Rückblicke und Ausblicke

Rückblick 2017 – Ausblick 2018

Sammlung beliebtester Fotos von 2017

Viel geschafft

2017 war für uns das Jahr der Veränderungen.

Routine, Alltag? Gab es nicht. Dafür gab es viel zu tun. Eine Weltreise planen zum Beispiel. Und das nicht nur so ungefähr und grob à la "einfach mal los mit dem one way-Ticket und gucken, was passiert". Nein, alles geplant, recherchiert und genau überlegt. Weil wir es so wollen. Eine Weltreise to go. Nachmachen erlaubt!

 

Dazu habe ich (Romy) diesen Blog aufgebaut (mit Null Ahnung von dem Ganzen) und regelmäßig mit Beiträgen gefüllt. Ich habe mich Social Media gewidmet (und ich dachte, ich wäre raus aus dem Alter). Ich habe meinen Job gekündigt und mich mit der daraus ergebenen Bürokratie rumgeschlagen. Und ganz nebenbei habe ich mich auch noch um meine berufliche Neuorientierung gekümmert.

Und das alles neben Vollzeitjob, Familienleben und social life.

 

Puh. Unsere Tage hätten sehr gut 48 Stunden und mehr haben können. Und ganz ehrlich, es gab einige Momente, in denen mir alles zu viel wurde und ich gemerkt habe wie ich an meine Grenzen stoße. Es gab immer wieder Tage, an denen ich das Gefühl hatte nichts geschafft zu haben, obwohl ich stundenlang am Laptop gesessen hatte. Mich um 1.000 Dinge gleichzeitig, aber gefühlt um nichts richtig gekümmert habe. Aber genauso gab es auch viele Tage, an denen ich das Gefühl hatte wieder ein ganzes Stück vorangekommen zu sein.

 

Ja, 2017 war ein Auf und Ab der Gefühle, Launen und der Motivation. Aber das wussten wir ja, dass das so sein wird. Wir wussten genau, worauf wir uns einlassen, wenn wir unsere Komfortzone verlassen.

Aber Aufgeben und alles Hinschmeißen kam mir nie in den Sinn. Irgendetwas Bereuen? Auf keinen Fall. Denn ein Gefühl blieb dauerhaft bestehen: Das Gefühl der Freude und der Neugier auf das, was kommt. Die tiefe Zufriedenheit, die sich bei mir eingestellt hat, weil ich mein Leben noch mal ein bisschen umkremple.

 

"Dein Leben beginnt dort, wo deine Komfortzone endet."

Und genauso ist es.

Bequem ist angenehm, aber es macht auf die Dauer unzufrieden. Unbequem ist unangenehm, aber es macht zufriedener, weil es dich vor neue Herausforderungen stellt, an denen du nur wachsen kannst.

 

 

 

Positive Nebeneffekte

Tschüss Konsumwahn - Hallo Minimalismus

Vermutlich stellt sich diese Einstellung bei vielen Langzeit-, Viel- und Weltreisenden automatisch ein. Denn wer reisen will, muss sparen können. Außerdem merkt man auf Reisen wie wenig der Mensch eigentlich braucht. Und wieder zu Hause, betrachtet man seinen ganzen Krempel als unnötig und fängt an auszusortieren.

 

Mich hat das Ausmisten meiner Schränke schon immer befreit. Nur habe ich sie anschließend auch schnell wieder gefüllt. Eine meiner liebsten Freizeitbeschäftigungen war bis vor noch gar nicht allzu langer Zeit das Shoppen. In der Stadt, im Internet. Egal. Doch seit ich für die Weltreise spare, ist das einfach nicht mehr drin. Abgesehen davon habe ich auch gar keine Zeit mehr dafür. Schließlich muss der Blog, mit allem was dazugehört, am Leben gehalten werden. Und wenn man es einigermaßen richtig machen will, muss man schon mind. 2-3 Stunden am Tag dafür investieren. Am Wochenende geht da auch schon mal ein kompletter Samstag oder Sonntag für drauf. Ja, es wäre sogar ein richtiger Vollzeitjob. Wenn ich dafür die Zeit hätte.

