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Provence – Lavendelfelder und zauberhafte Bergdörfer

(Unsere gesamte Provence – Route findest du hier: Überblick )

Lavendelfelder und Bergdörfer, eingebettet in mediterraner Naturschönheit. Daran denken die meisten zu allererst, wenn sie Bilder der Provence im Kopf haben. Und es ist auch so. Die wenigsten wissen allerdings, dass sich die Provence über eine noch viel größere und landschaftlich sehr unterschiedliche Region ausbreitet. Mit dazu gehören bspw. die Hochalpinen und auch die Côte d’Azur. Wenn man aber Lavendel und zauberhaft schöne Bergdörfer sehen möchte, dann fährt man am besten ins Herz der Provence. In die Gegend des Département Vaucluse, das im Norden an Vaison de Romaine, im Süden an Pertuis, im Westen an Avignon und im Osten an Sault grenzt.

Unsere Unterkunft in der Provence

Wohnen tut man am besten und am authentischsten in einem typisch französischen Natur-Steinhaus. Für das extra französische Feeling. Von diesen Häusern gibt es einige in der Provence. Leider auch nicht besonders günstig. Südfrankreich eben.

Unsere Unterkunft Le Lantana – Les chambres des Taillades* in Les Taillades, die sich unweit all der schönen kleinen Bergdörfer befand und somit eine für uns perfekte Lage hatte, war ein Traum von einem Steinhaus. Schon als wir ankamen, sich das eiserne Tor öffnete und wir mit unserem Auto langsam auf einem mit Zypressen gesäumten Weg auf das vor uns liegende, vor französischem Charme übersprühende, Mauerwerk zu fuhren, durchströmte uns ein wahres Glücksgefühl. Mein Traum, einmal für ein paar Tage in solch einem Haus zu wohnen wie ich es bisher nur aus französischen Filmen kannte, erfüllte sich schlagartig.

Blick auf ein wunderschönes Steinhaus Le Lantana in Taillades, Provence
Le Lantana in Taillades

Etienne und Arielle, das sehr nette Besitzerehepaar dieses Traumhauses auf diesem Traumanwesen, empfingen uns aufs Allerherzlichste und zeigten uns sogleich unser Zimmer, welches sich rechts in einem kleinen, anbauartigem Teil des Hauses, mit eigenem Eingang und eigener Terrasse befand, zu dem wir über ein paar Steinstufen gelangten. Von oben hatten wir Blick auf den sensationellen Pool, der hinter dem Haus lag und der neben einer perfekten Größe auch sehr komfortable Liegen und Sofas mit dicken, bequemen Kissen bereithielt. In einer kleinen überdachten Außenküche, direkt neben dem Pool, sollte es morgens das Frühstück geben und konnte auch für das Zubereiten von Essen (nur Kühlschrank, kein Herd) sowie für private Barbecueabende genutzt werden.

Frau auf einer Veranda eines Steinhauses in der Provence
Unsere Terrasse
Pool vom Le Lantana in Taillades, Provence

Wir waren nahezu überwältigt und ich übertreibe nicht. Unser Zimmer war sehr geschmackvoll in französischem Stil eingerichtet, bot jede Menge Platz und Mila hatte sogar ein ganzes Doppelstockbett in einem eigenem Zimmer für sich alleine.

Blick ins Schlafzimmer der Unterkunft Le Lantana in Taillades, Provence
Blick ins Badezimmer der Unterkunft Le Lantana in Taillades, Provence
Unser Badezimmer

Ich gebe zu, dass der Preis nicht ganz günstig war und im Normalfall ca. 190€/Nacht (Familienzimmer inkl. sehr gutem Frühstück) beträgt. Wir hatten aber auf booking* ein Schnäppchen gefunden und es für 145€/Nacht bekommen. Was im Preis-Leistungsverhältnis betrachtet, für Südfrankreich in der Hauptsaison, absolut ok ist. (Aber das ist ja auch immer subjektiv.) Es gibt übrigens auch Doppelzimmer und ganze Wohnungen.

