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Weltreisetagebuch: Tag 7 – 12 Kapstadt bis Plettenberg Bay

Sonnenuntergang Plettenberg bay

#Weltreisetag 7: Weiterfahrt zum Kap Agulhas

Reine Fahrtzeit werden es heute ca. 2,5 Std. Aber der Weg soll das Ziel sein. Da, wo es schön ist, halten wir an.

Die Natur wechselt auf der Fahrt. Es kommen riesig breite und lange Strände. So wie sie typisch für die Küste Südafrikas sind. Dann ist es wieder sehr grün und felsig. Es folgen Wälder, Berge und Weinanbaugebiete.

Wir fahren an schicken Neubausiedlungen vorbei. Aber auch an vielen Townships. Mehrere Quadratkilometer groß. Blechhütte an Blechhütte. Klein, eng. Die Sonne knallt erbarmungslos auf die Blechdächer. Jede Hütte hat eine Nummer. Und in ihr leben Menschen.

Für uns nicht vorstellbar.

 

An den Straßen stehen junge Männer, die versuchen alles mögliche zu verkaufen. An vorbeifahrende Autos. Handykabel, Chipstüten, selbstgemachten Schmuck.

Und wir meckern in Deutschland über schlechtes Wetter. Oder Schlangen an der Supermarktkasse. Oder den gemeinen Nachbarn. Dabei geht es uns so gut.

Ein paar hundert Meter weiter wieder nagelneue Einfamilienhäuser. In einer großen Siedlung. Abgeschottet von einer Mauer mit Stacheldraht von der anderen Welt. Zu 90% vermietet, steht auf einem Schild.

Südafrika, das Land der krassen Gegensätze.

 

 

Hermanus

Wir sind in Hermanus, wollen nur durchfahren, aber dann sieht es so nett aus, dass wir anhalten und aussteigen. Hermanus ist berühmt für Wahlbeobachtung. Überall sind Bänke und kleine Plattformen, von wo aus man die Wale sehen kann. Leider ist gerade keine Saison. Die Wale kommen nur zwischen April und November an die Küste.

Wir laufen ein bisschen herum. Viele schicke kleine Hotels und Cafés. Ein Markt mit hochwertig wirkenden selbst gemachten Sachen. Wir trinken was und schauen auf das wilde Meer hinaus. Die Wellen spritzen an den Felsen empor.

Kind schaut aufs Meer hinaus, Hermanus, Südafrika

Hermanus, Südafrika

Stanford

Weiter geht’s nach Stanford. Hier wollen wir Mittag essen. Stanford besteht eigentlich nur aus einer Straße. Ist aber ganz süß. Wir finden ein tolles Café das Ou Meul, wo wir draußen im Garten sitzen können. Mila spielt auf dem kleinen Spielplatz und wir gönnen uns frisch gepresste Säfte, Salat und Wraps. Für umgerechnet gerade mal 25€ für uns fünf.

 

 

Struisbay

Noch 50 km bis Struisbay/Kap Agulhas. Das Navi führt uns auf eine unbefestigte Landstraße. Entsprechend wackelig ist es. Ich hoffe insgeheim, dass nicht irgendein Reifen platzt oder ein Steinschlag unser Auto beschädigt. Die Landschaft ist plötzlich sehr karg und staubig. Ab und zu mal ein kleines Dörfchen oder einzelne Häuschen.

Endlich kommt wieder eine asphaltierte Straße und wir sind fast da. Wir übernachten im "The Tides". Eine Airbnb Unterkunft in einer Apartmentanlage.
Und zwar eine Hammer Unterkunft. Riesig über zwei Etagen plus Dachterrasse. Super sauber, alles sehr gepflegt. Leichter amerikanischer Touch bei der Einrichtung. Mit Pool im Garten. Der ist auch für alle anderen Apartments nutzbar. Der Host super nett.

 

Der 14 km lange Strand ist 2 min zu Fuß entfernt. Wir machen erst mal einen ausgedehnten Strandspaziergang und essen am Hafen in einem kleinen Fischrestaurant "Pelican‘s Harbour" frischen Fisch. So lecker ist es allerdings nicht. Dafür teuer. Also im Vergleich. Wir zahlen 45€ für alles.

Am Ufer tummeln sich zwei ziemlich große Stachelrochen, die mit Fischresten gefüttert werden.

