung. Eine Kölsch-Kneipe (mit kleiner Speisekarte), die sich als die Vertretung der rheinischen Kultur in Berlin versteht.

 

 

Reichstag und Bundestag

Und dann kommt auch schon das Reichstagsgebäude und der Bundestag. Hier kann man mal ein bisschen herumschlendern. Wirklich imposante Gebäude. Wer die Reichstagskuppel von innen sehen möchte, sollte sich schon von zu Hause aus online für einen Besuch anmelden. Das könnt ihr hier machen.

Wer sich spontan entscheidet, muss sich erst persönlich bei der Serviceaußenstelle des Besucherdienstes (in der Nähe des Reichstagsgebäudes neben dem Berlin-Pavillon an der südlichen Seite der Scheidemannstraße) anmelden. Bei freien Platzkapazitäten werden dort bis zu zwei Stunden vor dem Besuchstermin sogenannte personenbezogene Zutrittsberechtigungen ausgestellt.

 

 

Capitol Beach und Hauptbahnhof

Und dann habt ihr es auch schon geschafft. Am Capitol Beach (auf der linken Spreeseite) kann man sich noch einen schönen Cocktail gönnen, bevor man dann zum Hauptbahnhof rübergeht (rechte Spreeseite) und zu seinem Hotel oder wohin auch immer zurückfährt.

Die ganze Strecke an der Spree ist wirklich schön zu laufen und man kann einige Highlights mitnehmen.

Blick auf die Strandbar Mitte, Berlin

Strandbar Mitte, Berlin

Blick auf die Spree, Berlin Mitte
Dampfer auf der Spree, Berlin Mitte

Spaziergang 2 – Vom Alex bis zum Potsdamer Platz oder zur Siegessäule (Stadtteil Mitte)

Auch dieser Spaziergang hält wieder einige Hotspots parat. Es sind ca. 3,5 km, die man zu laufen hat. Und je nachdem, was euch interessiert, könnt ihr einen halben bis ganzen Tag dafür einplanen.

 

 

Alexanderplatz

Los geht’s am Alexanderplatz. Oder Alex wie er liebevoll von den Berlinern genannt wird. Auf diesem Platz war und ist immer ziemlich viel los. Ist ja auch ein zentraler Platz und Verkehrsknotenpunkt in Mitte. Allerdings finde ich hat er ein bisschen seinen Charme verloren, da ziemlich viel an ihm rumgebaut wurde und wird. Und das nicht immer zu seinem Vorteil. Bis auf die Weltzeituhr und der Brunnen der Völkerfreundschaft, erinnert nicht mehr viel an früher. Aber man kann auf dem Alex an den mobilen Imbissen sehr gut Currywurst essen.

 

 

Fernsehturm

Anschließend geht’s zum Fernsehturm. Hier auf jeden Fall hochfahren und die Aussicht genießen. Am besten besorgt ihr euch von zu Hause aus schon Tickets, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Bestellen könnt ihr bspw. hier.

Der Fernsehturm ist übrigens mit 368 m der höchste Turm Deutschlands.

Für mich ist der Fernsehturm DAS Wahrzeichen von Berlin. Und ich muss ihn jedes Mal fotografieren, wenn ich in Berlin bin.

 

 

Neptunbrunnen

Den Fernsehturm im Rücken mit Blick in Richtung Spree, geht ihr geradeaus durch den schön angelegten kleinen Park zum Neptunbrunnen. Ein kleiner Fotostopp ist dieser echt schöne Springbrunnen auf jeden Fall wert.

 

 

Nikolaiviertel

Wen es interessiert, der geht über die Spandauerstraße, links haltend durch das wunderschöne Nikolaiviertel. Das ist Berlins erstes und ältestes Wohnviertel. Es hat ein tolles Altstadtflair, es gibt viele, viele schöne Cafés und Restaurants, kleine Shops und natürlich die Nikolaikirche. Außerdem ist das Viertel autofrei.

Restauranttipp für Altberlin-Fans und rustikaler Küche: Mutter Hoppe.

 

 

Lustgarten und Schlossplatz

Zurück oder weiter, je nachdem, geht’s auf der Karl-Liebknechtstraße, die dann zum Schloßplatz wird. Über die Spree rüber, vorbei am Lustgarten (auf jeden Fall sehr nett für eine kleine Rast auf der Wiese oder am Brunnen) und am Schlossplatz (der historischen Mitte Berlins).

