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6. REVIERkind Beitrag: Jede Reise hat ein Ende und einen Neubeginn

Revierkindbeitrag Reiseende und Neubeginn

Letzter Stop Portugal

Wir landen pünktlich 13 Uhr Ortszeit in Porto. Mila ist so aufgeregt und kann es nicht mehr erwarten, endlich ihre Omas und Opas in die Arme zu schließen, die ebenfalls nach Porto gekommen sind.

Die Wiedersehensfreude ist groß und in dem Moment freuen wir uns sehr wieder da zu sein. Wobei wir ja noch gar nicht da sind. Aber immerhin befinden wir uns wieder auf europäischem Boden und es fühlt sich gut an.

Irgendwie fällt auch eine Last ab. Die Sorge, dass ja doch immer etwas hätte passieren können. Ist es aber nicht. Es gab nie wirkliche Probleme und vor allem: wir sind alle gesund geblieben. In dem Moment sind wir auch einfach nur dankbar, genau dafür.

Auf dem Balkon meiner Eltern in unserer Unterkunft in Espinho (ca. 25 km von Porto entfernt), gibt es einen kleinen Sektempfang für uns. Die Sonne scheint. Wir haben Blick auf das Meer. Und wir haben noch ein paar schöne Tage vor uns.

Anschließend geht’s zum Strand, der wunderschön und breit ist. Der Atlantik diesmal von der anderen Seite. Nur fühlen wir uns gerade unwirklich. Als wären wir plötzlich in einer anderen Welt. Vom Traum zurück in die Realität. So kommt es uns vor.

Mila hingegen ist glücklich ihre Großeltern wieder zu haben und springt von einem zum anderen. In den nächsten Tagen sehen wir nicht viel von ihr. Was wir jetzt noch nicht wissen ist, dass sie ihre Erlebnisse erst in den nächsten Wochen und Monaten aufarbeiten wird und erst nach und nach Bruchstücke aus ihr herauskommen.

 

Porto

Von Espinho aus sind es mit dem Zug ca. 30 min bis Porto. Es ist Ende Mai, es ist warm und die Stadt voll. Wir lassen uns treiben und nehmen die vielen Menschen teilweise gar nicht wahr, so gedankenversunken sind wir. Aber Porto ist wunderschön. Viele tolle Altbauten, verkleidet mit den typischen blau-weißen Kacheln. Hier und da kleine Cafés und versteckte Restaurants, viele Souvenirgeschäfte, aber auch nette Boutiquen und die märchenhafte Harry Potter-Buchhandlung.

Am zweiten Tag in der Stadt sind Tobias und ich allein unterwegs. Wir wollen uns einige Portweingüter anschauen. Auf einer gemütlichen Terrasse bei einem der Weingüter, mit traumhaftem Blick auf die Stadt, legen wir eine Pause ein. Es sind noch genau zwei Plätze frei. Wir bestellen etwas zu essen und probieren einen Schluck Portwein. Der Moment ist gerade so unfassbar schön, dass wir am liebsten für immer hier sitzen bleiben möchten. Wir wollen das Leben immer so genießen wie jetzt gerade. Wir wollen jeden Morgen aufstehen und uns auf den Tag freuen. Und wenn es schlechte Tage gibt, kehren wir sie um in gute. Wir nehmen uns fest vor daran zu arbeiten.

 

Zuhause

Und dann ist es soweit. Wir sind wieder Zuhause. Zurück von einer Reise, die uns und unser Leben verändert hat. Positiv. Einer Reise, die uns so viel gegeben hat und uns immer noch geben wird, wenn wir alt sind. Wir haben ein kleines großes Stück unserer wunderschönen Welt gesehen. Jeder Ort hatte etwas, das uns fasziniert hat. Wir haben einen noch viel offeneren Blick auf die Welt bekommen. Wir haben gelernt mehr auf unser Inneres zu hören anstatt auf die Meinungen von außen.

Wir haben aber auch viel Armut gesehen. Uns zwischendurch geschämt für Kleinigkeiten, die uns stören und die im Vergleich so nichtig sind. Wir haben mal wieder gemerkt wie wenig man im Leben braucht, um glücklich zu sein.

Wir waren erschrocken über den Müll, den die Menschen überall auf der Welt jeden Tag tonnenweise produzieren und in der Natur liegen lassen. Wir haben uns dabei oft hilflos gefühlt, aber auch einen noch größeren Drang entwickelt etwas dagegen zu tun.

Auf unserer Reise war jeder Tag anders und neu. Es war eine intensive Zeit. Aber es war niemals stressig. Wir haben uns 1,5 Jahre auf diese Reise vorbereitet. Sie hatte schon begonnen, bevor wir gestartet sind. Es war ein perfekter Plan, der perfekt aufgegangen ist. Ein Plan weit außerhalb unserer persönlichen Komfortzone. Es war die beste Entscheidung. Eine einmalige Zeit. Für immer in unseren Köpfen gespeichert.

Wir sind nicht traurig, weil die Reise vorbei ist. Wir sind glücklich sie gemacht zu haben. Was uns aber fehlen wird, ist die Zeit zu dritt. Eine Zeit ohne Termine. Eine Zeit ohne zu wissen, welcher Wochentag gerade ist. Eine Zeit, in der wir uns so frei gefühlt haben. Eine Zeit ohne Alltag und Routine. Aber wir freuen uns auf das, was kommt. Es wird anders sein, als vor der Reise.

Zurück in der Komfortzone? Nur zum Teil. Ein Teil wird nie zurückkehren. Denn das Leben findet außerhalb statt. Und das ist es, was wir wollen: ein Leben, das wir leben.

 

Neubeginn

Mittlerweile ist ein halbes Jahr vergangen und es hat sich viel verändert. Wir haben uns verändert. Was diese Reise mit uns gemacht hat und wie es mit unserer kleinen Familie weitergeht? Folge uns doch weiter auf unserem Blog und /oder:

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Alles Liebe

Romy, Toby & Mila 

 

Alle vorherigen REVIERkind Beiträge kannst Du hier nachlesen:

 

Beitrag 1 – Wie alles begann

Beitrag 2 – Start der Weltreise

Beitrag 3 – Das erste Mal Südostasien

Beitrag 4 – Südseetraum

Beitrag 5 – Südamerika

 

Unser ausführliches Weltreisetagebuch findest Du unter Weltreise to go.

 

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