 

Nach dem Essen laufen wir durch den Ort zurück zu unserer Unterkunft. Es sieht alles ein bisschen aus wie in Florida. Die Häuser, die Autos vor den Häusern und die Straßen: breit und ohne Bürgersteige.

Auch wenn wir hier gerne noch eine Nacht länger geblieben wären, wollen wir am nächsten Tag trotzdem weiterfahren. Es geht nach Mossel Bay.

Pärchen mit Kind auf dem Arm am Strand von Struisbay, Südafrika

Struisbay, Südafrika

Stachelrochen in Struisbay, Südafrika

#Weltreise Tag 8: Fahrt nach Mossel Bay

Kap Agulhas

Reine Fahrtzeit heute 4 Stunden. Bevor wir weiterfahren, geht’s noch zum 4 km entfernten Kap Agulhas. Dem südlichsten Punkt von Afrika. Und dort, wo der indische und der atlantische Ozean aufeinandertreffen.

Es ist extrem windig, die Wellen türmen sich auf und wir stehen da und schauen uns dieses Schauspiel an.
Wir machen noch ein Foto von uns und dem Schild, welches die Grenze zwischen den beiden Ozeanen anzeigt und fahren dann weiter.

Kap Agulhas, Südafrika

Kap Agulhas, Südafrika

Bontebok Nationalpark

Die Landschaft ist ziemlich karg, es gibt nicht viel zu sehen. Mila hört ein Hörspiel und ich schaue aus dem Fenster und versuche zu verinnerlichen, dass ich gerade bin, wo ich bin.

Nach 1,5 Std. kommen wir am Bontebok Nationalpark an. Weil Tobias hier gerne durchfahren möchte, halten wir an. Der Eintritt ist im Vergleich relativ teuer, 7€ pro Erw. Außer ein paar Bonteboks sehen wir aber leider nichts. Die Natur ist auch relativ langweilig. Wir sind ein bisschen enttäuscht, hatten auf Zebras gehofft, die es hier auch geben soll. Wir machen noch ein Picknick und fahren weiter.

 

 

Mossel Bay/Santos Express

Nach 2 Stunden kommen wir in Mossel Bay an. Ein kleines überschaubares Örtchen, direkt an einem langen Sandstrand. Unten am Wasser liegen einige Hotels. In erster Strandreihe aber liegt der Santos Express. Ein alter zum Hostel umgebauter Zug. Zur Strandseite hin, ist er von Palmen eingesäumt. Eine langgezogene Terrasse aus Holz, die direkt drangebaut ist, lädt zum Sitzen, Wein trinken und genießen ein.

Es gibt Dorm-Zugabteile, Einzel- und Zweibettzimmer mit Gemeinschaftsbad, etwas bessere Zimmer mit eigenem Bad und Suiten. Wir haben ein Zweibettzimmer ohne eigenes Bad gebucht. Für zwei Nächte ok. Aber dabei bleibt es nicht. Tobias überrascht mich, er hat einfach eine Suite gebucht. Und die ist der Hammer. Sogar mit eigenem Balkon. Und ich bin doppelt froh darüber, als ich sehe wie klein die „normalen“ Zimmer sind. Unsere beiden Reisetaschen hätten da im Leben keinen Platz gehabt. Wow, ich bin happy!

Meine Eltern haben eine Zimmerkategorie tiefer: Zweibettzimmer mit eigenem Bad. Das ist zwar deutlich kleiner, aber auch voll ok und schön.

 

Wir setzen uns auf die Terrasse und trinken erst mal was. Und wir haben endlich wieder WLAN. Guten Internetzugang hat man echt selten in Südafrika.

Dann gehen wir zum Strand, der vor unserer Nase liegt und bauen Sandburgen mit Mila. Die findet unsere neue Unterkunft auch super cool.

Abends essen wir im Santos Express Restaurant. Das Essen ist lecker und die Preise echt in Ordnung.

Später schlafen wir zu dritt in dem extra breiten Bett in unserem ganz eigenen Zugabteil. Das Meeresrauschen direkt vor unserem Fenster lässt uns gut schlafen.

