Grüner BereichNaturkosmetik

Sonnencreme ohne Gedöns und Bullshit – unsere Empfehlungen

Bio-Sonnencremes zum Schutz der Meere und für sich selbst

(Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung.)

 

So dachten wir mal

Sonnencreme war bei uns eigentlich nie ein Thema. Wir haben immer das gekauft, was so in der mittleren Preisklasse lag. Für unsere Tochter (6 Jahre) durfte es dann auch mal die teurere sein, wo angeblich nichts „Schlimmes“ drin ist. Aber die Inhaltsstoffe haben wir uns trotzdem nicht durchgelesen. Wenn es für Kinder ist, kann es ja nicht schlecht sein. Dachten wir.

Aber als wir uns dann ein bisschen intensiver mit der Welt beschäftigten (wir wollten sie ja schließlich bereisen; weitere Infos dazu unter Weltreise to go), wurden wir auch mit immer mehr Problemen konfrontiert. Vor allem ein Thema stand plötzlich im Fokus: Plastik. Und dabei ging es nicht nur um Plastiktüten und Plastikflaschen usw. Was ja schon schlimm genug ist. Dabei ging es vor allem auch um Mikroplastik. Ganz zu schweigen von Nanopartikeln und weiterer Chemie. In der Kosmetik. Auch in der Sonnencreme. Auch in der für Kinder. Auch in der, die es in der Apotheke gibt. Jep.

Peng. Blase zerplatzt. Aufgewacht.

 

 

 

So denken wir jetzt

Und wenn man dann anfängt sich die Inhaltsstoffe durchzulesen. Auf Produkten, die doch laut Verpackung eigentlich versprochen haben ganz rein und grün zu sein. Dann entwickelt man schon eine kleine bis mittelschwere Wut auf die Kosmetikindustrie, die es doch jahrelang geschafft hat, uns zu veralbern.

Vor allem gelten etliche Sonnencreme-Inhaltsstoffe als problematisch, wenn nicht gar gesundheitsgefährdend. Sie können Allergien auslösen oder stehen im Verdacht, hormonell oder krebserregend zu wirken. Und dass lass jetzt mal auf Dich wirken.

Bei uns kommt jedenfalls nur noch Naturkosmetik ins Badezimmer. Und an den Strand. Denn zum einen möchte ich diesen Mist nicht mehr auf der Haut haben und zum anderen soll er auch nicht ins Abwasser und somit in die Meere fließen. Wobei Mikroplastik in der Sonnenmilch ja dann auch mal direkt ins Meer gelangt. Wenn man darin badet.

 

 

Was ist Mikroplastik

Mikroplastik sind Mini-Kunststoffteilchen, die nicht aus dem Wasser herausgefiltert werden können und letztendlich über die Meerestiere, die es aufnehmen, wieder auf unserem Teller landen. Was es mit uns macht? Wissen wir noch nicht so genau. Aber ich könnte mir vorstellen nichts Gutes. Und außerdem, wer möchte schon in einer Plastikwelt leben? Gesund und gut für die Umwelt geht anders.

Genauere Informationen zu Mikroplastik könnt ihr bspw. hier nachlesen: https://www.bund.net/meere/mikroplastik/

 

 

 

Meine Sonnencreme-Auswahl

Ich fand es ehrlich gesagt ziemlich schwierig eine Sonnencreme zu finden, die wirklich „grün“ ist. Mit der Codecheck-App bewaffnet, ging ich in die Drogerien und Apotheken und testete stundenlang alles durch. Aber Fehlanzeige. Es gab keine einzige Sonnencreme, in der nicht irgendwelche sehr bedenklichen Inhaltsstoffe enthalten waren. Krass. Und traurig. (Ich muss dazu sagen, dass zu dem Zeitpunkt Winter war und die Auswahl entsprechend klein. Jetzt im Sommer gibt es deutlich mehr Produkte. Auch Bioprodukte.)

Also recherchierte ich im Internet und stieß auf drei Hersteller, die immer wieder auftauchten:

  1. Eco Cosmetics
  2. Laboratoires de Biarritz mit Alga Maris
  3. Ringana

 

Auch diese habe ich dann zunächst erst mal wieder mit der Codecheck-App durchleuchtet. Am wichtigsten war und ist mir, dass die Cremes kein Mikroplastik, keine Nanopartikel, kein Palmöl und keine hormonell wirksamen und bedenklichen Inhaltsstoffe enthalten. (Es gibt in der App noch die Abstufung „leicht“ bedenklich. Da akzeptiere ich max. 3 Inhaltsstoffe.)

