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Südsee Urlaub – Die besten Tipps und Sehenswürdigkeiten

Südsee Urlaub

Die Südsee – für die meisten tatsächlich ein Traumziel, das nicht realisierbar ist. Und ja, es ist wirklich nicht so einfach mal eben, denn immerhin befinden sich die Südseeinseln über 15.000 Kilometer von Deutschland entfernt. Um dort hinzukommen, kann man schon mal bis zu 30 Stunden unterwegs sein. Wir würden deshalb auch nicht empfehlen für zwei Wochen Urlaub in die Südsee zu fliegen und dann wieder zurück. Dafür ist es einfach zu weit und macht sowohl aus ökonomischer und vor allem aus ökologischer Sicht keinen Sinn.

Aber du könntest deinen Südseeaufenthalt sehr gut verbinden, wenn du bspw. in Australien oder Neuseeland unterwegs bist. Wenn du vielleicht sowieso gerade eine längere Reise machst und das irgendwie auf deinem Weg liegt. Dann solltest du unbedingt einen Stop einlegen und das Südseefeeling ganz tief einatmen. Denn noch nie haben wir entspanntere Leute gesehen als dort.

Wir waren vorher in Australien und Neuseeland und wollten rüber nach Südamerika. Da bot sich die Südsee also wunderbar an. Und ja, wir haben uns damit ein kleines Träumchen erfüllt.

Südsee Fakten

Das Gebiet, über das sich die Südsee erstreckt, ist riesig. Geographisch gehören zur Südsee alle Bereiche südlich des Breitengrades von Panama. Die zentralen Inselgruppen sind die Gesellschaftsinseln (Französisch-Polynesien), der Samoa-Archipel und die Fidschi-Inseln. Von Fidschi und Französisch-Polynesien hast du mit Sicherheit schon mal was gehört. Dann gibt es aber auch noch die Cook-Inseln, die Salomonen, Neukaledonien, Mikronesien und Tonga. Und vermutlich noch mehr. Du siehst also, man könnte Monate hier verbringen. Wir waren zwei Wochen lang in Französisch-Polynesien unterwegs und haben uns vier Inseln angeschaut: Bora Bora, Maupiti, Tahiti und Moorea.

Südsee Urlaub

Reisezeit

Wenn man alle Inseln zusammennimmt, liegt die Reisezeit so zwischen April und November. In der restlichen Zeit regnet es häufig, es ist sehr schwül und Wirbelstürme wirbeln umher. Für Französisch-Polynesien grenzt es sich noch ein bisschen mehr ein und zwar auf Mai – Oktober. Wir waren allerdings Mitte April dort und das war auch ok. Es hat mal geregnet, aber wie das in tropischeren Gebieten so ist, hört es auch schnell wieder auf. Von den Temperaturen her ist es in Französisch-Polynesien ganzjährig um die 25/26 Grad. Sehr angenehm also.

Wie viel Zeit einplanen?

Das ist natürlich total individuell und können wir deshalb gar nicht sagen. Es kommt darauf an wie viel du sehen möchtest und wie groß die jeweilige Insel ist. Aber wenn du nicht ewig Zeit hast, reichen durchschnittlich 3-4 Tage pro Insel aus. Es ist ja auch nicht gerade günstig dort. (Aber auch nicht so unbezahlbar wie man denkt.)

Verbindung zwischen den Inseln in Französisch-Polynesien

Um von einer zur anderen Insel zu kommen, bietet sich oft nur die Möglichkeit des Fliegens. Tatsächlich gibt es so gut wie keine Fährverbindungen zwischen den Inseln. Dafür hat fast jede noch so kleine Insel einen Flughafen. Dieser besteht dann bei den ganz kleinen Inseln aber auch nur aus einer ins Meer gebauten Landebahn und einem überdachtem Holzstand. Die Fluggesellschaft, die seit fast 70 Jahren die Inselflüge durchführt, heißt Air Tahiti. In der Regel sind es kleine Propellerflugzeuge, in denen 50 – 70 Passagiere Platz haben.

Muss man mögen. Ich als Flug-Angsthase finde es nicht sehr beruhigend in einer Propellermaschine zu sitzen. Aber unsere Flüge waren alle top und den letzten von insgesamt drei Zwischenfällen bei Air Tahiti, gab es 1991.