 

 

Unter den Linden

Ab hier beginnt die tolle Prachtstraße und Flaniermeile Unter den Linden. Sie führt direkt zum Brandenburger Tor und hat einige tolle Bauten auf der Strecke wie zum Beispiel die Humboldtuniversität, die Neue Wache und die Staatsoper. Es ist wirklich toll dort entlang zu laufen, auch wenn dort (vor allem in der schönen Jahreszeit) Massen an Touristen sind. Sollte man aber trotzdem nicht verpassen.

 

 

Bebelplatz

Macht einen Abstecher zum Bebelplatz, der auch direkt am Unter-den-Linden-Boulevard liegt. Und zwar auf Höhe der Humboldtuni, aber auf der anderen Seite. Dort steht ein unterirdisches Denkmal anlässlich der „Bücherverbrennung“ der Nationalsozialisten. Zu sehen ist eine in den Boden eingelassene Bibliothek mit leeren Regalen, die in der Mitte des Bebelplatzes durch eine Kunststoffscheibe betrachtet werden kann. Echt interessant und ein Foto wert.

 

 

Pariser Platz und Brandenburger Tor

Vom Bebelplatz bis zum Pariser Platz und Brandenburger Tor ist es dann noch ein guter Kilometer. Es liegen noch einige Geschäfte, Cafés und Restaurants auf der Strecke sowie das Nivea Haus und Madame Tussauds.

 

 

Straße des 17. Juni, Tiergarten und Siegessäule oder Potsdamer Platz

Wer lieber noch ein bisschen spazieren mag, geht weiter geradeaus die Straße des 17. Juni entlang, durch den Tiergarten (auch Central Park von Berlin genannt) durch bis zur Siegessäule (manche sagen auch Goldelse).

Oder, wenn ihr lieber noch shoppen wollt, biegt links nach dem Brandenburger Tor ab auf die Ebertstraße, vorbei am Denkmal für die ermordeten Juden und von da aus noch ca. 500 bis zum Potsdamer Platz.

Der Potsdamer Platz ist wirklich schön, auch wenn ich persönlich lieber das alte Berlin mag. Es sind aber sehr viele Cafés und Restaurants entstanden. Ein richtiges Ausgehviertel. Und jedes Jahr im Februar ist der Potsdamer Platz Mittelpunkt der Berliner Filmfestspiele der Berlinale.

Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz, Berlin

Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz, Berlin

Blick auf den Fernsehturm, Berlin
Aussicht vom Fernsehturm, Berlin

Aussicht vom Fernsehturm, Berlin

Brandenburger Tor, Berlin

Spaziergang 3 – Entlang der Eastside-Gallery (Stadtteil Friedrichshain)

 

Mein dritter Spaziergang, den ich euch vorstellen möchte, startet am Anfang der Eastside- Gallery. Um dort hinzukommen, nehmt ihr am besten die U-Bahn und fahrt bis Warschauer Straße. Beim Rauskommen haltet ihr euch links Richtung Spree und geht bis runter zur Mühlenstraße. Da beginnt dann die ca. 1,3 km lange und längste Open-Air-Galerie der Welt. Hier stehen Überreste der Berliner Mauer, auf der Künstler aus aller Welt ihr Kunstwerk verewigt haben.

(Übrigens befinden sich in der Nähe auch die beiden bekannten Clubs Watergate und Berghain. Für Fans der elektronischen Musik zu empfehlen.)

 

Entlang der Eastside- Gallery gab es immer schon so einige Beachbars, die hinter der Mauer direkt an der Spree gelegen haben. Einige sind leider schon wieder geschlossen. Sie mussten Platz machen, weil in der Ecke sehr viel gebaut wird. Momentan gibt es bspw. noch den Captains Beach, welcher zum Pirates Berlin gehört. Das findet ihr direkt am Anfang der Gallery, an der Oberbaumbrücke. Und am Ende der Gallery das YAAM (auf Höhe des Ostbahnhofs). Eine coole Beachbar und auch Club. Es gibt sogar eine Kids Corner.