Blick auf den Santos Express, Mosel Bay

Santos Express, Mosel Bay

Blick in eine Suite im Santos Express, Mossel Bay, Südafrika

Unsere Suite im Santos Express, Mossel Bay, Südafrika

Ausblick vom Santos Express, Mossel Bay, Südafrika

Ausblick von unserer Suite im Santos Express

#Weltreise Tag 9: In Mossel Bay

Heute wollen wir erst mal ein bisschen an den Strand, relaxen. Tobias geht mit Mila vor und ich versuche ein bisschen was auf dem Blog zu schreiben. Das Internet ist nur leider ziemlich frustrierend in Südafrika und nach einer halben Stunde gebe ich auf.

Wir bauen ein paar Sandburgen, bis es leicht zu nieseln anfängt. Also gehen wir zurück auf die Terrasse vom Santos Express und trinken erst mal was.

 

Kurze Zeit später klart es auf. Wir beschließen ein bisschen durch die Stadt zu laufen. So richtig schön ist Mossel Bay allerdings nicht. Es gibt aber ein kleines Aquarium, wo wir mit Mila durchlaufen. Am schönsten findet sie die kleinen Nemo-Fische.

Danach suchen wir eine Post, wo wir Milas erste Kita-Postkarte abgeben können. Das ist gar nicht so leicht. Wir entdecken eine Postfiliale, die aber keine Briefmarken hat. Wir werden zu einem Shop geschickt, der welche hat. Dort angekommen, weiß die Verkäuferin leider nicht wie viele Briefmarken auf die Karte kommen. Sie schickt uns zur Post-Hauptstation. Nach 10 min Fußweg haben wir es endlich geschafft. Müssen uns aber erst in die Schlange stellen. War ja klar.

 

 

Blue Shed Coffee Roastery

Unser nächstes Ziel ist die Blue Shed Coffee Roastery. Ein richtig cooles Café, zusammengeschustert aus blauen Blechwänden. Tische, Stühle und Bänke sind aus alten Materialien wie Schiffsplanken, Badewannen und diversen Holzteilen. Innen stehen überall alte Bücher, Zeitschriften und Schilder. An den Decken hängen kleine Kronleuchter. Auf manchen Tischen stehen selbstgemachte Stifte- oder Teelichthalter aus altem Holz.

Draußen gibt es sogar einen kleinen Spielplatz und einen alten VW Bus, in den man sich setzen kann.

Es gibt leckeren Kaffee, Sandwiches, Muffins, Kuchen und Cookies.

Diesen Café-Tipp hatten wir schon bei mehreren Bloggern gelesen und können es nur bestätigen. Sollte man auf jeden Fall vorbei, wenn man in Mossel Bay ist.

Blue Shed Coffee Roastery

Der Himmel zieht immer mehr zu, es wird frisch und wir gehen nach einer ausgedehnten Kaffeepause zurück zum Zug. Wir duschen und ich stelle fest, dass unsere Reisetaschen trotz Packwürfel jetzt schon ziemlich wüst aussehen. Zumindest in meiner, wo Milas und meine Klamotten drin sind, herrscht ordentliches Chaos. Ich überlege kurz das zu ändern, beschließe dann aber, dass es mir egal ist. Vermutlich wird es eh noch schlimmer.

 

 

Abendessen

Am Abend gehen wir zum nächsten Tipp: das Kaai 4 Braai Restaurant.

Leider kann man nur draußen sitzen und da es regnet und ziemlich windig ist, ist uns das zu ungemütlich. Ziemlich schade, da es traditionelles afrikanisches Essen gibt, was ziemlich lecker riecht.

 

Wir gehen ein paar Meter weiter ins The Sea Gypsy Café. Hier gibt es frischen Fisch, Burger und Co. Es ist super urig. Die Holztische und - bänke und auch die Wände sind komplett bekritzelt mit Namen von Leuten, die sich darauf verewigt haben. Das Essen ist richtig gut und die ganze Atmosphäre total entspannt.

Mila fängt irgendwann an die Wörter und Namen an den Wänden zu lesen. Und es klappt ganz gut. Sie ist sooooo stolz und will immer neue Wörter lesen. Das Lesefieber hat sie gepackt und ich denke kurz darüber nach ihr den Stoff der 1. Klasse selbst beizubringen. Und dafür noch ein Jahr Weltreise dranzuhängen...