Je nachdem wie viele Inseln du besuchen möchtest, ist es sinnvoll einen Multi-Island-Pass zu nutzen. Dieser ist günstiger als die Flüge einzeln zu buchen. Wir hatten einen Bora Bora Pass: von Tahiti nach Bora Bora – nach Maupiti – zurück nach Tahiti. Wir hätten aber auch noch nach Raiatea und Huahine sowie Moorea fliegen können. Haben wir aber aus Zeitgründen nicht mehr geschafft. Auf Moorea waren wir trotzdem noch, weil wir von Tahiti aus einen Tagesausflug dorthin gemacht. Da gibt es sogar eine Fähre, die regelmäßig fährt und die wir genutzt haben. Der Pass war dennoch günstiger als die einzelnen Flüge (1.200€ für zwei Erwachsene, ein Kind und drei Inselflüge).

Propellermaschine in der Südsee, Französisch-Polynesien
Eine Propellermaschine von Air Tahiti

Südsee Urlaub auf Bora Bora

Bora Bora kennt vermutlich jeder und die Insel gilt vor allem auch als DIE Honeymoon-Insel. Besonders bei den Amerikanern und den Japanern. Haben wir uns erzählen lassen. Urlaubsmäßig fliegen zum allergrößten Teil die Franzosen nach Bora Bora. Oder auch nach Französisch-Polynesien generell. Klar, denn hier wird nur Französisch gesprochen. Mit Englisch kommt man aber auch so einigermaßen weiter. Ansonsten gibt es ja auch noch Hände und Füße zur Verständigung, wenn man wie wir kein französisch spricht. Die Franzosen verbringen hier tatsächlich ihren zweiwöchigen Oster- oder Sommerurlaub. Das hat uns stark verwundert, denn die Anreise ist ja genauso weit wie von Deutschland aus. Aber vielleicht würden es die Deutschen genauso machen, wenn die Inseln deutschsprachig wären.

Auf Bora Bora leben knapp 10.000 Menschen. Die Hälfte davon in Vaitape, der größten Ansiedlung der Insel. Bora Bora ist neben Tahiti die touristisch-erschlossenste Insel in Französisch-Polynesien. Sie ist neun Kilometer lang und an der breitesten Stelle fünf Kilometer breit. Das Leben spielt sich wie auf eigentlich allen Inseln in den Küstenregionen ab. Das Landesinnere ist wenig bis kaum erschlossen.

Blick auf Bora Bora vom Wasser aus, Südsee Urlaub
Blick auf Bora Bora vom Wasser aus

Unterkunft

Wir haben während unseres Südsee-Aufenthalts viele Anfragen bekommen wie wir uns das leisten können. Es ist aber ein Trugschluss zu glauben die Südsee wäre unbezahlbar. Zumindest für einen Normalverdiener. Auch wenn es als teuerstes Reiseziel der Welt gilt. Denn neben den vielen Luxusresorts, bei denen eine Nacht bei ca. 500€ beginnt, gibt es aber auch einige private Bungalows und Lodges, die vermietet werden. Diese liegen bei ca. 100 – 130€ pro Nacht, je nachdem, ob mit oder ohne Kind. Verpflegen muss man sich dann natürlich selbst, aber auch das ist kein Problem (siehe weiter unten).

Chez Nono

Unsere Unterkunft hieß Chez Nono. Claude, die Besitzerin (übrigens Französin), vermietet zwei kleine Rundbungalows mit einem festen Strohdach und ein großes Steinhaus mit zwei Apartments für jeweils 2-3 Personen. Alle Unterkünfte liegen direkt am Matira Beach an der Südspitze der Insel, dem einzigen echten Strand auf Bora Bora. Ja, Strand ist zumindest auf dem Festland sehr rar. Die Traumstrände liegen alle auf den äußeren Motus (Ringinseln), die allerdings von den Luxusresorts belegt sind.

Aber bei Claude ist es wunderbar. Der Strand ist schmal, aber strahlend weiß. Das Wasser glasklar, perfekt zum Schnorcheln und es geht lange flach rein. Wir hatten eigentlich einen Rundbungalow gebucht, der relativ einfach ausgestattet ist, aber alles enthält, was man braucht. Als wir dort waren, wurde der zweite Rundbungalow gerade renoviert, weshalb wir auch ein kostenloses Upgrade auf ein Apartment im Steinhaus bekommen haben. Denn die Bauarbeiten fanden direkt neben uns statt. Das Steinhaus ist sehr komfortabel und perfekt ausgestattet. Eine große Gemeinschaftsküche inkl. Essbereich teilt man sich mit dem anderen Apartment. Unser Lieblingsplatz war ein überdachter Holztisch mit Bänken, direkt zwischen Haus und Strand. Ein absoluter Traum dort zu sitzen, aufs Wasser zu schauen und/oder den Sonnenuntergang zu beobachten.