 

Aber das Tolle ist, es macht mir so viel Spaß. Ich vermisse nichts, was ich früher stattdessen getan hätte. Ich wundere mich eher darüber, wie viel Geld ich für unsinnigen Kram ausgegeben hatte.

 

 

Nachhaltiger und bewusster leben

Wenn man sich so intensiv mit der Welt beschäftigt, beschäftigt man sich automatisch auch mit den Problemen, die sie hat. Nicht, dass wir das vorher nicht getan hätten, aber der Blick auf manche Dinge wird einfach anders. Er wird präsenter. Man fängt an viel bewusster über manches nachzudenken. Und dann fängt man an zu handeln.

 

Viele Dinge, über die ich mir früher nie Gedanken gemacht hätte, sind für mich mittlerweile selbstverständlich.

Ich spare Energie und Wasser im Alltag. Unseren Müll, den wir so produzieren, haben wir deutlich reduziert. Plastik versuche ich zu vermeiden, wann immer es geht und suche mir Alternativen. Kosmetik mit Mikroplastik oder sonstigen bedenklichen Inhaltsstoffen? No way. Verschwendung von Lebensmitteln? Tut mir wirklich weh. Fleisch? Ja, aber weniger und nur noch Gutes. Reinigungsmittel kaufe ich immer mehr im Biomarkt. Ich wünsche mir einen Unverpackt-Laden für Dortmund und Klamotten wenn es irgendwie geht, bitte aus Biobaumwolle und nachhaltig produziert unter fairen Bedingungen.

Klappt nicht immer, aber immer öfter.

 

Und step by step versuche ich immer mehr die bequeme Plastik- und Verschwendungswelt zu verlassen und meinen Teil dazu beizutragen die Welt ein bisschen grüner und fairer zu machen. Das ist nicht immer leicht, Gewohnheiten werden verändert und oft wird man belächelt und bekommt Sätze zu hören wie, dass man es jetzt schon ein bisschen übertreiben würde. Nein, tue ich nicht. Ich tue eigentlich immer noch nicht genug. Aber ich bin dran. Denn ich bin mir der Tatsache sehr bewusst, dass wenn in den nächsten 50 Jahren nicht einiges geändert wird, dieser Planet irgendwann nicht mehr geeignet ist, um darauf zu leben.

Die wenigsten Menschen sind sich dessen bewusst und deshalb werde ich diesen Blog in 2018 auch dafür nutzen, um 1. darauf aufmerksam zu machen und 2. Möglichkeiten aufzeigen, was man wie ändern kann.

 

Für alle, die ich jetzt schon zum Nachdenken gebracht habe, schaut unbedingt mal bei Ozeankind rein und macht mit beim nächsten weltweiten clean up am 26./27. Januar 2018. Egal, wo ihr gerade seid.

 

 

 

Unsere Reisen in 2017

Obwohl wir in 2017 einiges für unsere große Reise sparen mussten (und auch immer noch dabei sind), haben wir uns trotzdem ein paar Auszeiten gegönnt.

 

 

Januar/Februar

Los ging es Anfang des Jahres mit einem dreiwöchigen Karibikurlaub. (Den hatten wir schon gebucht, da wussten wir noch nicht, dass wir auf Weltreise gehen werden.) Mit dabei eine zweiwöchige Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 5.

Es war wirklich traumhaft. Wir haben viel gesehen und viel erlebt. Und die halbe Familie war mit dabei. Ausflüge haben wir immer auf eigene Faust gemacht. Wer etwas ähnliches vorhat, kann sich gerne hier informieren: Karibikkreuzfahrt Mein Schiff 5.

 

So schön eine Kreuzfahrt auch ist, mittlerweile bin ich aber erst mal davon ab. Die ganze Lebensmittelverschwendung tut mir in der Seele weh. Ich kann einfach nicht mehr da sitzen (mal abgesehen davon kann ich auch nicht so viel essen und trinken wie einem da angeboten wird), im puren Luxus und anderswo auf der Welt kämpfen Menschen jeden Tag darum nicht zu verhungern. Und daran, was alles ins Meer gespült wird, möchte ich gar nicht denken.

Ich weiß, dass gerade die deutschen Kreuzfahrtgesellschaften einiges tun und stetig dran sind die Dinge zu verbessern. Und ich bin gespannt, was sich in dieser Hinsicht (hoffentlich) verändern wird.