Weitere Unterkünfte in der Gegend findest du hier: Provence*

Das Restaurant La Bergerie in Maubec

Falls du in der Nähe bist, unbedingt in La Bergerie essen gehen. Die stilvolle Pizzeria in Maubec mit köstlichem Essen, sehr netter Bedienung, fairen Preisen und einem tollen Ausblick, liegt sechs Kilometer und zehn Autominuten vom Le Lantana entfernt. Wir waren zweimal dort essen und haben es jedes Mal sehr genossen.

Unternehmungen im Herzen der Provence

Die Auswahl an Unternehmungen auf diesem Fleckchen Erde ist riesig. Wir haben sechs Tage dort verbracht und versucht das Beste für uns rauszusuchen, so dass es nicht in Stress ausartet und wir auch noch genügend Zeit haben, unsere traumhafte Unterkunft zu genießen.

Die Bergdörfer

In die Bergdörfer haben wir uns regelrecht verliebt. Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Alles wirkt so friedlich und ruhig, eingebettet in einer simplen, perfekt unperfekten Schönheit. Eins steht jedoch fest, je kleiner das Dorf, desto untouristischer und desto schöner. Die beste Zeit sind die Abendstunden, wenn es nicht mehr so heiß ist, das Licht angenehm dämmrig und man mit einem Glas Wein einfach nur irgendwo sitzen und das Leben genießen kann. Nimm dir am besten ein bis zwei Tage Zeit, um die Dörfer in Ruhe abzufahren. Sie liegen auch alle nah beieinander und lassen sich perfekt miteinander verbinden.

Gordes

Gordes gehört laut vieler Reiseführer zu den schönsten Bergdörfern in der Vaucluse-Region. Diese Meinung können wir allerdings nicht teilen, da es auch das größte und vor allem touristischste ist. Vermutlich weil es in jedem Reiseführer steht. Aber das erkennt man auch schon daran, dass man für den Parkplatz zahlen muss. In vielen anderen und kleineren Dörfern sind die Parkplätze kostenlos. Deshalb die Empfehlung, Gordes als erstes Dorf zu besichtigen. Denn als Einstieg ist es wunderbar und es soll ja noch Luft nach oben bleiben. Dennoch ist es ein malerisches Dorf mit vielen kleinen Boutiquen und Cafés. Aber es ist eben auch besonders voll. Zumindest im Juli/August.

Für ein Angeberfoto auf dem Hinweg, unbedingt kurz rechts an der Straße anhalten, an der Stelle, an der man eine vue fantastique auf ganz Gordes hat, das idealerweise auf einem Felsplateau liegt und an der Stelle ein perfektes Postkartenmotiv abgibt.

Blick auf Gordes, Provence, Südfrankreich
Blick auf Gordes
Straße und Haus in Gordes, Provence

Cuceron

Cuceron war mein persönliches Lieblingsdorf: klein, Gässchen wie im Märchen, kaum Touristen und die perfekte Kulisse für einen französischen Liebesfilm. Das haben sich wohl auch die Produzenten von „Ein gutes Jahr“ mit Russell Crowe und Marion Cotillard gedacht, denn dieser spielte teilweise dort. Übrigens ein schöner Film, um sich auf seine Provence-Tour einzustimmen. Das Weingut, welches im Film gezeigt wird und um das es zum größten Teil geht, gibt es tatsächlich und liegt nicht weit von Cuceron entfernt. Es kann allerdings nicht besichtigt werden, da es in Privatbesitz ist. Nebenan besteht aber die Möglichkeit, Wein des Gutes Château La Canorgue zu probieren und zu kaufen.

In Cuceron befinden sich außerdem zwei kleine Burgen, zu denen man durch verwinkelte Gässchen gelangt und von wo aus man einen wunderschönen Blick auf das Tal hat. Auf dem zentralen Platz, um den sich kleine Cafés reihen, befindet sich in der Mitte ein riesiges Wasserbassin, welches als Löschwasserteich fungiert und das von schattenspendenden Platanen umgeben ist. Dort zu sitzen macht einfach nur Spaß und lässt einen träumen.