Matira Beach, Bora Bora
Matira Beach
Bungalow Chez Nono, Bora Bora, Französisch-Polynesien, Südsee
Rundbungalow Chez Nono
Bungalow Chez Nono, Bora Bora, Südsee Urlaub
Apartment im Steinbungalow Chez Nono
Gemeinschaftsbereich bei Chez Nono, Bora Bora, Südsee
Gemeinschaftsbereich bei Chez Nono im Steinbungalow
Lieblingsplatz auf Bora Bora, Chez Nono
Lieblingsplatz
Matira Beach, Bora Bora, Südsee Urlaub
Strand vor unserer Tür (bei Chez Nono)

Bezahlt haben wir 130€/Nacht für zwei Erwachsene und ein Kind. Mila hatte ein eigenes Bett. Wir haben fünf Nächte auf Bora Bora verbracht. Der Transport vom und zum Flughafen, der auch von Claude organisiert wurde, betrug ca. 10€ proPerson.

Claude findest du übrigens nicht auf Buchungsplattformen. Wir haben sie über Google Maps durch Heranzoomen entdeckt. Einer unserer Reisehacks. Noch mehr davon findest du hier: Reisehacks von A bis Z

Ansonsten kannst du dich natürlich auch noch auf booking umschauen, unsere Lieblingsplattform, was Unterkünfte betrifft.

Weitere Unterkünfte auf Bora Bora*

Verpflegung

Ja, Lebensmittel sind teuer, zumindest auf den Inseln, auf denen wir waren. Aber ist ja auch klar, denn fast alles muss importiert werden. Es wird aber immer mehr versucht selber anzubauen. Auf Tahiti werden sogar Kühe gehalten, um nicht mehr so viel Milch importieren zu müssen. Allerdings geben die Kühe aufgrund der klimatischen Verhältnisse nicht so viel Milch wie normalerweise. Ob das überhaupt eine gute Lösung ist, ist sowieso fraglich.

Auf Bora Bora gab es ca. 200 Meter von unserer Unterkunft entfernt, einen kleinen Laden, in dem wir das Nötigste für Frühstück und Snacks zwischendurch bekommen haben. Auch frisches Baguette gab es jeden Tag. Für ein bisschen Aufschnitt, ein großes Baguette, Tomaten, Äpfel, Milch, Kakao, Müsli, Tee, einem 6-er pack Bier und einer Flasche Weißwein, haben wir umgerechnet 66€ bezahlt. Also ungefähr das Doppelte, was wir in Deutschland gezahlt hätten. Aber immer noch deutlich günstiger als in einem Luxusresort.

Lucky House

Abends waren wir meist in unserer Lieblingspizzeria Lucky House, ebenfalls fußläufig von uns entfernt. Das Essen dort war fantastisch und die Portionen riesig. Vor allem die Pizza. Zwei Gerichte, die wir uns zu dritt geteilt haben, waren völlig ausreichend. Die Preise sogar ok für Bora Bora. Eine Pizza lag zwischen 15-18€, ein Kids Menu kostete 12€ (inkl. Eis zum Nachtisch). Andere Gerichte wie z.B. Risotto oder Pasta mit Rinderfilet lagen bei 20-25€. Also fast normal eigentlich. Fast jeden Abend wird im Lucky House typische Südsee-Live-Musik gespielt und man fühlt sich wirklich wie in einer anderen Welt. Es gibt noch zwei, drei weitere fußläufig erreichbare Restaurants, die allerdings deutlich teurer sind.

The Lucky House, Bora Bora, French Polynesia, Südsee
The Lucky House auf Bora Bora

Blood Mary’s

Ein legendäres Restaurant, das du auf jeden Fall mitnehmen solltest, ist das Bloody Mary’s. So einige amerikanische Promis sollen hier schon gewesen sein. Am Eingang befindet sich eine große Holzwand, auf welcher alle berühmten Namen eingraviert sind von Stars, die schon hier waren. Die Wand ist ziemlich lang und voll geschrieben. Wir waren an unserem letzten Abend dort, sozusagen als krönender Abschluss.

Es gibt einen Fahrservice, der dich kostenlos zum Restaurant und wieder zurück zur Unterkunft bringt. Das ist dort ziemlich üblich, denn die meisten Gäste haben keinen Mietwagen auf Bora Bora.

Die Einrichtung vom Bloody Mary’s ist auf jeden Fall schon mal so wie man sich eine Bar oder ein Restaurant in der Südsee vorstellt. Alles mit hellem Holz, relativ offen, Blumenservietten und überall frische Blumen. Die Kellnerinnen natürlich auch in Blumenkleidern.