Am Ostbahnhof kann der Spaziergang enden oder aber, wenn ihr gut drauf seid, lauft ihr einfach weiter die Spree entlang, bis zum Nikolaiviertel. Das sind dann noch mal knapp 2 km.

Eastside-Gallery
Gemälde Eastside-Gallery
Gemälde an der Eastside-Gallery
Eastside-Gallery
Eastside-Gallery, Berlin

Spaziergänge mit Shopping und Verpflegung

So, weiter geht’s mit Spaziergängen für diejenigen unter euch, die gerne auch mal shoppen und dabei zwischendurch kleine Päuschen in netten Cafés verbringen 🙂

 

 

 

Spaziergang 1 – Wunderschönes Prenzlberg

Eigentlich heißt es ja Prenzlauer Berg, aber die Berliner nennen es auch gerne Prenzlberg. Das ist einer der ersten Stadtteile Berlins, die nach der Wende szenig wurden. Und das ist auch heute noch so. Da ist es eigentlich überall richtig nett. Coole Cafés, hier und da mal ein Spielplatz, nette Boutiquen und teilweise noch typische Berliner Häuser und Straßen wie man sie sich vorstellt: mit Kopfsteinpflaster und tollen Altbauten. Und oben drauf das Gefühl eines easy livings.

Plant übrigens mal den ganzen Tag hierfür ein.

 

 

Zionskirchplatz

Mein Start ist am Zionskirchplatz. Ein wunderschöner grüner Platz mit einer noch schöneren Kirche in der Mitte. Und rundherum tolle Möglichkeiten zum Frühstücken.

Hinkommen könnt ihr mit der Trambahn, Haltestelle Zionskirchplatz.

Mein Frühstückstipp: Die Kapelle (direkt am Zionskirchplatz)

Hier gibt’s alles, was das gesunde Herz begehrt. Auch für Vegan-Fans. Das Frühstück ist riesig, unglaublich lecker und nett zubereitet. Der Kaffee ebenfalls. Die Preise sind absolut ok. Probiert es aus. Bei schönem Wetter kann man auch draußen sitzen.

Ansonsten gibt es noch ganz, ganz viele weitere Frühstücksmöglichkeiten in und um der bzw. die Kastanienallee herum, wo der Spaziergang weitergeht.

 

 

Die Kastanienallee

Ich liebe sie, die Kastanienallee. Das ist für mich eine richtige typische alte Berliner Straße. Das erste Mal war ich 2003 dort. Da gab es noch nicht ganz so viele Cafés und kleine Läden wie jetzt. Aber ich habe mich trotzdem damals schon in diese Straße verliebt. Auch alles, was drumherum ist, erinnert mich an das alte Berlin. Ich finde es ist einfach eine andere Welt. Und ich finde man wird inspiriert, einfach nur, dadurch, dass man da ist. 

Diese Straße lauft ihr also einfach bis zum Ende ab. Lasst euch treiben und trinkt hier und da mal einen Kaffee oder einen gesunden Smoothie. Setzt euch irgendwo auf eine Bank und beobachtet die Leute. Ich finde es einfach toll.

Nette Geschäfte gibt es auch. Mal was anderes als die üblichen Ketten.

 

 

Kauf Dich glücklich

Ganz am Anfang findet ihr Kauf Dich glücklich bzw. Glücklich am Park. Eine richtig schöne Boutique mit skandinavischer Mode und Deko über zwei Etagen. Unten gibt’s Eis und sehr leckere Waffeln. Draußen sitzen kann man auch.

Kauf Dich glücklich gibt es ja mittlerweile in vielen Städten. Dieses war der zweite Standort, der eröffnet wurde. Der erste ist auch nicht weit entfernt, in der Oderbergerstraße. Das ist eigentlich eher ein Café. Es gibt aber auch schöne Deko zur Inspiration und zum Kaufen.

Übrigens, die Geschäfte öffnen meist erst ab 12 Uhr mittags. Plant das mit ein.

 

 

Kaffee und Kuchen

Richtig guten Kaffee gibt’s bei Café Kultur. Hier unbedingt auch mal den Flat White probieren.