Essen im The Gypsy Sea Café

#Weltreise Tag 10: Weiterfahrt nach Plettenberg Bay

Um 10 Uhr starten wir weiter nach Plettenberg Bay. Fahrtzeit ca. 1,5-2 Std. und 150 km. Wir haben aber mehrere Stops auf der Strecke eingeplant.

 

 

Wilderness

Nach 30 Minuten halten wir in Wilderness am Dolphin Point. Wir haben eine fantastische Aussicht auf das Meer mit einem wieder mal unfassbar breiten und langen Strand. Ein Traum. Paraglider gleiten nah über unseren Köpfen hinweg und landen unten am Strand.

Ausblick vom Dolphin Point Wilderness, Südafrika

Ausblick vom Dolphin Point Wilderness

Weitere 10 Autominuten später, die einen steilen Berg hinaufführen, sind wir bei der Map of Africa. Ein Aussichtspunkt, von dem aus man auf einen dicht bewaldeten Hang unterhalb schaut. Links und rechts rahmen zwei kleine Flüsse den Hang ein und mit viel Fantasie erahnt man die Landesform von Afrika.

Na ja, ich frage mich, wer sich diese Touriattraktion wieder ausgedacht hat. Aber immerhin ist es kostenlos.

 

Map of Africa, Wilderness

Map of Africa, Wilderness

Von hier aus starten auch die Paraglider und wir kommen mit zwei deutschen jungen Männern ins Gespräch. Sie sind angehende junge Ärzte und machen ein Jahr ein Praktikum im Bereich Entwicklungshilfe in den Townships. Allerdings hat letzte Nacht irgendein verrückter Patient das halbe Krankenhaus abgefackelt und so können sie erst mal nicht arbeiten und vertreiben sich die Zeit mit Paragliding.

Wir fahren zurück, den Berg wieder hinunter und durch Wilderness hindurch. Ein sehr sauberes und gepflegtes Örtchen mit einigen Hotels und Cafés. Tipp für eine Kaffeepause, die Green Shed Coffee Roastery. Sehr ähnlich wie gestern in Mossel Bay die Blue Shed Coffee Roastery. Nur fast noch schöner.

Wir fahren ein Stück weiter. Die Natur ist seit Wilderness saftig grün und dicht bewaldet. Viele Flüsse und Farmen gibt es hier.

 

Wir machen einen längeren Stop im Timberlake Organic Village, das direkt an der Straße liegt. Ein sehr süßes Ensemble von kleinen Holzhütten, die entweder selbstgemachtes Kunsthandwerk, Kleidung oder Snacks, Lunch und Kaffee anbieten. Auch ein schöner Spielplatz ist dabei und Mila kann sich austoben.

Spielplatz auf der Timberlake Organic Farm

Knysna

Eine weitere halbe Stunde später sind wir in Knysna. Wir hatten uns vorher schon Knysnas Waterfront für einen Mittagssnack ausgesucht. Und das machen wir jetzt auch. Man nennt es hier auch „Kapstadts Waterfront in klein“. Ok, ich sage mal: sehr klein. Aber ganz nett. Viel kleine Geschäfte und Restaurants direkt am Wasser. Aber alles voller Touris. Wir suchen uns ein kleines, buntes Restaurant, das ein bisschen seitlich liegt und nicht so voll ist, aus. Das Bazala. Auch direkt am Wasser gelegen und mit vielen typisch afrikanischen Gerichten im Angebot. Es ist richtig nett. Vermutlich sind hier nicht so viele Touristen, weil es keinen Alkohol gibt.

 

Blick auf die Knysna Waterfront, Südfrika

Knysna Waterfront

Die nächsten paar Kilometer unserer Strecke sind umgeben von verbrannten Wäldern. Zumindest kann man erahnen, dass es hier mal viel Wald gab. Alles abgebrannt bei dem schlimmen Feuer Ende letzten Jahres.

Es dauert aber nicht lange und alles ist wieder grün, grün, grün um uns herum.