Sobald man reinkommt, wird man zum Barbecue geführt und bekommt das Fleisch und den Fisch erklärt, den es gibt. Man sucht sich etwas aus und wird dann zu seinem Tisch gebracht. Auch hier ist es relativ teuer, die Gerichte liegen umgerechnet bei durchschnittlich 30€ pro Person. Aber hey, du bist auf Bora Bora! Das Essen schmeckte aber köstlich. Insgesamt war es ein schöner Abend, einzig und allein die Musik war etwas störend. Denn anstatt schöner passender Südseemusik, wurde Chartmusik gespielt.

Bloody Mary's, Bora Bora
Eingang zum Bloody Mary’s
Mutter und Tochter im Bloody Mary's, Bora Bora
Im Bloody Mary’s

Ausflüge

Es gibt so einige Touren, die du auf Bora Bora unternehmen kannst. Einen guten Überblick findest du bspw. hier: Bora Bora Aktivitäten*

Wir haben einen Tagesausflug mit Schnorcheln und Picknick unternommen, der von Claude organisiert wurde. Es war ein Traum, bei dem uns tatsächlich vor Glück die Tränen gekommen sind. Allein die Fahrt in dem sehr bequemen und überdachten Motorboot, in dem max. 12 Leute inkl. zwei Fahrer mitfahren, war schon ein Highlight. Das Wasser ist so unfassbar klar und türkis und man fühlt sich einfach wie im Paradies. Unsere zwei Kapitäne waren auch so richtige Südseemänner wie man sie sich vorstellt und dazu supernett. Einer konnte sogar englisch sprechen und hat uns auf seiner kleinen Ukulele Südseemusik vorgespielt. An verschiedenen Schnorchelspots haben wir angehalten und konnten mit Rochen, Schwarzspitzhaien und vielen bunten Fischen tauchen. Ich habe sogar meine Haiphobie überwinden können und mich von bestimmt zwölf Haien umringen lassen 🙂

Als Mittagspause wurde ein Picknick auf einem der Motus eingelegt, welches unbewohnt ist und welches diesen typischen Traumstrand hat, den man manchmal in Werbefilmen sieht. Es gab selbstgefangenen (in Kühltaschen mitgebrachten), gegrillten Mahi-Mahi Fisch (eine Art Thunfisch), Salate und Kokosnuss. Alles serviert auf Palmenblättern mit selbstgebasteltem Besteck aus Zuckerrohr. Die Kinder bekamen jeder eine erst vor Ort selbstgemachte Blumenkette um den Hals gelegt sowie ein Blumenstirnband um den Kopf und waren selig.

Für diesen ca. sechs-stündigen Ausflug, den wir wohl niemals vergessen werden, haben wir für uns drei umgerechnet knapp 200€ bezahlt.

Bootsausflug, Bora Bora, Südsee
Unser super bequemes Boot
Schwimmen mit Stachelrochen, Bora Bora, Südsee Urlaub
Schwimmen mit Stachelrochen
Haie auf Bora Bora, Südsee
Meine neuen Freunde
Korallenriff Bora Bora
Korallenriff mit Zebrafischies
Motu von Bora Bora, Südsee Urlaub
Mittagspause auf einem Motu
Südseepicknick auf Bora Bora
Südseepicknick
Frau trinkt Kokoswasser aus Kokosnuss auf Bora Bora
Im Paradies
Mädchen mit Blumenkette auf Bora Bora, Südsee Urlaub

Südsee Urlaub auf Maupiti

Maupiti hat uns vorher, wenn wir ehrlich sind, nix gesagt. Aber Tobias hatte sich fest vorgenommen nicht nur typische Südseeinseln zu besuchen, sondern auch etwas ganz Besonderes dabei zu haben. Er hatte sich zu Hause wirklich jedes Atoll auf Google Maps angesehen und kam so irgendwann auf Maupiti. Eine Insel, die gerade einmal 11 km² umfasst. Zusammen mit ihren fünf Motus, sind es insgesamt sechs Inselchen mit Maupiti als Hauptinsel in der Mitte. Die Ringstraße, die einmal um die Insel führt und die es auf allen Inseln gibt, ist acht Kilometer lang und kann bequem mit dem Fahrrad befahren werden. Gute 1.000 Einwohner leben auf dieser winzigen, aber traumhaft schönen Insel und von Tourismus ist zum Glück (noch) nicht viel zu merken.

Aussichtspunkt auf Maupiti, Südsee Urlaub
Maupiti

Der ebenfalls winzige Flughafen befindet sich auf einem Motu und um zur Hauptinsel zu kommen, wird man von Mitarbeitern seiner gebuchten Unterkunft mit dem Motorboot abgeholt und auch wieder zurückgebracht.