 

Bestellt habe ich entsprechend folgende Cremes:

  • Eco Cosmetics Baby & Kids Neutral, LSF 50
  • Eco Cosmetics Neutral, LSF 30 und 50
  • Alga Maris Sonnenmilch, LSF 30
  • Alga Maris Sonnenspray, LSF 50
  • Lavera Bio Sonnencreme, LSF 30 (Kids)
Bio-Sonnencreme-Auswahl

Meine Wahl

Auf die Ringana Sonnencreme habe ich letztendlich verzichtet, da es sie nur als LSF 20 gibt und mir das zu wenig war und weil sie noch mal deutlich teurer war, als die anderen. (Wobei ich jetzt gelernt habe, dass LSF 20 auch absolut ausreichend ist.) Ich habe aber schon häufig gehört, dass die Ringana-Produkte generell sehr gut sein sollen. Vor allem verfolgt das Unternehmen eine 360-Grad-Nachhaltigkeitsvision. Also auch Verpackung, Versand und Bezahlung der Rohstoffe sind fair und nachhaltig.

Die Lavera Bio-Sonnencreme habe ich ebenfalls noch im Netz entdeckt. Es gab sie nicht in der Drogerie (jedenfalls im Winter nicht, als ich auf der Suche war). Obwohl es dort ja jede Menge Lavera-Produkte gibt (die im übrigen fast alle gut sind). Allerdings hat sie vier leicht bedenkliche Inhaltsstoffe. Also für mich einer zu viel. Ich habe sie trotzdem bestellt, weil der Preis im Vergleich zu den anderen Cremes deutlich günstiger war.

 

 

 

Wie funktionieren Sonnencremes ohne Chemie?

Diese Bio-Sonnencremes wirken nicht chemisch, sondern physikalisch. Mineralische UV-Filter wie Titanoxid und Zinkoxid bilden eine Schutzschicht auf der Haut und reflektieren die UV-Strahlen wie winzige Spiegel. Leider entsteht dadurch manchmal der sogenannte „Weißeffekt“. Heißt, die Creme lässt sich weniger gut verteilen und es bleibt ein weißer Rückstand auf der Haut. Das nervt natürlich. Mich auch. Die mineralischen Substanzen könnten verkleinert werden, so dass sich die Creme besser auftragen lässt. Allerdings muss aufgepasst werden, dass sie nicht so klein sind, dass sie in den Nanobereich kommen. Mineralien können durch die Verkleinerung (Nanotechnologie) ihre physikalischen Eigenschaften verändern und im Körper mit anderen Molekülen reagieren. Dieses Thema ist leider noch nicht genügend erforscht. Wir wissen also auch hier nicht, was es mit uns macht. Besser ist aber wohl: möglichst darauf verzichten.

Mehr Infos erhältst du bspw. hier: https://www.bund.net/chemie/nanotechnologie/gesundheit/

 

In Sonnencremes mit chemischen Filtern sind übrigens weitaus häufiger Nanopartikel zu finden, als in Sonnencremes mit mineralischen Filtern. Zu erkennen als „nano“ in der Inhaltsstoffliste.

 

 

 

Unsere Erkenntnisse

Eco Cosmetics

Konsistenz und Weißeffekt:

Alle drei Sonnencremes, die wir gekauft haben, sind relativ dickflüssig und lassen sich schwer verteilen. Die 50-er ist am dickflüssigsten. Und ja, es bleibt ein weißer Rückstand auf der Haut. Vor allem, wenn man im Wasser war, wird das oft noch deutlicher. Es entsteht ein weißlicher Film auf der Haut. Selbst beim Duschen lässt sich die Creme schwer abwaschen.

 

Geruch:

Da wir die neutrale Creme bestellt haben, war auch der Geruch so gut wie neutral.

 

Schutz:

War sehr gut. Wir hatten keinen Sonnenbrand.