 

 

Plettenberg Bay

Wir erreichen Plettenberg Bay. Die Anlage Strandmeer befindet sich ein paar Kilometer hinter Plettenberg, am Keurboomstrand. Natürlich ist sie wieder von einer Mauer mit scharfen Spitzen oben drauf umgeben. So wie fast alles in Südafrika. Unsere Unterkunft nennt sich "Holiday Home Our Happy Place". Die Besitzer und unsere Hosts empfangen uns sehr herzlich und erzählen erst mal ein bisschen was. Wo wir was finden und was wir hier unbedingt machen müssen. Sie wohnen unter uns, wir haben denselben Eingang. Das ist aber ok. Was nicht ganz so ok ist, dass in der Beschreibung auf Booking steht, es gäbe zwei Badezimmer. Das ist nicht der Fall. Es gibt nur ein extra WC. Und auf den Bildern im Internet hat man den Eindruck, dass es am Haus einen Pool gibt. Auch das ist nicht der Fall. Der Pool ist für die ganze Anlage und man muss ein bisschen laufen, um hinzukommen. Ok, aber ansonsten ist es wirklich wunderschön hier. Alles sehr großzügig, sauber und nett eingerichtet. Dazu haben wir eine riesige Dachterrasse.

Das erste, was wir machen: Wäsche waschen. Mittlerweile ist von uns fünfen einiges zusammengekommen.

Danach fahren in den nächsten Supermarkt und kaufen was fürs Frühstück und heutige Abendessen.

 

Wir beschließen, dass es weitaus leichter ist, wenn Frühstück dabei ist und man nicht ständig im Supermarkt einkaufen muss. Geschweige denn Tisch decken, abräumen, Geschirr spülen etc. Learnings für das nächste Mal Südafrika. Hier gibt es so viel zu tun und zu sehen, dass man wirklich mehrmals herkommen kann und trotzdem jedes Mal etwas anderes sieht. 

Unsere Unterkunft Holiday Home Our Happy Place, Plettenberg Bay, Südafrika

Unsere Unterkunft Holiday Home Our Happy Place, Plettenberg Bay

Dachterrasse unserer Unterkunft Holiday Home Our Happy Place, Plettenberg Bay, Südafrika

Unsere Dachterrasse 🙂

#Weltreise Tag 11: In Plettenberg Bay

Keurboomstrand

Wir schlafen mal wieder aus und wollen heute Vormittag erst mal an den Strand. Wir sind nur ein paar 100 Meter vom Keursboomstrand entfernt und brauchen somit nur 10 min. zu Fuß.

Und wieder ein Strand, der unfassbar lang und breit und wunderschön ist. Zudem sind wir alleine hier. Wahnsinn. Wir laufen ein bisschen, schauen den tosenden Wellen zu und richten uns dann am Strand ein. Mila möchte Burgen bauen und endlich mal wieder ins Wasser. Gesagt getan. Allerdings kann man nur bis zu den Knien rein. Die Wellen sind so stark, dass sie dir wortwörtlich den Boden unter den Füßen wegziehen. Aber die weißen Haie immer im Kopf (und die gibt es hier ziemlich häufig), würde ich sowieso nicht viel weiter reingehen.

Als es Mittag wird und die Sonne brennt, gehen wir zurück zur Unterkunft. Das heißt vorher suchen wir noch den Pool auf und Mila kann endlich ein bisschen schwimmen und im Wasser spielen.

Kleines Mädchen am Keurboomstrand, Plettenberg Bay, Südafrika

Keurboomstrand, Plettenberg Bay

Thyme & Again

Dann kommt der Hunger und wir fahren zum Thyme & Again, ein kleines Café in der Nähe und ein Tipp von unserem Host.

Dort angekommen sind wir begeistert: es wirkt wie ein kleiner Bioladen, alles aus Holz, viele lokale Produkte, selbstgemachte, -produzierte Lebensmittel und ein bisschen Naturkosmetik. Dazu Schilder, die darauf hinweisen auf Plastik zu verzichten. Top!

Und ein Spielplatz ist auch wieder dabei. In Südafrika ist man sehr gut auf Kinder eingestellt. Das ist uns schon oft aufgefallen. 

Wir bestellen Salate, Quiche und frisch gepresste Säfte, die mit Glasstrohhalm kommen. Es ist köstlich. Wir sitzen auf der kleinen gemütlichen Holzterrasse und genießen mal wieder.