Flughafen Maupiti, Südsee Urlaub
Flughafen auf Maupiti
Auf dem Weg zum Abholboot, Maupiti, Südsee Urlaub
Auf dem Weg zum Abhol-Boot

Unterkunft

Unterkünfte gibt es nicht so viele und sollten deshalb weit im Voraus gebucht werden. Teilweise sind sie ein Jahr vorher schon ausgebucht. Auf Maupiti selbst gibt es aktuell sechs Unterkunftsmöglichkeiten, teilweise aber aus mehreren kleinen Bungalows bestehend. Auf den Motus gibt es weitere vier Unterkünfte. Am besten du schaust bei Google Maps nach, da nicht alle Unterkünfte auf den Buchungsplattformen zu finden sind.

Unsere Unterkunft war die Maupiti Résidence, ganz im Westen der Insel, wo auch die anderen Unterkünfte ungefähr liegen. Die Maupiti Résidence besteht aus zwei großen Bungalows, die direkt am Strand stehen. Durch hüfttiefes, klares Wasser hindurch, kannst du rüber zum äußeren Motto laufen. Oder du leihst dir kostenlos eins der vielen Fahrgeräte, die in der riesigen Garage oder am Strand stehen bzw. liegen. Neben Auslegerboot, Kajak, Surfbrett und StandUp-Paddle-Board, gibt es noch Fahrräder, jede erdenkliche Art von Bällen, Schnorchelausrüstungen, Angelausrüstungen, eine Tischtennisplatte, jede Menge Sandspielzeug und drei Waschmaschinen. Es ist wirklich ein Traum dort und man fühlt sich wie im Paradies.

Die Bungalows bestehen aus zwei Schlafzimmern, einem großen Wohn-, Ess- und Küchenbereich, einem Badezimmer und einer Veranda, von wo aus du die schönsten Sonnenuntergänge sehen kannst.

Wir haben fünf Nächte dort verbracht und haben 145€/Nacht bezahlt. Am Ende kommt noch ein bisschen Stromrechnung hinzu.

Die Bungalows der Maupiti Residence, Maupiti, Französisch Polynesien, Südsee Urlaub
Die beiden Bungalows der Maupiti Résidence
Mutter und Tochter auf der Veranda beim Frühstück auf Maupiti, Südsee Urlaub
Auf unserer Veranda 🙂
Bungalow von innen der Maupiti Résidence, Maupiti, Südsee Urlaub
Unser Bungalow von innen
Kanutour, Maupiti, Südsee
Kanutour zum gegenüberliegenden Motu
Kleines Mädchen beim Stand up paddling auf Maupiti

Verpflegung

Die Verpflegung war tatsächlich eine kleine Herausforderung für uns, weil es keine wirklichen Restaurants und auch keine Supermärkte gab, die regelmäßig geöffnet haben und wenn auch noch Ware besitzen. Die zwei Restaurants, die es gab, hatten gefühlt immer zu, als wir da waren. Nutzen kann man sie wenn auch nur tagsüber, weil es keine Beleuchtung auf der Insel gibt, so dass es nach 18 Uhr, wenn die Sonne untergeht, überall stockfinster ist. Es werden aber Lieferdienste für abends angeboten. Aber eben auch nur, wenn die Restaurants geöffnet sind.

Wir haben das Angebot bekommen nebenan in der Nachbaranlage Pension Espace Beach mitzuessen. Denn dort wurde jeden Abend frisch für die Gäste gekocht. Die Anlage ist nur ca. 50 Meter entfernt und bietet ein paar kleine und einfache Zimmer oder Bungalows. Auf Wunsch wurde uns das Abendessen sogar bis auf unsere Veranda gebracht. Und das Essen war köstlich. Es gab zwar häufig das Gleiche, aber immer wieder in verschiedenen Variationen. Mahi-Mahi Fisch gegrillt am Stück, klein geschnitten im Salat oder am Spieß. Dazu eine Art Kartoffelgemüse. Mal als Salat, mal gekocht, mal gebraten und Reis. Es war aber immer superfrisch und wirklich lecker. Zum Nachtisch gab es meist selbstgemachtes Kokosbrot oder Bananen-Panakes. Es wird eben nur das zubereitet, was auch selbst auf der Insel angebaut oder im Meer gefangen wurde. Eine ganz neue Erfahrung, die uns mal wieder gezeigt hat wie wenig man eigentlich braucht.

Bezahlt haben wir 16€ pro Person für ein Essen. Mila’s Essen war kostenlos, allerdings hat sie auch nur den Reis gegessen, weil sie das andere nicht mochte. Für sie gab es dann häufiger mal Nudeln mit Tomatensoße, die ich selbst gekocht hatte.