Frau in einem Café an einem Wasserbecken in Cuceron, Provence
Wasserbecken in Cuceron
Frau mit Kind auf Treppe in Altstadt von Cuceron, Provence
Cuceron, Altstadtkern
Blick über Cuceron
Cuceron
Blick auf Château La Canorgue, Weingut vom Film "Eine gutes Jahr", Provence
Château La Canorgue, Weingut vom Film „Eine gutes Jahr“

Lourmarin

Lourmarin hat uns ebenfalls sehr gut gefallen, obwohl es etwas touristischer ist, als Cuceron. Aber es gibt dort viele kleine, mal etwas andersartige Lädchen, durch die es Spaß macht, zu stöbern sowie einige Künstler, die sich dort mit ihren Galerien niedergelassen haben. Das Chateau de Lourmarin soll ebenfalls sehenswert sein. Reingegangen sind wir aber nicht. Unbedingt in der Bäckerei La Maison du Gibassier Boulangerie Riquier Stephane eins der überaus köstlichen und mit einer göttlichen Marzipanmasse gefüllten Mandelcroissants probieren.

Gasse in Lourmarin, Provence, Südfrankreich
Lourmarin
Steinhaus in Lourmarin

Bonnieux

Durch Bonnieux zu laufen ist im Hochsommer gar nicht so leicht, da es auf einem Bergkegel liegt und es viele steile Wege und Treppen gibt, die durch das kleine Örtchen führen. Trotzdem lohnt es sich zu der über der Altstadt gelegenen kleinen Kirche hinaufzulaufen und den Ausblick von dort oben zu genießen.

Frau mit Kind unten an einer Treppe auf dem Weg nach oben zur Kirche von Bonnieux
Auf dem Weg nach oben in Bonnieux
Bonnieux

Ménerbes

In Ménerbes waren wir abends unterwegs und haben von dort einen wunderschönen Sonnenuntergang gesehen. Auch dieses süße Dörfchen hat uns sehr gut gefallen. Viele niedliche Gässchen und eine Handvoll kleiner Cafés lassen alles überschaubar und ruhig wirken. Unbedingt ganz nach oben laufen, der Ausblick von der Stadtmauer und der Burg oben ist herrlich. Dort befindet sich auch das Korkenziehermuseum (wie waren aber nicht drin) sowie das imposante Maison de la Truffe et du Vin (Trüffel- und Wein-Haus) mit einer traumhaft schönen Terrasse. Wenn du gemütlich und in Ruhe etwas Trinken gehen möchtest, dann setz dich auf die kleine Terrasse vom Café du Progrès. Vor allem abends bei einem Glas Wein, mit Blick auf das Tal, ist es idyllisch schön.

Frau im langen Kleid geht durch eine Gasse in Ménerbes
In den Gassen von Ménerbes
Frau mit Kind bei Stadtmauer von Ménerbes stehend, Ausblick auf die Täler von der Provence
Ausblick in Ménerbes
Weinglas auf einer Mauer in einem Café in Ménerbes
Ausblick vom Café du Progrès, Ménerbes

Les Beaux de Provence

Les Beaux de Provence wird als Tophit der Bergdörfer im Luberon bezeichnet. Und ja, es ist auch dort wunderschön, allerdings wahnsinnig voll und mit vielen Tourigeschäften, weshalb es bei uns einen dicken Abzug gibt. Und, und das fanden wir sehr merkwürdig, sind dort einige bewaffnete Polizisten unterwegs gewesen. Vielleicht war das aber auch nur an dem Tag so. Wir wissen es nicht. Sehr schön ist es aber auf dem Plateau über dem historischen Dorf zu stehen und die eindrucksvolle Aussicht zu genießen. Bei klarem Wetter kann man bis zum Horizont gucken. Für ungefähr 10€ Eintritt können noch die Ruinen der ehemaligen riesigen Burganlage besichtigt werden. Das haben wir aber nicht gemacht.