 

Wasserresistent:

Ja

 

Verpackung:

Kunststoffflakon mit Pumpspender. Angenehme Dosierung. Wird komplett leer. Handlich.

Eco Cosmetics Sonnencreme LSF 50
Eco Cosmetics Kids Sonnencreme LSF 50

Meine Meinung:

Grundsätzlich bin ich lieber weiß, als dass mein Körper irgendwelche komischen Stoffe aufnimmt, bei denen ich nicht weiß, was sie mit mir anstellen. Deshalb habe ich die Sonnencreme brav benutzt. Allerdings nur für den Körper. Für das Gesicht war es mir dann doch zu weiß. Die Creme zieht aber nach einer Weile vollständig ein. Man muss nur geduldig sein.

Meine Tochter macht sich noch nicht die Gedanken ums Aussehen, weshalb ich sie immer mit dieser Creme eingecremt habe. Ich denke bei Kindern ist das Weiß-Problem noch egal.

Damit die Verteilung leichter ist, verreibe ich die Creme in den Händen und betupfe das Gesicht, den Körper erst mal nur flächig. Anschließend verreibe ich die Tupfen. Geht leichter und die Verteilung ist gleichmäßiger.

 

Was ich noch mal kaufen würde:

 

Kosten:

Um die 18€ für 50 ml.

 

 

Alga Maris

Konsistenz und Weißeffekt:

Sonnenmilch, LSF 30

Ich empfinde die Konsistenz hier als perfekt. Es ist eine leichte Lotion, die sich super verteilen lässt. Auch im Gesicht. Ich hatte keinen Weiß-Effekt und auch nach dem Duschen blieben keine Rückstände. Es gibt aber auch noch eine extra Sonnenmilch für das Gesicht (LSF 30 und 50). Die muss ich noch testen. Genauso wie die Sonnencreme für Kids.

Evtl. kann die Creme eher weniger geeignet sein, wenn man sehr fettige Haut hat. Sie ist minimal ölig. Ich habe eine Mischhaut und mich hat es nicht gestört.

Sonnenspray, LSF 50

Das Spray ist noch mal dünnflüssiger als die Creme und lässt sich auch sehr gut verteilen. Mir war das Spray allerdings ein bisschen zu ölig. Für allem fürs Gesicht. Da habe ich mich lieber mit der Milch eingecremt. Für den Körper war es aber ok.

 

Geruch:

Da in den Cremes Kokosöl enthalten ist, riecht es auch danach. Ich persönlich mag diesen Geruch sehr.

 

Schutz:

War sehr gut. Wir hatten auch mit dieser Creme keinen Sonnenbrand.

 

Wasserresistent:

Ja

 

Verpackung:

Kunststoffflakon mit Pumpspender/Pumpspray. Angenehme Dosierung. Wird komplett leer. Handlich.

Alga Maris Sonnencreme LSF 30
Alga Maris Sonnenspray LSF 50

Besonders:

In den Alga Maris Produkten ist Rotalgenextrakt enthalten, welches die Hautzellen schützt, in dem es freie Radikale neutralisiert.

 

Was ich nochmal kaufen würde:

 

Was ich noch ausprobieren möchte (und denke, dass es gut ist):

 

Kosten:

Um die 20€ für 100 ml (Körper) und um die 15€ für 50 ml (Gesicht).

 

 

Lavera

Konsistenz und Weißeffekt:

Die Lavera-Sonnencreme ist auch eher dickflüssig und sie ist gelblich. Sie lässt sich nicht so gut verteilen und hat einen Weiß-Gelbeffekt. Der ist sogar noch etwas stärker als bei Eco Cosmetics.

 

Geruch:

Meine Tochter fand den Geruch schlimm. Sie hat immer die Luft angehalten, während ich ihr das Gesicht eingecremt habe. Ich finde ihn ok. In der Creme ist Sonnenblumenöl enthalten. Danach riecht es dann auch etwas.

 

Schutz:

Sehr gut. Mila hatte auch damit nie einen Sonnenbrand.

 

Wasserresistent:

Ja

 

Verpackung:

Kunststofftube. Wird nicht komplett leer. (Es sei denn man schneidet die Tube am Ende auf. Und holt den Rest raus. So machen wir es immer.) Ich finde Tuben eher unhandlich.