Abendessen im Espace Beach, Maupiti
Abendessen im Espace Beach
Dinner mit Aussicht, Maupiti
Dinner mit Aussicht

An kleinen Läden, die immerhin ein paar haltbare Lebensmittel wie Cornflakes, Nudeln, Saucen im Glas oder Konserven haben, gab es vier. Davon hatte einer zu, als wir da waren, einer war nur so eine Art Kiosk und die anderen beiden hatten dann eine etwas größere Auswahl. Süßigkeiten wie Chips, Kekse und sogar Wein gab es dort zu kaufen. Um also tagsüber nicht zu verhungern, konnte man sich damit verpflegen 🙂

Shop mit Getränken gefunden, Maupiti
Shop mit Getränken gefunden 🙂
Auswahl im Shop auf Maupiti
Auswahl auf Maupiti

Nhung, unsere Vermieterin, hatte uns am ersten Morgen auch zwei Baguettes mitgebracht (an ca. einem Tag in der Woche kann man die auf Maupiti kaufen), so hatten wir was zum Frühstück. Bei uns im Garten standen auch Sternfruchtbäume sowie Kokosnusspalmen, an denen wir uns bedienen durften. Und in der Garage steht immer als Reserve eine Kiste mit Wasser, falls mal alle Läden zu haben. Ach und nicht zu vergessen die kleine Snack-Bar Chez Mimi zwischen den beiden Unterkünften, bei der du Baguette mit Rührei bestellen kannst. Geht doch 🙂

Ausflüge

Maupiti erkundigst du am besten mit dem Fahrrad. In wie gesagt acht Kilometern bist du auch schon einmal rumgefahren. Wie auf jeder Insel gibt es auch auf Maupiti in der Mitte einen hohen Berg, der erloschene Vulkan, von wo aus du einen tollen Blick auf die Insel und das Meer hast. Wir hatten allerdings keine Lust dort hochzuklettern, zumal das für Mila auch zu anstrengend geworden wäre.

Einziger Hügel auf der Küstenstraße rund um Maupiti
Fahrradtour auf Maupiti

Dafür haben wir einen Schnorchelausflug gemacht, der von der Pension nebenan organisiert wurde. In einem kleinen Motorboot (mit Dach), in dem ca. zehn Personen inkl. Fahrer gut Platz haben, ging es einmal um die Insel zu verschiedenen Spots, wo du dir die typischen bunten Fische, Schwarzspitzhaie, Stachelrochen und sogar riesige Mantarochen anschauen kannst. Ein einzigartiger Ausflug, der voll zu empfehlen ist. Für uns drei haben wir insgesamt nur 60€ gezahlt. Der Ausflug dauerte ca. vier Stunden.

Maupiti Ausflug, Südsee Urlaub, Mädchen am Steuer eines Motorbootes
Bunte Fische bei Maupiti
Mantas im Wasser bei Maupiti
Mantas
Familie unter Wasser beim Schnorcheln auf Maupiti

Südsee Urlaub auf Tahiti

Tahiti ist die größte Insel in Französisch-Polynesien und auch die Hauptinsel mit Papeete als Hauptstadt. Von dort aus gehen alle internationalen Flüge und auch der Flughafen hat wieder eine Größe, die man gewohnt ist. Auch alles andere gibt es schon wieder im Überfluss. Vor allem Supermärkte. Ist tatsächlich erstmal ein kleiner Kulturschock andersherum, wenn man aus einer kleinen, fast abgeschiedenen Welt wie es auf Maupiti war, kommt.

Die Fläche der Insel liegt bei über 1.000 km² und die Einwohnerzahl bei knapp 200.000. Auf den ersten Blick wirkt alles hässlich, vor allem, wenn man in Papeete ankommt. Eine wie wir finden ziemlich dreckige Stadt. Das lässt einen den Südseetraum kurz vergessen. Weiße Strände mit klarem, türkisfarbenem Wasser sucht man vergebens. Der Sand ist eher schwarz bis schmutzig-beige. Unser erster Eindruck war also eher negativ. Aber wir wurden noch eines Besseren belehrt. Dazu weiter unten bei Ausflüge schauen.

Unterkunft

Es gibt mit Sicherheit schöne Unterkünfte im Norden der Insel, wo es bergig und grün ist. Und wer ein paar Tage auf Tahiti genießen möchte, der sollte auch eher in der Richtung nach Unterkünften suchen.