Geht auch links und rechts in die Oderberger Straße. Auch hier sind so viele gute Cafés wie bspw. Glücklich am Park (wie oben schon erwähnt) und das Engelberg. Das Engelberg ist total nett eingerichtet und hat super leckeren Kuchen. Übrigens nach dem Engelberg die nächste Einfahrt, rechts rein, befindet sich ein Spielplatz. Hier lassen wir Mila immer austoben, nachdem sie mit uns schon brav die Kastanienallee lang gelaufen ist 🙂

 

 

Konnopke’s

Am Ende der Kastanienallee, Kreuzung Eberswalder Straße, befindet sich unter der S-Bahn-Unterführung der berühmte Konnopke’s Imbiss. Mit der wie wir finden besten Currywurst Berlins. Muss man probieren.

 

 

Kulturbrauerei

Weiter geht’s zweimal rechts rum in die Knaackstraße. Dort befindet sich dann auf der rechten Seite die Kulturbrauerei. Dort auf jeden Fall mal durchgehen. Das Gelände besteht aus vielen Höfen mit verschiedensten Einrichtungen wie einem Kino, einem Theater, diversen Veranstaltungsräumen, Clubs und Cafés. Zudem finden in der Kulturbrauerei regelmäßig Konzerte und Festivals statt.

Das ganze Gelände ist 25.000 m² groß und steht mit der einzigartigen Architektur seit 1974 unter Denkmalschutz.

Tipp: Für alle Fahrradfahrfans, Berlin on bike befindet sich auch auf dem Gelände und bietet echt tolle Touren an. Wir haben schon mal die Berliner Mauer-Tour gemacht und waren sehr begeistert.

 

 

Kollwitzplatz und Kollwitzstraße

Anschließend geht ihr die Knaakstraße weiter, bis ihr nach ca. 400m zum Kollwitzplatz (linke Seite) kommt. Rund um den Kollwitzplatz gibt es auch wieder jede Menge Cafés und Restaurants. Ja, genau, man könnte den ganzen Tag nur essen und trinken. Und eigentlich überall ist es schön. Für die Kids gibt es auch wieder einen Spielplatz zum Austoben.

Donnerstags und sonntags findet ab mittags auf dem Kollwitzplatz ein Biomarkt statt. Es gibt aber nicht nur gutes Essen, sondern auch Kinderkleidung und Schmuck zu kaufen. Lohnt sich!

Die an den Platz anschließende Kollwitzstraße könnt ihr gut einmal hoch und runtergehen. Es gibt viel zu sehen. Kleine Boutiquen, Cafés, Bars, Restaurants und am Ende gibt es noch mal einen coolen Spielplatz. Den Abenteuerlichen Bauspielplatz. Festes Schuhwerk wäre hier wichtig.

 

 

Kaffee, Kuchen und sonst noch so

Als Café-Tipp mit super hausgemachten Torten und Kuchen habe ich Anna Blume. (Kollwitzstraße 83) anzubieten. Üppige Blumendekorationen schmücken dieses Café. Sehr nett.

Wer indisch mag, dem ist das Khushi zu empfehlen (Kollwitstraße 37). Sehr lecker und faire Preise.

Und wer noch Zeit und Lust hat und mit Kind unterwegs ist, kann die Kollwitzstraße hochgehen, rüber über die Danziger Straße bis zum Mach mit! Kindermuseum (ca. 350 m von Anna Blume aus).

 

 

Bars am Helmholtzplatz

Ansonsten kann man den Tag dann auch noch bei einem guten Cocktail in einer der netten Bars rund um den Helmholtzplatz ausklingen lassen (vom Kollwitzplatz aus knapp 1 km zu Fuß).

Wir waren bspw. schon in der Wohnzimmer-Bar und in der Zu mir oder zu dir Bar. Beide mit guten Cocktails und sympathischer Stimmung.

Blick auf die Zionskirche

Blick auf die Zionskirche

Blick in die Kastanienallee

Blick in die Kastanienallee

Waffeln essen bei "Kauf dich glücklich"

Waffeln essen bei "Kauf dich glücklich", während Mama shoppt 🙂

Currywurst von Konnopkes

Die beste Currywurst Berlins (von Konnopkes)

Spaziergang 2 – Chilliges Friedrichshain

 

Friedrichshain gehörte zum früheren Ost-Berlin und ist mittlerweile mit Kreuzberg fusioniert. Das wiederum gehörte zum früheren West-Berlin. Beide Stadtteile sind durch die Spree getrennt und gleichzeitig verbunden durch die Oberbaumbrücke. Manche sprechen sogar von Kreuzhain oder Xhain.