 

 

März - Juni

Diese Monate waren reisetechnisch gesehen echt hart. Normalerweise nutzen wir die Wochenenden oft für Städtetrips und den Juni für einen vorsommerlichen Urlaub. War aber eben in diesem Jahr nicht drin. Dafür haben wir bei uns in NRW viele Ausflüge gemacht. Unsere Highlights findet ihr in diesem Beitrag: NRW mit Kids.

Und wir haben das Wandern für uns entdeckt 🙂

 

Im Juni gab es dann aber doch mal einen kleinen Städtetrip. Und zwar nach Köln. Dort hatten wir schon im letzten Jahr das Event Le Bloc im Belgischen Viertel für uns entdeckt. Von 12 bis 22 Uhr verwandeln sich dort coole Boutiquen, Schaufenster und Hinterhöfe in Pop-up-Stores und Konzertbühnen. Mit dabei ein DIY-Designmarkt.

Übernachtet haben wir in einem alten Wasserturm, der zum Hotel umgebaut wurde. Richtig cool!

Pärchen mit Sektgläsern in der Hand vor einem Geschäft in Köln

Le Bloc - Belgisches Viertel, Köln

Geschmückte Boutique beim Le Bloc im Belgischen Viertel in Köln
Blick auf das Hotel Wasserturm in Köln

Hotel Wasserturm in Köln

Ein ganz besonderes Highlight war im Juni aber das 1. Travel Festival im Blue:Beach in Witten. Ein Festival für alle Reiseverrückten zum gegenseitigen Austausch, Vernetzung, Inspiration und Motivation. Die Reiseblogger Sarah&Marco von Love and Compass und Ania&Daniel von Geh mal reisen haben dort z.B. ihren ersten Vortrag gehalten. Noch Tage danach waren wir aufgeputscht von den ganzen Erzählungen und dem feeling, was rübergekommen ist.

 

Blick auf einen Tisch, wo ein Hut und eine Sonnenbrille draufliegen beim 1. Travel Festival
Anna und Daniel vom Blog Geh mal reisen

Mit Ania und Daniel vom Blog Geh mal reisen

Juli

Das vierte Mal in Folge waren wir mit der Familie im wunderschönen Bad Waldliesborn. Wir lieben es dort zu entspannen, die Natur zu genießen und ganz relaxed Fahrrad zu fahren. Der detaillierte Beitrag dazu ist hier nachzulesen: Auszeit in BadWaliBo.

 

 

August

Auf August habe ich mich das ganze Jahr schon gefreut. Zum zweiten Mal ging es für uns ins wunderschöne Brandenburg. Natürlich nicht ohne einen Abstecher in meine Heimat- und Herzensstadt Berlin zu machen. Was wir dort erlebt haben, kannst du hier nachlesen: Sommerurlaub in Brandenburg.

Und wer noch ein paar Tipps für Berlin benötigt, der kann gerne mal in diesen Beitrag reinschauen :-): Berlin - Eine Liebeserklärung und Guide durch die Stadt.

Seenlandschaft in Brandenburg

Ausblick von der Rooftopbar "Klunkerkranich" in Berlin-Neukölln

September

Im September stand Albanien auf unserer Liste. Ein eher untypisches Urlaubsland. Noch. Wir hatten aber richtig Lust drauf und wurden auch nicht enttäuscht. Et voilà, unser Beitrag: Ksamil Beach - Traumhaftes Meer im Süden von Albanien.

 

Ksamil Beach, Albanien

Oktober

Im Oktober fand das 2. Travel Festival statt. Wir waren natürlich wieder dabei. Und wieder war es so unglaublich inspirierend! Wir haben außerdem viele supernette Gleichgesinnte kennengelernt und konnten uns wunderbar austauschen.

Übrigens, das 3. Travel Festival findet über Pfingsten am 19./20. Mai statt. Wir sind dann noch nicht wieder in Deutschland, aber wenn ihr Lust drauf habt und noch ein bisschen Motivation braucht, dann holt euch unbedingt ein Ticket!