Thyme & Again, Plettenberg Bay

Elephant Sanctuary

Am Nachmittag entscheiden wir uns zu einem Elephant Sanctuary zu fahren. Dort kann man mit Elefanten spazieren gehen, sie streicheln und füttern. Wir haben lange überlegt und unseren Host und auch vor Ort genau nachgefragt, ob die Elefanten gut behandelt werden. Denn sonst würden wir so etwas nicht unterstützen. Aber es ist so, dass es eine Art Pflegeheim für Elefanten ist. Es sind verletzte Elefanten aus dem Krüger Park, die hier wieder aufgepeppelt werden. Die meisten können aber nicht wieder zurück geschickt werden, da sie dann nicht mehr in der Lage sind sich selbst zu versorgen. Sie haben hier dafür aber ein längeres Leben, weil sie gut gepflegt werden. Bis 80 Jahre, anstatt bis 60-70 werden sie alt.

Das Sanctuary nimmt auch nur max. 9 Elefanten auf. Aktuell sind 5 dort, wovon 2 aber schon sehr alt sind und auch nicht für Besucher zugänglich.

Wir lassen uns erklären, dass die Spaziergänge angeboten werden, zum einen um das Sanctuary zu finanzieren, aber vor allem auch, weil die Elefanten sich sonst den ganzen Tag nicht bewegen und nur fressen würden.

Der Eintritt ist sehr teuer, 40€ für Erwachsene, 20€ für Kinder. Da das aber alles dem Sanctuary zu Gute kommt, sind wir dabei.

 

Als wir ankommen, werden wir zunächst kurz über den Ablauf informiert. Immer nur 1-2 Personen dürfen bei einem Elefanten sein. Die Gruppe besteht aus ca. 12 Personen und man wechselt sich ab. 

Dann sehen wir sie. Auf einem riesigen Gelände können sie sich frei bewegen. Als die Pfleger sich Ihnen nähern, kommen sie auf sie zugelaufen und man spürt das Vertrauen, das zwischen Tier und Mensch herrscht.

Mila und ich dürfen als erstes mit einem Elefanten ein Stück gehen. Sie heißt Marula. Als wir so vor ihr herlaufen, legt sie ihren Rüssel in meine nach hinten ausgestreckte Hand. Wow, ein tolles Gefühl. Später traut auch Mila sich und streichelt und füttert die Tiere. Sie steht sogar ganz alleine neben ihnen und ist superstolz auf sich, sich das getraut zu haben.

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl neben diesen wunderschönen Tieren zu stehen und sie zu berühren.

 

Die ganze "Tour" dauert ca. 1,5 Std. Alles wird langsam und ganz entspannt durchgezogen. Es wird sehr darauf geachtet, dass sich die Tiere auch wohlfühlen. Und das gibt auch mir ein gutes Gefühl.

Am Schluss kaufen wir noch einen Fußabdruck auf einem Stück Leinenpapier von Milas Lieblingselefanten Jabu. Dieses Geld fließt an eine Stiftung, die sich für den Schutz von Elefanten einsetzt. 

Wir haben ungefähr 1.000 Fotos und Videos gemacht und müssen dieses Erlebnis jetzt auch erst mal sacken lassen.

Blick auf einen Elefanten im Elephant Sanctuary, Plettenberg Bay, Südafrika

Im Elephant Sanctuary, Plettenberg Bay

Spaziergang mit Elefanten im Elephant Sanctuary, Plettenberg, Südafrika

Spaziergang mit Elefanten im Elephant Sanctuary

Im Elephant Sanctuary, Plettenberg Bay, Südafrika

Enricos Restaurant

Wir fahren zu einem Strandrestaurant, auch ein Tipp von unserem Host, von dem aus man einen fantastischen Sonnenuntergang sehen kann. Und er hat uns nicht zu viel versprochen. Das Enrico ist nicht nur genial gelegen, auch das Essen ist super gut. Und dem Ganzen noch nicht genug, springen aus dem Meer vor uns auch noch 100-te von Delphinen hin und her.

Ich versuche den Moment zu genießen und bin in diesem Augenblick einfach nur unendlich dankbar.

Sonnenuntergang bei Enrico, Plettenberg Bay, Südafrika

Sonnenuntergang bei Enrico

#Weltreise Tag 12: Plettenberg Bay/Robberg Island

Plettenberg Stadt

Heute morgen ist es ziemlich regnerisch und deshalb beschließen wir uns die Stadt anzuschauen. Wir erwarten eigentlich nichts und sind um so mehr über die wirklich schöne Innenstadt überrascht.