Na ja, irgendwie sind die beiden Teile auch ähnlich. Beide gehören zu DEN Szenevierteln mit einem vielfältigen Nacht- und Kulturleben. Ich mag beide sehr. Sie haben wieder viel von dem alten Berlin und auch hier liegt wieder so unglaublich viel Inspiration in der Luft.

Umso geschockter bin ich, seit ich gelesen habe, dass das Areal neben dem Ostbahnhof ein amerikanisches Vergnügungsviertel werden soll. Und das schon im Herbst 2018. Mit Kino, Bowlingcenter und Music Hall. Wieder ein Stück Berlin, was dann verloren geht.

Aber zurück zum Spaziergang.

 

Ihr könnt mit der U-Bahn bis Warschauer Straße fahren. Wenn ihr rauskommt haltet euch rechts. Ihr müsst ca. 500m laufen, bis ihr rechts in die Kopernikusstraße einbiegt. Die nächste Querstraße ist die Simon-Dach-Straße. Hier könnt ihr in einem der vielen Cafés erst mal frühstücken, bevor ihr dann in den Straßen rund um den Boxhagener Platz ausgiebig shoppen könnt. Es gibt eine große Auswahl an kleinen und größeren Lädchen und Boutiquen mit Namen wie Fußgarage, Prachtmädchen oder Superschlüpfer.

Pinke Rohre schmücken hier zudem das Straßenbild. Es handelt sich dabei um Rohre, in denen Grundwasser fortgeleitet wird, welches für Baumaßnahmen abgesenkt werden muß.

 

Ein echt tolles und chilliges Viertel, in dem man viel Zeit verbringen kann. Am Boxhagener Platz findet regelmäßig sonntags auch ein Flohmarkt statt. Außerdem gibt’s hier auch einen Spielplatz. Eine schöne Pause also, wenn man mit Kind unterwegs ist.

Einen richtig schönen Biergarten mit tollem Außenbereich bietet übrigens die Turnhalle. Liegt ganz in der Nähe. Das Gebäude war tatsächlich mal eine alte Turnhalle. Erkennt man noch an den hohen Decken sowie am Mobiliar wie bspw. den Barhockern aus alten Böcken.

 

 

Volkspark Friedrichshain

Wer mit Kindern unterwegs ist, kann nach der Shoppingtour (sozusagen als Belohnung ;-)) in den Volkspark Friedrichshain gehen. Ist aber auch ohne Shoppingtour ein schönes Ausflugsziel. Auch ohne Kinder. Und besonders bei sonnigem Wetter.

In dem Park war ich als Kind schon sehr oft. Es sind viele tolle Spiel- und Sportplätze vorhanden. Grüne Wiesen, die zum Picknicken perfekt geeignet sind. Es gibt aber auch Cafés und Biergärten wie z.B. den Pavillon. Das Highlight ist der Märchenbrunnen an der Westspitze des Parks. Eine 34 × 54 m große Brunnenanlage im Stil des Neobarock. Zehn Steinskulpturen, jede ein Märchen darstellend wie z.B. Dornröschen, Hänsel und Gretel und Frau Holle, schmücken den Brunnen. Kinder können hier herumplanschen, Erwachsene die Füße ins Wasser halten. Richtig schön dort.

Pinke Rohre in Friedrichshain, Berlin

Pinke Rohre in Friedrichshain, Berlin

Schild über einem Lagen in Friedrichshain mit dem Namen "Superschlüpfer"
Spielplatz am Boxhagener Platz

Spielplatz am Boxhagener Platz

Blick auf den See im Volkspark Friedrichshain, Berlin

Volkspark Friedrichshain

Mutter und Tochter nehmen kleine Abkühlung im Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain, Berlin

Märchenbrunnen

Spaziergang 3 – Sehen und gesehen werden rund um die Alte und Neue Schönhauser Straße (Stadtteil Mitte)

In dieser Ecke Berlins wird man schon mal begutachtet. Von oben bis unten. Hipsternerds und I-want-to-be-a-Model-Weibchen chilllen hier schon mal gerne in der Gegend herum. Trinken einen Low-Fat-Latte oder einen Green Smoothie, verstecken sich dabei hinter riesigen Sonnenbrillen und hoffen darauf entdeckt zu werden.