Blick auf das 2. Travel Festival im Blue Beach in Witten
Spannende Vorträge beim 2. Travel Festival

Foto by Laura Möllemann Photography

November - Dezember

Abgesehen von einem sehr schönen Familienwochenende Anfang Dezember in einem Wellnesshotel in Enschede, haben wir in den letzten zwei Monaten nicht mehr viel unternommen. Aber diese zwei Monate standen auch noch mal besonders im Zeichen der Weltreise. Ein paar letzte Planungen mussten noch gecheckt werden, aber vor allem das ganze Drumherum wie: welche Auslandskrankenversicherung, Reiseapotheke zusammenstellen, letzte Impfungen, welche Kreditkarten, welche Technik, der Verkauf meines Autos (ohne Job brauche ich auch das Auto nicht mehr), das Kündigen oder Ruhen lassen diverser Verträge usw. Da kam noch einiges zusammen, das bedacht werden musste. Und zu guter Letzt stand auch noch mein gefürchteter Gang zum Arbeitsamt an. War aber gar nicht so schlimm. Wie das alles gelaufen ist, erfährst du hier: Arbeitsamtkram.

Zwischen den Feiertagen haben wir uns dann aber mal ein bisschen Ruhe gegönnt und viel auf der Couch rumgelegen. Das musste auch mal sein 🙂

 

 

Ausblick 2018

Unsere Weltreise

Noch wenige Wochen und dann geht es endlich los. Unser Traum wird wahr. Wir reisen um die Welt. Wir werden so viel sehen und erleben. Und vermutlich wird uns diese Reise noch mal mehr verändern, als sie das jetzt sowieso schon getan hat. Unsere Freude steigt von Tag zu Tag. Genau wie unsere Nervosität. Eigentlich ist es noch genauso wie ich es schon vor knapp 5 Monaten in unserer Zwischenbilanz-Weltreise geschrieben hatte: 100%-ig realisieren können wir es wohl erst, wenn wir im Flieger sitzen. Und die Gefühle wechseln zwischen Freude, Neugier und Ängsten.

In irgendeiner Reise-Community auf Facebook hat mal jemand geschrieben, der auch kurz vor seiner Weltreise stand: "Ich habe echt Angst, aber noch viel mehr Bock." Ich würde sagen: Passt.

 

 

Nach der Weltreise

Im Gegensatz zur Weltreise selbst, die komplett geplant ist (habe ich schon mal erwähnt, dass wir Pläne lieben?), ist das was nach der Reise kommt, so ziemlich planlos. Zumindest was mich betrifft. Ist eigentlich untypisch für mich und mag ich auch eher weniger. In diesem Fall aber, bin ich sehr froh darüber, mir alles offen halten zu können. Ich will mich noch gar nicht festlegen, weil ich noch gar nicht weiß, was ich machen will. Ich bin aber wirklich zuversichtlich, dass sich alles fügen wird.

Außerdem kommt Mila in die Schule und auch das wird eine Umstellung für uns drei werden. Aber natürlich freuen wir uns darauf. Vor allem Mila.

Weitere Reisepläne für 2018 haben wir erst mal nicht. Wer weiß, vielleicht haben wir ja dann auch erst mal die Nase voll vom Reisen. Nur eine Sache, die wir Mila zur Einschulung schenken werden, steht schon fest. Das wird aber noch nicht verraten. Ist aber natürlich auch schon gebucht 😉 Für die Herbstferien.

 

 

Danke

An dieser Stelle wollen wir uns einfach mal bei euch, unseren Lesern, bedanken. Dass ihr uns folgt, fleißig lest und selbst schon gespannt auf unsere Reise seid. Es macht so viel Spaß unsere Erlebnisse und Erfahrungen mit euch zu teilen und euch so ein Stück teilhaben zu lassen. Und wir würden uns riesig freuen, wenn wir den ein oder anderen inspirieren und motivieren konnten und zukünftig noch können auch selbst einmal die Komfortzone, auf welche Weise auch immer, zu verlassen. Wir versprechen euch, dass es einfach nur gut tut.

Wir wünschen euch ein grandioses Jahr 2018 mit ganz viel glücklichen Momenten, schönen Dingen und vielen tollen Erlebnissen!

Und denkt daran: Great things never came from comfort zones.

Liebe Grüße

Romy, Toby und Mila

 

 

 

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