Für uns war es wichtig in der Nähe des Flughafens zu sein, da unser Flug nachts um halb vier von Papeete weiterging bis rüber nach Chile. Deshalb hatten wir uns ein Apartment in Papeete, nur zwei Kilometer vom Flughafen entfernt, gesucht. Schön ist allerdings was anderes. Aber und aus dem Grund empfehlen wir unsere Unterkunft trotzdem, es gab einen Dachpool, von dem aus wir eine fantastische Sicht auf die Insel hatten. Und, wir hatten Carlos, unseren Host. Carlos hat sich einen ganzen Tag für uns Zeit genommen, uns in seinem Auto einmal um die Insel gefahren und uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gezeigt. Er wollte noch nicht einmal etwas dafür haben. Es war großartig und deshalb sprechen wir trotzdem eine Empfehlung aus.

Fare Arearea Sweet Studio in Papeete

Die Unterkunft heißt Fare Arearea Sweet Studio* und liegt fußläufig zum Hafen. Unser Apartment bestand aus einem großen Wohn-, Schlafraum, einer integrierten Küche und einem kleinen Badezimmer. Es war nicht ganz sauber und schon ziemlich abgewohnt, aber aus oben genannten Gründen haben wir darüber hinweggesehen. Dazu war es bezahlbar, denn auch Tahiti ist ziemlich teuer. Pro Nacht haben wir 100€ bezahlt. Vier Tage waren wir insgesamt auf Tahiti.

Weitere Unterkünfte auf Tahiti findest du hier: Tahiti Unterkunft*

Apartmenthaus Fare Arearea Sweet Studio, Papeete, Tahiti
Apartmenthaus Fare Arearea Sweet Studio von außen
Zimmer im Apartmenthaus Fare Arearea Sweet Studio, Papeete, Tahiti, Südsee Urlaub
Unser Apartment
Dachterrasse mit Pool in Papeete, Fahre Arearea Sweet Studio, Tahiti
Dachpool

Verpflegung

Da wir verpflegungsmäßig nur in Papeete unterwegs waren, können wir zum Rest der Insel nicht viel sagen. Uns ist aber aufgefallen, dass es kaum Restaurants gibt und die Leute viel eher ihr Essen nach Hause bestellen. Ständig sieht man Lieferservices herumfahren und selbst kleine Imbissstände bieten diesen an. Wir haben zweimal Pizza mitgenommen und zweimal unser Essen im nächstgelegenen Supermarkt besorgt, in dem man alles kaufen konnte, was man sich so vorstellen kann. Kleine Cafés oder Bäckereien oder ähnliches haben wir nirgends entdeckt. Diesbezüglich also nicht sonderlich gemütlich. Ziemlich beliebt ist in Papeete auch das große gelbe M. Da ist es immer voll und die Verpackungen fliegen überall durch die Gegend. Sehr schade und traurig.

Stop im Supermarkt auf Tahiti in Papeete, Südsee Urlaub
Supermarkt in Papeete

Ausflüge

Einen Ausflug, den du auf jeden Fall machen solltest, ist der zur Schwesterinsel Moorea. Keine Ahnung, warum Schwesterinsel, denn ähnlich sind sie sich in keinster Weise. Moorea ist nämlich wieder so eine typische kleine Südseeinsel wie man sie sich vorstellt. Jeden Tag fahren Fähren rüber. Mehr dazu weiter unten.

Durch Carlos haben wir ansonsten viel von Tahiti gesehen und festgestellt, dass sie definitiv ihre schönen Ecken hat. Hier eine kleine Aufzählung, was du dir anschauen kannst:

  • Viewpoint James Cook Bucht – In dieser Bucht ist früher James Cook angekommen.
  • Pointe Vénus – Eine Art Freilichtmuseum zur Erinnerung an James Cook sowie ein schwarzer öffentlicher Strand.
  • Vaimahutu Wasserfälle
  • Blowhole oder Drachenloch – Ein ca. 30 Zentimeter großes Loch in einer Felswand am Meer, durch die der Wind so stark bläst, dass es einem das Cap vom Kopf haut. Die Geräusche dazu hören sich an wie von einem feuerspeienden Drachen. Eine ziemlich lustige Sache.
  • Belvedere Viewpoint auf der Halbinsel Tahiti Iti – Wunderschöner Blick auf die sehr grüne Insel.
  • Vaima Fluss – Eine kristallklare Kaarstquelle, in der sich die Einheimischen baden.
  • Maraa Grotte – Eine Grotte, in der es immer regnet.
  • Vaiva Beach – Der einzige öffentliche Strand mit immerhin gelbem Sand, der allerdings künstlich aufgeschüttet wurde. Von dort kann man einen wunderbaren Sonnenuntergang beobachten.
Tahiti, Bucht, wo James Cook angekommen ist
James Cook Bucht
Pointe Vénus, Tahiti
Pointe Vénus
Pärchen vor den Vaimahutu Wasserfällen, Tahiti
Vaimahutu Wasserfälle
Blowhole, Tahiti
Blowhole (sieht unscheinbarer aus als es ist)
Frau am Belvedere Viewpoint, Tahiti Iti, Südsee Urlaub
Belvedere Viewpoint, Tahiti Iti
Vaima Fluss, Tahiti
Vaima Fluss
Maara Grotte, Tahiti
Maraa Grotte, in der es immer regnet
Sonnenuntergang am Vaiva Beach, Tahiti
Sonnenuntergang am Vaiva Beach