Es gibt tatsächlich ein paar Modelagenturen in der Nähe. Also gerade laufen, Bauch einziehen und Schultern straffen, wenn ihr diesen Spaziergang macht 😀

 

Alte und Neue Schönhauser Straße

Die Alte und Neue Schönhauser Straße (gehen ineinander über) gehören zu den hippsten Shoppingstraßen Berlins. Die üblichen Ketten findet man hier nicht. Dafür Labels wie Diesel, Replay, Drykorn, Filipa K. und Liebeskind Berlin (natürlich).

Zwischendurch kleinere Boutiquen, Deko-Läden mit skandinavischen Designsachen und Secondhand Stores. Und klar, Cafés, Bars und kleine Restaurants mit Namen wie Pony Bar, Zeit für Brot, Mädchenitaliener und Good Morning Vietnam. Aber auch alles richtig gut. Übrigens der beste Vietnamese für eine Lunchpause ist Monsieur Vuong. Immer voll, immer gut.

Ok, es gibt also viel zu sehen und zu gucken. Ich schlage vor ihr startet an der U-Bahn-Haltestelle Rosa-Luxemburg-Platz und fangt am Ende der Alten Schönhauser Straße an. Auf der rechten Seite kommt übrigens das Hostel Wombat’s City*. Sehr zu empfehlen. Sauber, großzügige Zimmer, Frühstück für ein paar Euro und eine coole Rooftopbar mit günstigen und großen Cocktails.

Geht einfach immer geradeaus, aber schaut auch mal in die Nebenstraßen. Die Alte Schönhauser Straße wird irgendwann zur Neuen Schönhauser Straße. Wenn auch diese zu Ende ist, kreuzt die Rosenthalerstraße. Auch hier befinden sich weitere Geschäfte und Cafés. Sowohl, wenn ihr links abbiegt als auch rechts.

 

Barcomis Deli

Falls ihr zu diesem Zeitpunkt noch kein Mittag zu euch genommen habt, empfehle ich euch das Barcomis Deli in der Sophienstraße. Ihr geht rechts in die Rosenthalerstraße und die nächste links in die Sophienstraße. Das Barcomi’s Deli liegt in einem Innenhof und dort kann man superschön sitzen. Es gibt tolle Bagels und Sandwiches, Salate, richtig guten Kuchen und noch besseren Kaffee aus der eigenen Rösterei. Die Preise: ziemlich in Ordnung.

 

Hackesche Höfe

Nach dieser Stärkung kann es in die Hackeschen Höfe gehen. Die sind tatsächlich ein Muss, wenn man in Berlin ist. Auch, wenn man schon mehrmals dagewesen ist. Es verändert sich auch immer wieder etwas.

Schaut auch mal ins Anne Frank Zentrum. Interessante Ausstellung über ihr Leben und ihr Tagebuch.

 

Oranienburgerstraße

Wenn ihr die acht Höfe durch seid, seid ihr vermutlich platt. Für die, die nicht genug kriegen, biegt nach den Hackeschen Höfen rechts in die Oranienburgerstraße ein. Hier findet ihr weitere zahlreiche Shops, Bars und Restaurants. Kulinarisch gesehen ist hier alles vertreten: von der deutschen Currywurst über russische Blinys bis zum indischen Curry. Den Tag kann man hier entspannt ausklingen lassen.

 

Clärchens Ballhaus

Oder habt ihr Lust auf ein echtes Alt-Berliner Tanzlokal? Dann geht zum Abschluss des Tages in Clärchens Ballhaus (Augustastraße 24). Von der Oranienburgerstraße, Höhe Monbijouplatz aus, sind es ca. 600m.

In Clärchens Ballhaus könnt ihr auch gut essen und trinken. Es ist eins der letzten erhaltenen Ballhäuser in Berlin aus der Zeit um 1900. Vor allem in Ostberlin war es früher ein beliebter Treffpunkt. Eine sehr nette Location für Liebhaber des alten Berlin.