Frau mit Kind oben auf der Plattform in Les Beaux de Provence
Plattform oben in Les Beaux de Provence
Blick in Altstadtbereich in Les Beaux de Provence
Altstadtbereich in Les Beaux de Provence

Nur ein paar Hundert Meter vor dem Dorf, direkt an der Straße gelegen, befinden sich noch die Steinbruchlichter-Projektionen (Carrières de Lumières). In einem alten Steinbruch werden Bilder von Malern wie z.B. van Gogh, Chagall und Monet an die Wände projiziert. Am besten früh da sein, um noch einen der wenigen Parkplätze zu bekommen. Oder aber von Les Beaux de Provence aus dorthinlaufen (ca. 15 Minuten zu Fuß). Infos dazu hier: Carriéres de Lumiéres (Wir haben uns das allerdings nicht angesehen.)

Weitere Bergdörfer, die wir nicht mehr geschafft haben

Zugegeben, man muss nicht zwingend alle Bergdörfer sehen, denn vom Grundsatz her, ähneln sie sich doch. Welche zwei Dörfer, zumindest laut Reiseführer, noch sehr schön sein sollen, sind Lacoste und Saint-Rémy-de-Provence.

Es gibt aber noch zahlreiche kleine Dörfer, die nicht im Reiseführer stehen (Cuceron ist bspw. eins davon), deshalb gerne auch einfach mal treiben lassen und dort anhalten, wo es dir gefällt.

Tour durch die Lavendelfelder

Hach, die Lavendelfelder. Und wer kennt sie nicht, die spektakulären Bilder auf Instagram mit den Mädels, die in wehenden Kleidern und übergroßen Strohhüten mitten im Feld stehen, den Blick nach oben oder in die Ferne gerichtet und die Hände dabei gen Himmel gestreckt. Die Farben des Fotos bis zum geht nicht mehr mit leuchtenden Filtern getuned, so dass es eher wie gemalt und nicht wie echt aussieht. Und ja, diese Mädels gibt es wirklich. Wir haben sie live gesehen. Aber natürlich wollten auch wir einmal in so einem lilafarbenen Feld stehen und den würzig-blumigen Lavendelduft einatmen, wenn auch nicht so modelgleich, sondern eher authentisch und ungefakt. Der Lavendel blüht übrigens nur von Mitte Juni bis Mitte August. Zumindest in der Provence. Fällt leider genau auf die Sommerferienzeit, was für uns aber ein Glück war.

Wir haben uns fast einen ganzen Tag Zeit genommen, um in Ruhe die verschiedenen Lavendelfelder abzufahren. Die schönsten liegen in der Gegend um Valensole.

Valensole

Valensole ist ein Hochplateau auf ca. 600 Metern Höhe und umfasst ein Gebiet von 800 km². Dort findest du zahlreiche Lavendel- und auch Sonnenblumenfelder. Die Landschaft leuchtet quasi und lässt einem das Herz höher schlagen. Man kann einfach an den Feldern anhalten, vorsichtig am Rande ein Stück hineingehen und losknipsen. Zwischen den einzelnen Lavendelblütenreihen ist jeweils auch genug Platz, so dass nicht die Gefahr besteht, etwas kaputt zu treten. Auf dem Weg nach Valensole haben wir bereits kurz vorher in Gréoux-les-Bains schon die ersten Lavendelfelder gesehen.