Lavera Bio Sonnencreme LSF 30

Kosten:

Um die 10€ für 75 ml.

 

Nochmal kaufen?

Der Preis ist zwar unschlagbar im Vergleich zu den anderen, aber da sie bzgl. Konsistenz und Weißeffekt nicht überzeugt hat, Mila sie nicht riechen kann und sie auch noch einen leicht bedenklichen Inhaltsstoff mehr enthält, als mir lieb ist, werde ich sie nicht mehr kaufen.

 

Alternative, die ich jetzt erst entdeckt habe und noch ausprobieren muss:

  • Weleda Edelweiss Baby & Kids Sensitiv Sonnencreme LSF 50+/ oder 30

 

 

Biosolis: Alternative Sonnencreme für das Gesicht

Als ich letztens mal wieder ein bisschen in der Naturkosmetikabteilung in einer Drogerie gestöbert habe, habe ich die Sonnencreme für das Gesicht von Biosolis, LSF 30* entdeckt. Nach dem Codecheck-App-Check (was für ein Wort) hat diese Creme nur einen leicht bedenklichen Inhaltsstoff. Hab ich also mitgenommen.

 

Konsistenz und Weißeffekt:

Es ist eine leicht dickflüssige Lotion. Sie lässt sich aber sehr gut verreiben. Einen Weiß-Effekt habe ich damit nicht. Sie braucht 1-2 Minuten bis sie eingezogen ist.

 

Geruch:

Sie riecht speziell. Aber durchaus angenehm. Ich mag es.

 

Schutz:

Ich nutze sie hier zu Hause, bevor ich rausgehe. Sozusagen als Tagescreme über der Tagescreme. Ich habe mit der Creme ein gutes Gefühl und rot im Gesicht war ich bisher auch noch nicht.

 

Wasserresistent:

Ja

 

Verpackung:

Kunststofftube. Wird nicht komplett leer. (Es sei denn man schneidet die Tube am Ende auf. Und holt den Rest raus. So machen wir es immer.) Ich finde Tuben wie gesagt eher unhandlich.

Biosolis Sonnencreme LSF 30

Kosten:

Um die 15€ für 50 ml.

 

Nochmal kaufen?

Ja, auf jeden Fall. Aber als nächstes teste ich dann erst mal die Gesichtssonnencreme von Alga Maris 🙂

Von Biosolis gibt es auch noch weitere Sonnencremes wie z.B. Sonnenmilch für den Körper, für Kids, Sonnenspray etc. Vielleicht eine gute Alternative, wenn man den Kokosduft von Alga Maris nicht mag.

 

 

 

Fazit

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Überblick geben. Und ich hoffe ich konnte euch ein bisschen umstimmen, was den Kauf der Sonnencreme betrifft. (Falls ihr nicht schon längst auf Bio umgestiegen seid.) Denkt bitte zum einen an euch selbst und eure Gesundheit und zum anderen an den Ozean, der nicht noch mehr Plastik oder andere Chemikalien vertragen kann.

Wenn ich die noch ausstehenden Cremes getestet habe, aktualisiere ich den Beitrag natürlich.

Bei Fragen oder Anmerkungen, schreibt mir gerne!

 

PS: Ich bin keine Beautyexpertin und keine Wissenschaftlerin. Die Erkenntnisse beruhen einzig und allein auf meinen persönlichen Erfahrungen und Recherchen.

PPS: Dieser Beitrag enthält unbezahlte, aber möglicherweise Werbung. Ich habe mit keiner der o.g. Marken eine Kooperation o.ä. Ich habe das alles freiwillig aufgeschrieben, weil ich Alternativen zu Sonnencremes mit chemischen Filtern aufzeigen möchte. Warum? Weil ich möchte, dass wir alle gesund bleiben und weil ich der Meinung bin, dass die Welt kein weiteres Plastik und keine weitere Chemie mehr verkraftet und wir sie schließlich nur von unseren Kindern geliehen haben, die noch weitaus länger in ihr leben möchten als wir es tun werden.

 

*Die Produkte, die ich gut finde, sind mit Amazon-Affiliate-Links hinterlegt. Das heißt, wenn ihr über diesen Link das Produkt kauft, bekommen wir ein paar Cent für die Kaffeekasse 🙂 Für euch ändert sich am Preis nichts!

 

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