Plastik- und Müllvermeidung

Müll- und Plastikvermeidung auf Reisen

Müllvermeidung auf Reisen

Auch auf Reisen entsteht schnell mal unnötiger Müll, den wir aber locker vermeiden können. Wir sollten also nicht nur zu Hause auf unsere Müllproduktion achten, sondern genauso, wenn wir unterwegs sind. Denn ein Müllproblem gibt es fast überall auf der Welt und dem gilt es entgegen zu wirken. Ich habe sechs Tipps zu Müll- und Plastikvermeidung für dich zusammengestellt, die du vielleicht schon für deine nächste Reise umsetzen kannst 😉

1. Hab immer eine Trinkflasche dabei (um Plastikmüll durch Plastikflaschen zu sparen)

Diese kannst du dir in deiner Unterkunft, in Cafés oder an öffentlichen Trinkwasserstellen kostenlos wieder auffüllen und sparst so auch noch Geld. Gerade an Flughäfen kann so eine Wasserflasche ja recht teuer sein. Natürlich solltest du darauf achten, ob das Leitungswasser in dem jeweiligen Land, wo du gerade bist, auch trinkbar ist. Erkundige dich also am besten vorher. Oft gibt es aber trotzdem öffentliche Trinkwasserstellen. In der App maps.me bspw. sind diese sogar in den Karten gekennzeichnet.

Da so eine Trinkflasche ja relativ schnell leer ist, haben wir uns eine Drinkbag besorgt. Da passen 2-3 Liter rein. Das praktische ist, du hast sie hinten im Rucksack und durch einen integrierten dünnen Schlauch, der als Trinkschlauch fungiert, brauchst du, wenn du Durst hast, noch nicht mal den Rucksack absetzen. (Funktioniert am besten mit einem Rucksack, bei dem so eine Vorrichtung bedacht wurde.)

Wir haben folgenden Rucksack: Thule EnRoute 2 Blur Rucksack, 24l*

Und folgende Drinkbag: Deuter 2.0 l Trinksystem

Und damit das Wasser gerade in sehr warmen Ländern auch schön kühl bleibt, gibt es diese Thermobag dazu (die wir auch haben): Deuter Thermo Bag 3.0 l für Trinksystem 

Falls das Wasser nicht trinkbar sein sollte

Wenn das Wasser in dem Land, wo du bist nicht trinkbar sein sollte und es auch keine öffentlichen Trinkwasserstellen gibt, dann gibt es drei Möglichkeiten:

  • Erstens: Du reinigst das Wasser.
  • Zweitens: Du besorgst dir vor Ort Wasser in Glasflaschen, welches du in deine Trinkflasche umfüllst (denn Glasflaschen mitschleppen wird ein bisschen schwer).
  • Drittens: Du kaufst Wasser in Plastikflaschen abgefüllt, achtest aber darauf, dass du die größte vorhandene Größe nimmst (also bspw. lieber eine 2l-Flasche, als vier 0,5l-Flaschen). Oft gibt es auch 5l-Kanister. Das wäre natürlich bei der der dritten Variante am besten.

Wasserreinigung

Auch hier gibt es wieder mehrere Möglichkeiten. Du kannst das Wasser abkochen (tötet alle Erreger ab). Du kannst es mit Chloridtabletten chlorieren (tötet ebenfalls alle Erreger ab, entfernt aber keine Schwebstoffe wie Algen, Insekten etc. ). Du kannst es filtern (tötet fast alles ab und entfernt Schwebstoffe) oder du kannst es mit UV-Strahlen behandeln (entfernt keine Schwebstoffe, tötet aber auch kleinste Viren ab).

Eine gut erklärte Übersicht findet du hier: Möglichkeiten der Wasseraufbereitung

Eine hilfreiche Empfehlung wie man es am besten macht, geben Anne und Sebastian vom Blog reisefroh. Sie verwenden einen Filter und zusätzlich eine UV-Lampe. Den Artikel findest du hier: Die besten Tipps zur Wasseraufbereitung

2. Verzichte auf Einweg-Plastik

Oh, hier gibt es viel, auf das du verzichten kannst oder wofür es, falls du nicht verzichten möchtest oder kannst, Alternativen gibt.