Frau im Lavendelfeld bei Valensole, Provence
Lavendelfeld bei Valensole
Frau mit Kind im lavendelfeld bei Valensole
Lavendelfeld Provence bei Valensole

Sault

Sault ist ein sehr sehenswertes Bergdorf, auf einem Felsvorsprung gelegen, in einer Region, die ebenfalls von zahlreichen Lavendelfeldern umgeben ist. Dort gibt es auch einen ca. fünf Kilometer langen Lavendel-Pfad, den man laufen kann. Dieser ist auch familientauglich, allerdings ohne Schattenmöglichkeiten. Wir sind diesen Pfad nicht gelaufen, haben uns aber das kleine Dörfchen angeschaut. Viele lokale und oft auch Bio-Produkte werden dort angeboten. In dem kleinen, sehr authentischen und herzlichen Lädchen La Loubatière Lavande et Lavandin Dromel haben wir uns mit köstlich selbst hergestelltem Bio-Olivenöl und Lavendelsäckchen eingedeckt. Auch den berühmten Lavendel-Honig kann man dort in Bio-Qualität kaufen.

Sault, Provence
Sault
Lavendelfelder bei Sault
Lavendelfelder bei Sault

Sainte-Croix-sur-Verdon

Bei der Tour zum Valensole-Plateau, bietet es sich an, noch das Stück weiter nach Sainte-Croix-sur-Verdon zu fahren. Das winzige Örtchen liegt am riesigen Lake St. Croix. Ein herrlicher, in allen Blautönen schimmernder See, in dem man auch baden kann. Allein hier könnte man einen ganzen Tag verbringen. Es dürfen nur Elektroboote auf dem See fahren und es gibt viele Verleihstellen für Surfbretter, Katamarane und kleine Segelschiffe. Auf dem Weg von der Hochebene bis runter zum See auf jeden Fall mal am Straßenrand anhalten und den paradiesischen Blick festhalten.

Lake St. Croix
Lake St. Croix
Lake St. Croix

Das Kloster Abbaye Notre-Dame de Sénanque

Das Abbaye Notre-Dame de Sénanque liegt nicht weit von Gordes entfernt und gehört zu den bekanntesten Fotomotiven der Provence. Dies liegt wohl vor allem an dem wundervollen Anblick des Klosters mit seinen vorgelagerten Lavendelfeldern. Aber natürlich ist es wie mit allen Spots: es ist wahnsinnig voll und jeder möchte ein Foto vom Kloster inkl. Lavendelfeld (welches man übrigens nicht betreten darf) und am besten ohne andere Menschen drauf. Als kleinen Zwischenstopp auf dem Weg nach Gordes bspw. kann man es aber definitiv mitnehmen.

Blick auf das Kloster Abbaye Notre-Dame de Sénanque
Kloster Abbaye Notre-Dame de Sénanque

Quelle Fontaine-de-Vaucluse und L’Isle-sur-la-Sorgue

Fontaine de Vaucluse

Sehr zu empfehlen ist ein Spaziergang entlang des wunderschönen Flusses Sorgue bis zu seiner Quelle Fontaine-de-Vaucluse. Diese liegt am Fuß einer etwa 230 Meter hohen, rauen Felswand und wirkt eher wie ein kleiner See. Die Tiefe des Sees wird aber auf über 300 Meter geschätzt. Im Sommer jedoch befindet sich an der Oberfläche kaum Wasser. Erst ein paar Meter weiter unten sprudelt es, aus dem Untergrund kommend, in den Fluss. Das Wasser ist kristallklar, eisig kalt und bietet einen wirklich wunderschönen Anblick. Die Quelle ist sogar die größte Frankreichs und die fünftgrößte der Welt. Eben deshalb auch eine beliebte Touristenattraktion. Es verteilt sich aber ganz gut und zumindest wir hatten nicht das Gefühl mit Massen an Touristen unterwegs zu sein. Ganz im Gegenteil. Für einen herrlichen Stopp direkt an der Sorgue, in dem ersten Café-Restaurant (Restaurant Philip) kurz vor der Quelle halt machen. Dort war es angenehm schattig und nur leicht gefüllt. Man kann auch nur etwas trinken.