Blick in die Hackeschen Höfe, Berlin

Hackesche Höfe, Berlin

Blick in die Hackeschen Höfe, Berlin
Frau im Café in der Alten Schönhauserstrasse, Berlin

Gucken, gucken, gucken (ist aber kein Low Fat Latte :-D) Alte Schönhauser Straße, Berlin

Spaziergang 4 – Liebling Kreuzberg (in genau, Kreuzberg)

Kreuzberg, wie oben schon erwähnt ist ein chilliges Szeneviertel und noch nicht so überlaufen wie Prenzlberg oder Mitte.

 

 

Bergmannstraße und Bergmannkiez

Die berühmteste Straße in Kreuzberg ist die Bergmannstraße. Mit den Seitenstraßen drumherum auch als Bergmannkiez bekannt. Auch hier reihen sich wieder zahlreiche kleine Läden und Cafés aneinander. Es gilt der Hippe-Chic. Sehr lässig.

Ihr fahrt am besten zur U-Bahn-Station Mehringdamm. Von da aus lauft ihr den Mehringdamm hoch bis links die Bergmannstraße beginnt.

Ihr kommt übrigens an der beliebtesten Dönerbude Berlins (vielleicht sogar Deutschlands?) vorbei: Mustafa’s Gemüse Kebap. Eigentlich ein ganz normaler Dönerstand. Nichts besonderes. Der Döner ist allerdings ziemlich köstlich. Bei gutem Wetter müsst ihr aber Wartezeiten einplanen. Die Schlange reicht teilweise bis zum Curry36 (ca. 50 m). Ja, krass.

Das Curry36 ist übrigens noch so’n In-Ding. Eine beliebte Kette bei Currywurst-Liebhabern. Wir halten aber eher zu Konnopkes 🙂

Kurz bevor ihr in die Bergmannstraße einbiegt, befindet sich die Boutique Liebling Kreuzberg. Schöner Name oder? Und auch schöne Sachen. Hauptsächlich aus Barcelona und Amsterdam. (Ach ja, ist nur für Frauen ;-))

 

 

Entlang am Landwehrkanal

Die Bergmannstraße lauft ihr dann einfach bis zum Ende. Dort könntet ihr dann bspw. in die Körtestraße einbiegen und immer geradeaus zum Landwehrkanal laufen. Auch auf dieser Strecke kommen einige schöne Cafés und Restaurants. Damit hört es auch nicht auf, wenn ihr am Landwehrkanal angekommen seid. Es gibt viele Locations für Pausen. Sehr nett ist z.B. das Café Übersee. Man sitzt auf einer gemütlichen Terrasse, direkt am Wasser. Kaffee und Kuchen sind Top!

Wenn ihr richtig gut zu Fuß seid, lauft am Paul-Finke-Ufer oder auch am Maybachufer entlang. Bis zur Flusskreuzung. Das sind ca. 1,3 km. Da haltet ihr euch dann links. Richtung Spree. Nach weiteren knapp 1,5 km erreicht ihr eine der lässigsten Ecken Berlin wie ich finde. Die Gegend rund um das Badeschiff.

 

 

Badeschiff und Umgebung

Das Badeschiff liegt schon in Alt-Treptow und ist ein als Pool (sehr großer Pool) umgebauter alter Frachter. Liegt in der Spree. Angrenzend ist ein großer Beachbereich zum Entspannen. Sehr coole Location. Vom Pool aus hat man einen traumhaften Blick auf den Fernsehturm. Eine Bar gibt es dort ebenfalls. Den Nachmittag nach diesem langen Spaziergang hier zu verbringen, wäre also eine sehr gute Idee.

Kostet allerdings Eintritt: Erwachsene 5,50€ und Kinder von 6-12 Jahre 2€.

Beachtet bitte, dass Kinder nur mit mind. Seepferdchen in den Pool dürfen. Schwimmärmel sind verboten. Leider.

Das Badschiff ist übrigens nicht nur was für den Sommer. Im Winter wird es umgebaut. Der Pool wird beheizt und es gibt eine Sauna sowie einen groß angelegten Ruhebereich.

Anschließend könnt ihr noch gut essen gehen. Es gibt dort einiges an Auswahl. Mir gefällt am besten das Freischwimmer. Man sitzt direkt am Wasser und das Essen ist richtig gut.