Südsee Urlaub auf Moorea

Moorea gilt als die kleine Schwester von Tahiti, was aber wahrscheinlich nur daran liegt, dass sie nicht weit von Tahiti entfernt liegt. Denn ansonsten gibt es keine Ähnlichkeiten. Sie ist mit einer Fläche von 133 km² und ca. 16.000 Einwohnern deutlich kleiner als Tahiti. Und im Gegensatz zur großen Schwester hat Moorea traumhafte weiße Sandstrände und türkisfarbenes, kristallklares Wasser. Südseelike eben. Wenn du also auf Tahiti bist, dann mach unbedingt einen Ausflug auf diese wunderschöne Insel. Oder aber du übernachtest gleich dort. Nach Unterkünften kannst du hier suchen:

Unterkünfte Moorea*

Tagesausflug von Tahiti aus

Moorea haben wir wie gesagt als Tagesausflug von Tahiti aus besucht. Das lässt sich wunderbar kombinieren, da jeden Tag mehrmals Fähren rüberfahren. Die Fahrt dauert eine halbe Stunden. Ganz günstig sind die Tickets allerdings nicht. Wir haben für zwei Erwachsene und ein Kind (6 Jahre) für Hin und Zurück umgerechnet 50€ gezahlt.

Hotel Les Tipaniers

Wenn man einen Tagesausflug nach Moorea macht, muss man sich vorher schon überlegen, was genau man unternehmen möchte. Das Problem ist nämlich, dass alle Strände von Hotels besetzt sind und man sich nicht einfach irgendwo an den Strand setzen kann. Einige große Hotels bieten Tageskarten an, die die Strandnutzung beinhalten sowie ein paar Snacks und Wasser. Die sind allerdings so unverschämt teuer (ca. 100€ pro Person), dass zumindest wir das nicht gemacht haben.

Wir hatten aber vorher schon den Tipp bekommen, uns mit einem Taxi zum Hotel Les Tipaniers fahren zu lassen. Dieses liegt im Nordwesten der Insel, ca. 30 Kilometer vom Fährhafen entfernt. (Eine ganze Inselumrundung wären 60 Kilometer.) Dort könnten wir kostenlos den ganzen Tag den Strand nutzen. Und so war es tatsächlich auch. Das Les Tipaniers besteht aus einer kleinen Bungalowanlage mit einem traumhaft schönen und ruhigem Strand. In einem kleinen dazugehörigen Strandrestaurant haben wir Mittag gegessen und ansonsten den Tag mit Schwimmen und Schnorcheln verbracht.

(Anmerkung: Wir waren 2018 auf Moorea. Es kann natürlich sein, dass es diese Möglichkeit kostenlos einen Tag am Strand vom Hotel Les Tipaniers zu verbringen, irgendwann nicht mehr gibt.)

Bei unserer Taxifahrerin hatten wir auch großes Glück. Elisabeth, eine sehr süße und nette ältere Omi, hat uns auf dem Hinweg über die eine Seite der Insel gefahren und uns alles mögliche über Moorea erzählt. Auf dem Rückweg (wir hatten mit ihr eine Zeit verabredet, zu der sie uns wieder abholen soll) sind wir die andere Seite der Insel abgefahren. Für die ganze Tour haben wir ihr umgerechnet knapp 70€ gezahlt. Das Geld war auf jeden Fall gut angelegt.

Weitere Aktivitäten auf Moorea findest du hier: Moorea Tipps

Blick auf die Anlage Les Tipaniers auf Moorea, Südsee Urlaub
Blick auf den Strand beim Hotel Les Tipaniers
Am Strand auf Moorea, Südsee Urlaub
Inselrundfahrt Moorea
Unsere Taxifahrt mit Elisabeth

Wenn du noch mehr Details über unseren Südseeaufenthalt wissen möchtest, wir haben unsere Erlebnisse alle in Tagebuchform festgehalten. Nachlesen kannst du sie hier:

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