Ein Strohhalm in deinem Getränk

Muss eigentlich nicht sein oder? Also am besten direkt bei der Bestellung im Café angeben, dass du keinen Strohhalm haben möchtest. Nur mal so für die Vorstellung: weltweit werden täglich um die 4 Mrd. Strohhalme verbraucht. Es gibt zwar immer mehr Restaurants, Cafés und Bars, die darauf verzichten, aber es gibt immer noch zu viel. Ich gebe zu es gibt Getränke, die lassen sich mit einem Strohhalm besser trinken wie z.B. ein Cocktail oder auch die Kokosmilch direkt aus der Nuss. Na ja und wer Kinder hat, weiß auch, dass sie Strohhalme lieben. Aber dann hab doch einfach deinen eigenen und wiederverwendbaren Strohhalm dabei. Hier gibts viele Möglichkeiten: aus Bambus, aus Alu oder aus Glas. Mein persönlicher Favorit sind die aus Glas von Halms in unterschiedlichen Varianten: HALM Glas Strohhalme – Starter Set 4 Stück*

Coffee-to-go-Becher

Du hast Urlaub! Du kannst dich in Ruhe hinsetzen und deinen Kaffee dort trinken, wo du ihn bestellt hast. Ein To-Go-Becher ist also ziemlich unnötig. Und wenn du es doch mal eilig hast, weil du vielleicht deinen Flug nicht verpassen willst, dann hab deinen eigenen Becher dabei und lass dir den Kaffee dort reinfüllen. Zum Beispiel in diesen hier: Bambus Coffee-to-Go-Becher*

Das gilt übrigens nicht nur für Kaffee. Du kannst dir auch alle anderen Getränke reinfüllen lassen.

Plastik-Besteck

Das bekommt man meistens an Imbissbuden, Streetfoodständen oder an der Salatbar in Supermärkten. Ich bin absolut dafür, dass man sich sein Essen an kleinen Ständen holt, die von Einheimischen betrieben werden, anstatt in großen Fastfood- oder Restaurantketten. Aber du kannst auf das Plastikbesteck verzichten, wenn du dein eigenes wiederverwendbares Besteck dabei hast. Am leichtesten wäre die Bambusvariante*. Hinterher einfach abspülen, wieder einstecken, fertig.

Essen-to-go-Schachteln

Hier gilt das gleiche wie bei den Bechern: Du hast Urlaub und deshalb Zeit dich hinzusetzen. Dann bekommst du in den meisten Fällen auch richtiges Geschirr, anstatt Styropor- oder Plastikschachteln. Und falls nicht, frage, ob sie dir das Essen in deine eigene Dose füllen würden. Oft geht das auch. (Ich weiß, das ist was für Fortgeschrittene. Es ist einem unangenehm zu fragen und man will auch nicht immer eine ganze Ausrüstung mitschleppen. Aber achte doch einfach mal drauf. Dann fällt dir vielleicht auf, dass der Stand oder das Café nebenan richtiges Geschirr anbietet. Und dann gehst du eben da hin.)

Plastiktüten

Ein Problem, was mittlerweile jeder kennen sollte, aber nicht jeder umsetzt. Also einfach immer einen Beutel dabei haben. Und einen Rucksack hat man ja sowieso immer auf dem Rücken. Schwierig wird es an der Supermarktkasse. Oftmals werden ja im Ausland die Lebensmittel zack, zack (so schnell kann man oft gar nicht gucken) in eine oder mehrere Plastiktüten gesteckt. Man muss also schnell sein, um das rechtzeitig abwenden zu können. Welchen Beutel ich übrigens super praktisch finde, weil er super schnell wieder zusammenhaltbar ist, ist dieser hier: Fernwehshopper Weltkarte*

3. Nimm Seife mit

Am besten eine Seife für alles: Hände, Körper und Haare. Der große Vorteil: Du sparst Platz und Gewicht im Koffer UND du kannst die Seife sogar mit ins Handgepäck nehmen. Die kleinen Shampoo- und Duschzeugfläschchen, die häufig in Unterkünften bereit stehen, kannst du dann auch unberührt lassen. Stell sie aber am besten irgendwohin, wo sie geschützt stehen. Nicht, dass sie vom Personal ausgetauscht werden, nur weil irgendwas von außen drangekommen ist. Vielleicht legst du auch noch einen Zettel mit „Thanks, but I don’t need this.“ daneben.

Und jetzt fragst du dich bestimmt, welche Seife denn so gut ist, dass man neben Händen und Körper auch noch super die Haare mit ihr waschen kann. Da habe ich wirklich DIE Lösung. Und nein, ich habe keine Kooperation mit den beiden Gründern dieses Labels, ich finde sie einfach nur ziemlich gut. Also die Seife. Sie nennt sich „Duschbrocken“, gibt es in drei Duftvarianten und ist hier erhältlich: Duschbrocken-Shop

Ich hatte auch schon in dem Beitrag über Müll- und Plastikvermeidung im Badezimmer darüber geschrieben. Letztendlich sind es auch mehr oder weniger die gleichen Tipps, die für zu Hause und für’s Reisen gelten.