Zum Abschluss lohnt sich ein Cocktail im direkt gegenüber und ebenfalls am Wasser gelegenen Club der Visionäre.

 

 

Markthalle Neun

Ihr habt keine Lust mehr auf Restaurants, Cafés und Co.? Kein Ding, dann empfehle ich euch die Markthalle Neun in der Eisenbahnstraße 42/43 (ca. 2km vom Badeschiff zu Fuß).

Die Markthalle Neun ist eine historische Markthalle, in der traditionelle Wochenmärkte stattfinden. Viele kleine Händler bieten faire, ökologisch und regional erzeugte Produkte an. Es gibt aber auch eine Marktgastronomie mit Angeboten wie selbstgemachter Pasta, köstlichen Backwaren oder leckerem Pulled-Pork-Burger.

Ein Highlight ist aber das Streetfood Thursday. Jeden Donnerstag von 17 - 22 Uhr gibt es Köstlichkeiten aus aller Welt: von mexikanischen Tacos über thailändische Dumplings bis hin zu Allgäuer Kässspatzen.

Es wird zwar immer sehr voll, aber dafür ist es auch sehr lecker!

Blick auf das Badeschiff Berlin, Alt-Treptow

Badeschiff Berlin, Alt-Treptow

Blick auf den Flutgraben, der in die Spree mündet, Berlin

Flutgraben (der in die Spree mündet) zwischen "Freischwimmer" und "Club der Visionäre", Berlin

Frau am Tisch im Restaurant "Freischwimmer", Berlin

Essen im "Freischwimmer", Berlin

Markthalle Neun von außen, Berlin

Markthalle Neun

Pärchen isst Pad Thai beim Streetfood Thursday in der Markthalle Neun, Berlin

Pad Thai beim Streetfood Thursday

Blick in die Makthalle Neun beim Streetfood Thursday, Berlin

Streetfood Thursday in der Markthalle Neun

Rooftopbar-Tipp

Zum Schluss gibt's noch einen Tipp für eine echt chillig-verrückte Rooftopbar: der Klunkerkranich auf dem obersten Parkdeck der Neukölln-Arcaden.

Ja, Neukölln hat jetzt nicht unbedingt den besten Ruf, aber egal, diese Bar muss man mal besucht haben. Alles ist bunt eingerichtet und bunt bepflanzt. Die Leute sind studentisch, alternativ und sympathisch. Die Musik wechselt, ist vom Grundsatz her aber housig. Auch Kinder sind willkommen und können im Sandkasten spielen oder an heißen Tagen auch im Planschbecken planschen. Bis 16 Uhr ist der Eintritt frei. Danach kostet es je nach Veranstaltung 3-4 EUR/Erwachsener.

Es gibt auch einen Innenbereich, der wohl von einem Lampenliebhaber dekoriert wurde. Überall blinkt es. Richtig klunkerig eben. Das genialste ist aber die Aussicht. Der Blick auf Berlin der Hammer. Und am Horizont steht stolz der Fernsehturm.

Rooftopbar Klunkerkranich auf den Neukölln-Arcaden, Berlin

Rooftopbar Klunkerkranich auf den Neukölln-Arcaden

Klunkerkranich von innen, Berlin

Klunkerkranich von innen

Ausblick von der Rooftopbar Klunkerkranich, Berlin

Ausblick 🙂

Fazit

Ich würde mal behaupten, wenn ihr all diese Spaziergänge und Tipps gemacht bzw. getestet habt, habt ihr Berlin kennengelernt. Es gibt natürlich noch viel noch mehr zu sehen und zu erleben. Aber das waren eben meine Lieblingsspots.

Berlin ist einfach so unglaublich vielfältig, lässig und sehr verrückt. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es einem in dieser Stadt langweilig werden könnte. Klar, sie ist auch verdammt groß und manche fühlen sich erschlagen davon. Aber wenn man „die Ecken“ kennt, ist es wunderschön. Zumindest finde ich das. Aber das erwähnte ich ja schon 🙂

Übrigens auch im Umland gibt es viiieel zu entdecken und zu tun. Stichwort Badeseen. Ein Traum. Interessiert euch? Dann klickt hier: Brandenburg und Berliner Umland

 

Liebe Grüße!

 

 

 

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