Blick auf die Sorgue, Fluss in der Provence
Die Sorgue
Blick auf eine Terrasse von einem Restaurant beim Fontaine de Vaucluse
Restaurant Philip
Quelle Fontaine de Vaucluse im Sommer ist fast ausgetrocknet
Die Quelle im Sommer

L’Isle-sur-la-Sorgue

Eine perfekte Kombination ist es, wenn man vorher noch dem kleinen Städtchen L’Isle-sur-la-Sorgue einen Besuch abstattet. Wie der Name schon sagt, liegt es direkt an der Sorgue und gilt zudem als das Venedig der Provence, weil zahlreiche Kanäle die Stadt durchqueren. Die Brücken über den Kanälen sind oft mit Blumen geschmückt, was einen kleinen Touch an Romantik versprüht. Passend dazu uralte, riesige Schaufelräder, die es zu bestaunen gibt. Am Sonntag und Donnerstag Vormittag findet dort auch ein toller Markt statt. Viele leckere Sachen zum sofort essen, hübsche Kleider, Obst und Gemüse, Käse und natürlich auch den guten Lavendel-Honig.

Blick auf L'Isle sur la Sorgue
L’Isle sur la Sorgue
Schaufelrad in L'Isle sur la Sorgue
Schaufelrad in L’Isle sur la Sorgue

Roussillon und die Ockerfelsen

Einen Abstecher nach Roussillon und den weltbekannten Ockerfelsen solltest du auf jeden Fall machen. Die Farben, welche die Natur da hervorbringt, sind sensationell. Unterschiedlichste und intensive gelb-, rot- und orange Töne heben sich als starker Kontrast zum Grün der Bäume und dem blauen Himmel ab. Leuchtend schön!

Man kann zwischen einer 30- oder 60-minütigen Route wählen, um das Gebiet zu erkunden. Wir fanden allerdings, dass selbst die längere Route eher kurz ist. Nur 30 Minuten haben wir gebraucht. Inklusive Fotostopps. Also definitiv die längere Route wählen. Alles ist sehr gut zu Fuß begehbar. Auch für Kinder. Extra Wanderschuhe braucht es nicht. Es ist allerdings etwas staubig. Vielleicht nicht unbedingt weißes Schuhwerk anziehen. Der Eintritt für Erwachsene (Stand Sommer 2019) liegt bei 3€. Kinder bis 10 Jahre sind frei.

Blick auf die Ockerfelsen bei Roussillon
Die Ockerfelsen bei Roussillon
Frau mit Kind bei den Ockerfelsen bei Roussillon

Nach der Ockerfelsentour bietet sich noch die Besichtigung des Örtchens Roussillon an. Uns hat es allerdings nicht ganz so gut gefallen, da es sehr voll und touristisch aufgemacht ist.

Blick auf Roussillon
Roussillon

Etwas weniger überlaufen (wobei es bei uns sehr in Ordnung war) sollen die Ockerfelsen bei Rustrel sein, die etwa 15 Kilometer von Roussillon entfernt liegen.

So, das waren unsere Unternehmungstipps für das Herz der Provence und wir hoffen, dass wir dir einen guten Eindruck von der Schönheit vermitteln konnten. Hier noch unsere Kombinationsempfehlungen für Halb- und Ganztagesausflüge. Die Dauer ist nur unsere Erfahrung und natürlich individuell unterschiedlich.

  1. Das Kloster Abbaye Notre-Dame de Sénanque zusammen mit Gordes: guter halber Tag
  2. Lavendeltour Valensole mit Sainte-Croix-sur-Verdon: ganzer, längerer Tag
  3. Bergdörfertour 3-4 Dörfer: ganzer Tag, wenn man genießen möchte
  4. L’Isle-sur-la-Sorgue (Markt am Vormittag) mit Fontaine-de-Vaucluse (am Nachmittag): knapper Tag
  5. Roussillon und die Ockerfelsen: guter halber Tag

Hast du noch Tipps oder eigene Erfahrungen, die du gerne loswerden möchtest? Dann schreib das gerne in die Kommentare!

So ging unsere Frankreichtour weiter: Calanques bei Cassis

Hier geht’s zurück zum Überblick über unsere Route: Überblick

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