4. Nutze wiederverwendbare Wattepads

Wenn du jemand bist, der sich im Urlaub sowieso nicht schminkt, super, dann brauchst du vermutlich gar keine Wattepads (oder braucht man die Dinger noch für was anderes?) Falls du nicht auf sie verzichten magst, gibt es auch hier eine gute Alternative: Wiederverwendbare Pads aus bspw. Baumwolle. Die kannst du kaufen oder auch aus alten Handtüchern selbst nähen. Wenn sie schmutzig sind, gehen sie einfach mit in die Waschmaschine.

Für die selbstgenähte Variante findest du hier eine Anleitung: Wattepads selber nähen

Für die gekaufte Variante gibt’s hier einen nachhaltigen Tipp: Abschminkpads Waschbar aus Baumwolle INKL. Wäschenetz*

5. Menstruations-Cup statt Tampons

So, das ist auch wieder etwas für Fortgeschrittene, denn das muss man wirklich wollen und vor allem ausprobieren. Ich bin super zufrieden mit meiner Cup und bin froh, dass ich nie wieder Tampons kaufen muss, dadurch Platz im Koffer spare und keinen Müll mehr damit produziere. Da ich schon einmal darüber geschrieben habe, mache ich es mir jetzt mal einfach und verlinke dich dahin. Bei Interesse wie immer einfach draufklicken. Du findest den Absatz unter Tipp 11 (der letzte Tipp): Menstruations-Cup

Die Cup, die ich nutze, ist übrigens diese hier: Me Luna Cup Sport, Ring, Blau-Violett, Größe S*

6. Sonnencreme ohne Mikroplastik

Auch darüber hatte ich schon mal ausführlich geschrieben, deshalb auch hier der Link zum Beitrag: Sonnencreme ohne Gedöns und Bullshit

Aber so viel sei an dieser Stelle noch mal gesagt, bitte achte darauf, dass deine Sonnencreme OHNE Mikroplastik ist. Denn dieses Zeug schadet allem, was du beim Schnorcheln so schön findest: Korallen, bunte Fische und andere Meerestiere. Und davon abgesehen ist es höchstwahrscheinlich auch nicht gut für dich selbst. Am besten findest du die Inhaltsstoffe heraus, wenn du die Codecheck-App verwendest. Über den Barscanner scannst du das Produkt ein und dir werden die Inhaltsstoffe angezeigt und ob diese bedenklich sind.

Ach und eine Sache noch: Schau doch mal, ob du nicht jedes Mal, wenn du am Strand, in den Bergen oder im Wald bist, mind. 3 Teile an Müll, die dort rumliegen mitnehmen und in den nächsten Mülleimer schmeißen kannst. Stell dir nur mal vor das würden alle Menschen tun. Wie sauber wäre unsere Natur!

So und jetzt wünsche ich dir eine tolle nächste Reise und vielleicht setzt du das ein oder andere ja auch rum und reist zukünftig bewusster. Vielleicht hast du selbst aber auch noch Ideen, was man noch machen kann. Schreib das gerne in die Kommentare! Vielleicht bist du aber auch schon ein alter Hase auf dem Gebiet und kennst richtig coole Hacks. Dann gerne her damit!

Liebe Grüße

Romy

Diese Artikel könnten dich auch interessieren:

Meine Verwandlung zum Plastikrebell

5 Dinge, die du tun kannst, um Plastik zu sparen

Plastik und Müll sparen im Alltag – Einkaufen im Supermarkt

*Die Produkte sind mit Affiliate-Links hinterlegt. Das heißt, wenn du über diesen Link das Produkt kaufst, bekommen wir ein paar Cent für die Reisekasse 🙂 Für dich ändert sich am Preis nichts!

Aber: Bevor du im Internet bestellst, schau doch auch mal, ob du das Produkt nicht auch bei dir im Laden um die Ecke kaufen kannst. Ist besser für die Ökobilanz und du unterstützt kleine Läden.

Du möchtest uns unterstützen? Dann klick mal hier rein! Wir haben ein paar Dinge aufgelistet, die du tun kannst und über die wir uns riesig freuen würden. (Es kostet dich nichts, außer ein paar Sekunden deiner Zeit.)

Teile den Beitrag gerne!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.