Sie ist zwar nicht groß und besteht hauptsächlich aus einer ca. 200 m langen Shoppingstraße, aber es gibt so viele kleine nette Geschäfte, viele wieder mit selbst hergestellten hochwertigen Sachen und zwischendurch, teilweise versteckt in kleinen Höfen, süße Cafés.

Wir schlendern herum, trinken und essen was und währenddessen wird auch das Wetter besser.

 

 

Robberg Nature Reserve

Für Tobias und mich geht es jetzt zum Robberg Nature Reserve. Eine Insel oder besser gesagt Landzunge, die ins Meer hineinragt und wo unzählige Robben leben.

Meine Eltern setzen uns am Parkeingang ab und wir verabreden uns für 4 Stunden später wieder hier. Sie fahren mit Mila zur Unterkunft zurück und wollen mit ihr zum Pool. Mila ist happy und ich freue mich, dass sie einen schönen Nachmittag haben wird.

Ich hingegen wurde mal wieder zum Wandern überredet. Große Lust habe ich nicht, aber ich vermute, dass es doch wieder schön sein wird.

Tobias will unbedingt den langen Trail machen. 9 km. Soll eben auch der Schönste sein. Der Weg führt einmal komplett um Robberg Island herum. Ich ziehe also mit. Alternativ gäbe es noch einen kurzen mit 3 km (gut für Kinder geeignet) und einen mittleren mit 5 km.

Wir laufen los und die meiste Zeit geht es über extra angelegte Holzwege. Wir gehen die Strecke im Uhrzeigersinn (wird so empfohlen) und so haben wir das Meer, was ca. 100 m unter uns liegt, immer links neben uns.

An einigen Punkten können wir von oben auf die Robben runterschauen, die zu Hunderten im Meer herumschwimmen. Und man riecht sie auch 🙂

Robberg Island, Südafrika

Noch läuft es sich easy 🙂

Robberg Nature Reserve, Südafrika

Dann kommen ein paar steilere Felsstufen, Sandwege, enge Pfade und nach 1,5 Std. inkl. Fotostops kommen wir am Point, der Spitze der Insel an.

Während am Anfang noch so einige Leute unterwegs waren, sind wir hier so gut wie alleine. Und es ist mal wieder unfassbar schön. Klippen, Wellen, Meer soweit das Auge reicht und zu unseren Füßen (wir sind jetzt auf Meeresspiegelhöhe) springen die Robben aus dem Wasser. (Leider sind sie so schnell, dass wir sie nicht aufs Bild kriegen.)

Wir machen eine Pause, noch nichtsahnend wie anstrengend der Rückweg noch wird.

Point, Robberg Island, Südafrika

Am Point angekommen 🙂

Pärchen am Schild vom Point auf Robberg Island, Südafrika

Der Beweis 🙂

Dieser führt uns teilweise über steile Felskletterwege nach oben und wieder nach unten. Und das ein paar Mal. Und immer, wenn wir denken, das war jetzt das Schwerste Stück, ab jetzt wird’s besser, werden wir eines Besseren belehrt.

Aber was soll‘s. Da müssen wir durch. Und es ist ja auch schön. Wir bleiben oft stehen und schauen uns die Natur an. Und natürlich auch, um uns auszuruhen 😉

Nach knapp über drei Stunden kommen wir wieder am Ausgangspunkt an. Völlig fertig, verschwitzt und dreckig. Aber mit einem Grinsen im Gesicht.

 

 

Abendessen im Mobys

Abends essen wir alle zusammen im Mobys. Direkt am Strand gelegen. Das Essen ist gut. Das Bier teuer. In Südafrika ist es tatsächlich günstiger Wein zu trinken.

Mann genießt Aussicht auf Robberg Island, Südafrika

Aussicht genießen

Frau beim Klettern auf Robberg Island, Südafrika

Einer der steilen Felswege - leider sieht man im Bild nicht wie steil ...

Den nächsten Beitrag findest du hier: Tag 13 - 19 Jeffreys Bay bis Port Elizabeth (inkl. Addo park)

Und zum Weltreisetagebuch Tag 1 - 6 gelangst du hier: Kapstadt und Umgebung

 

 

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