ArgentinienBrasilienChileMedia

5. REVIERkind-Beitrag: Südamerika – Der eigene Eindruck zählt

Mutter mit Kind vor einer Streetart in Südamerika

Südamerika? Wollt ihr das wirklich? Da ist es doch gefährlich! Da werdet ihr beklaut! Nein schlimmer, überfallen! Da könnt ihr euch nicht auf die Straße trauen!

Diese und andere Schauergeschichten hatten uns anfangs verunsichert. Aber es gab auch viele Reisende, die uns erzählten wie schön Südamerika ist. Dazu kam, dass dieser Kontinent uns einfach reizte, denn wir waren noch nie dort. Nordamerika, vor allem die USA, kannten wir hingegen sehr gut. Auch in Mittelamerika waren wir schon. Und da wir auf unserer Weltreise unbedingt viel Neues sehen wollten und außerdem auf unseren gesunden Menschenverstand vertrauten, entschieden wir uns letztendlich doch dafür.

Jetzt ging es nur noch um: Wohin genau? Südamerika ist bekanntlich ziemlich groß. Allein dort könnte man schon Monate verbringen. Etwas eingeschränkt waren wir durch die Jahreszeit. Denn im Mai, wenn wir dort wären, wäre größtenteils Herbst. Und je weiter wir in den Süden kommen würden, desto kälter würde es. Also fiel dieser schon mal weg. Weiterhin wollten wir uns als Südamerika-Einsteiger auf große Städte beschränken. Da hatten wir dann doch ein besseres Gefühl. Und so legten wir diese Ziele fest: Chile (Santiago de Chile, Valparaíso), Argentinien (Mendoza, Buenos Aires), die Iguazú Wasserfälle und Brasilien (Rio de Janeiro).

Und sicher? Haben wir uns immer und überall gefühlt.

 

 

Santiago de Chile

Santiago ist eine sehr weitläufige Stadt, aber mit vielen schönen Ecken wie z.B. den beiden Aussichtshügeln Cerro San Cristobal und Cerro Santa Lucia. An jeder Ecke wartete ein Spielplatz auf Mila, wir testeten die Spezialität Empanadas, fanden unser Lieblingsviertel, das Barrio Italia, mit vielen süßen kleinen Cafés und fühlten uns insgesamt pudelwohl.

 

 

Valparaíso

Nach Santiago ging es weiter mit dem öffentlichen Bus nach Valparaíso. Busse sind in Südamerika übrigens das Hauptverkehrsmittel. Sie sind sehr bequem und die Fahrten bestens organisiert.

Valparaíso ist bekannt für seine wahnsinnig schöne und vielfältige Streetart. Es gibt einen großen Bereich, in dem wirklich jedes Haus kunstvoll bemalt ist. Allerdings gibt es auch eine zweite Seite. Die sehr dreckig und leider auch sehr ärmlich ist.

 

 

Über die Anden nach Mendoza

Die Busfahrt über die Anden war eine der schönsten Busfahrten überhaupt für uns. Die Fahrt dauerte ca. 6 Stunden. Es ging nur ein kurzes Stück etwas steiler und kurviger und die Aussicht auf die Berge sowie das Gefühl in den Anden zu sein, ist unbeschreiblich.

Mendoza hingegen hat uns nicht ganz so gut gefallen. Hier gab es wenig Schönes. Dafür ist es bekannt für die gute Malbec-Traube, die dort in der Region angebaut wird.

 

 

Buenos Aires

Buenos Aires flashte uns. So eine riesige Stadt. Mitten hindurch führt die Avenida 9 de Julio, die breiteste Straße der Welt. Viele wunderschöne Viertel wie Soho Palermo und Ricoleta. An jeder Ecke kleine Bars oder Milanesas (kleiner Imbiss, wo es Schnitzel gibt), in San Telmo der längste Flohmarkt, den wir je gesehen haben und gefühlt wird überall Tango getanzt. Die Schattenseite hier: Man merkt deutlich wie die Menschen mit der immer weiter voranschreitenden Inflation zu kämpfen haben. Jeden Tag Schlangen vor den Geldautomaten. Viele, die Selbstgebasteltes oder -gebackenes auf der Straße verkaufen, um sich etwas dazuzuverdienen. Denn wenn sich die Miete verdoppelt und das Gehalt halbiert, bleibt nicht mehr viel zum Leben.

Eine Tatsache, die man Zuhause nicht mitbekommt und auf so einer Reise live erlebt. Und man wieder einmal merkt wie gut es einem eigentlich geht.

 

 

Iguazú Wasserfälle

Die Iguazú Wasserfälle liegen genau auf der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien. Beide Seiten kann man sich anschauen. Beide Seiten sind wunderschön. Ein wirklich einzigartiges Naturerlebnis. Mächtige Wassermassen, die hinunterstürzten, uns nassspritzten, uns staunen und einen großen Respekt vor unserer bewundernswerten Natur spüren ließen.

 

 

Rio de Janeiro

Von Rio hatten wir bisher die schlimmsten Geschichten gehört und entsprechend vorsichtig verhielten wir uns auch. Aber auch hier haben wir uns mehr als wohl gefühlt. Wir sind an den berühmten Stränden Ipanema und Copacabana entlanggelaufen, haben oben auf dem Zuckerhut eine fantastische Aussicht genossen und hatten Gänsehaut, als der dichte Nebel um die Christusstatue sich plötzlich in einen strahlend blauen Himmel verwandelte.

 

Unsere Erkenntnis: Man sollte sich immer erst einen eigenen Eindruck verschaffen, bevor man urteilt.

 

Unsere Weltreiseplanung und unser Tagebuch zu allen Orten, die wir besucht haben, findest du unter dem Menüpunkt Weltreise to go.

 

Liebe Grüße,

Romy, Toby und Mila

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.